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Lokalsport SVG Celle II richtet Blick nach vorne
Sport Sport regional Lokalsport SVG Celle II richtet Blick nach vorne
17:57 17.12.2015
Bergens Jennifer Kautz und den TuS Bergen erwartet gegen den Tabellenzweiten HSG Plesse-Hardenberg ein ebenso intensives Spiel wie hier gegen Eintracht Hildesheim.
Bergens Jennifer Kautz und den TuS Bergen erwartet gegen den Tabellenzweiten HSG Plesse-Hardenberg ein ebenso intensives Spiel wie hier gegen Eintracht Hildesheim. Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

Unterschiedlicher könnten die Drucksituationen für die beiden Teams kaum sein: Während die SVG Celle II gegen Lüneburg wichtige Punkte im Abstiegskampf einfahren muss, will der TuS Bergen versuchen, dem Tabellenzweiten HSG Plesse-Hardenberg ein Bein zu stellen.

SV Garßen-Celle II – Handballverein Lüneburg (Samstag, 16 Uhr)

So richtig zufrieden war Trainerin Renee Verschuren nach dem 23:23 Unentschieden gegen den direkten Tabellennachbarn VfL Wolfsburg am vergangenen Wochenende nicht – sie hatte im Vorfeld einen Sieg und die zwei damit verbundenen Punkte als Ziel ausgegeben. "Gut war das nicht, aber wir müssen das Positive aus dem Spiel ziehen", fordert die SVG-Trainerin, die das Spiel abgehakt hat und den Blick wieder nach vorne richtet.

Positiv sei gewesen, dass ihre Mannschaft in der zweiten Halbzeit einen fünf Tore Rückstand wieder aufgeholt hat – das zeugt von einem gewissen Kampfgeist. Laut Verschuren sei das Hauptproblem die mangelnde Überzeugung von den eigenen Fähigkeiten: "Wenn du so viele Niederlagen wie wir hast, ist es schwer mit dem Selbstvertrauen. Das kann man sich nur im Spiel wiederholen." Ihre Mannschaft müsse in solchen Drucksituationen konzentrierter sein und nicht so schnell verkrampfen – diese Balance müsse vor dem Spiel gegen Lüneburg gefunden werden.

Personell kann Verschuren fast aus dem vollen schöpfen: Nur Johanna Jagonak wird dem SVG Celle II gegen Lüneburg nicht helfen können, weil ihr Studium es nicht zulässt. Mit auf der Platte wird die immer noch angeschlagene Haupttorschützin Kristin Skorek, die in den vergangenen Spielen aufgrund einer Bänderverletzung gefehlt oder nur partiell gespielt hatte, stehen – auch wenn sie noch nicht bei 100 Prozent ist. Verschuren: "Wir dürfen unser Spiel aber nicht von einer Person abhängig machen, sondern müssen als Team agieren, sonst wird es schwierig."

TuS Bergen – HSG Plesse-Hardenberg (Sonntag, 16.30 Uhr)

Obwohl es für den TuS Bergen gegen die HG Rosdorf-Grohne trotz starker kämpferischer Leistung am Ende nur zu einem Unentschieden (23:23) gereicht hat, ist die Stimmung in der Mannschaft von Trainer Dominik Blancbois durchweg positiv: "Das war moralisch eine gute und wichtige Kehrtwende, daran müssen wir jetzt anknüpfen." Zuvor hatte sein Team fünf Niederlagen in Folge einstecken müssen.

Doch mit der HSG Plesse-Hardenberg, die mit nur zwei Niederlagen auf Tabellenplatz zwei steht und mit sechs Toren Unterschied den Tabellenführer Hannoverscher SC geschlagen hat, steht dem TuS ein "dicker Brocken" ins Haus. "Unser Gegner ist klarer Favorit, das wird also kein Zuckerschlecken. Dennoch erwarte ich, dass wir ihnen einen harten Kampf liefern", sagt Blancbois.

Gegen den offensiv verteidigenden Gegner will der TuS-Trainer im Angriff etwas das Tempo rausnehmen, die Verteidiger lange beschäftigen und somit müde machen: "Wenn wir geduldig sind und auf die richtigen Würfe warten, haben wir eine Chance."

Von Kai Knoche