Triathlon-EM

Dressler finisht mit Deutschland-Fahne

Erstmals für Deutsche Altersklassen-Nationalmannschaft nominiert: Die Altencellerin Britta Dressler hat bei der Triathlon-EM Rang 5 belegt.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 20. Sept. 2019 | 16:37 Uhr
  • 13. Juni 2022
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  • 20. Sept. 2019 | 16:37 Uhr
  • 13. Juni 2022
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Celle.

Drei Triathlon-Langdistanzen in einem Jahr erfolgreich ins Ziel zu bringen, das trauen sich nur ganz wenige zu. Britta Dressler gehört zu ihnen und finishte nach dem Ironman Südafrika und dem Ironman Zürich nun auch beim Challenge Almere-Amsterdam. Für die dort ausgetragene Langdistanz-Europameisterschaft war die 49-Jährige aufgrund ihrer Top-Platzierungen auf internationalen Parkett erstmalig für die Deutsche Triathlon Altersklassen-Nationalmannschaft nominiert worden. „Das war eine riesengroße Motivation, mich nach der langen Wettkampfsaison noch einmal auf diese besondere Herausforderung einzulassen“, erzählt Dressler. Aber die Altencellerin zahlte das in sie gesetzte Vertrauen zurück. Am Ende des Rennens, in dem der abschließende Marathonlauf zu einer ganz besonderen Prüfung werden sollte, stand der starke EM-Rang 5 in der Altersklasse W50 zu Buche.

Magenprobleme überwunden – Laufrhythmus wiedergefunden

Bei Sonnenaufgang war Dressler auf die 3,8 Kilometer lange Schwimmstrecke im Almerer Weerwater gestartet. Trotz Orientierungsschwierigkeiten aufgrund der blendenden Sonne bestätigte Dressler ihre gute Schwimmform mit der Zeit von 1:13 Stunden. Auf dem flachen Kurs der 180 Kilometer langen Radstrecke wählte Dressler dann die richtige Taktik. „Das Entscheidende ist, ganz ruhig und möglichst aerodynamisch auf dem Rad zu liegen und die Trittfrequenz flüssig zu halten“, so Dressler, die mit dem Radsplit von 5:40 Stunden sehr zufrieden war. Beim Marathon zwangen heftige Magenprobleme die Cellerin dann zu längeren Gehpausen. Doch die sich einstellenden Gedanken an Aufgabe konnte sie verdrängen. Glücklicherweise – denn tatsächlich fand Dressler zu ihrem Laufrhythmus zurück, den sie bis ins Ziel aufrecht hielt. „Meine Belohnungs-Party begann drei Kilometer vor dem Ziel, als ich realisierte, dass es noch ein richtig gutes Finish werden würde. Im Zielkanal hat mir dann jemand eine Deutschland-Fahne gegeben und ich bin strahlend und mit Gänsehaut nach 11:47 Stunden ins Ziel gelaufen“, blickt Dressler zurück.

Von Jochen Strehlau

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