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Lokalsport SV Altencelle von perfekter Welle überrollt
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19:42 07.12.2015
Celle Stadt

Besser als das Schlusslicht der Handball-Verbandsliga machte es der MTV Müden. Gegen die HSG Schaumburg-Nord II gewann MTV sicher mit 38:28 (19:12). Das bedeutete nicht nur den Sprung auf Platz acht, sondern anschließend auch eine entspannte Weihnachtsfeier.

MTV Müden –HSG Schaumburg-Nord II38:28 (19:12)

Die Gäste aus der Region um Bad Nenndorf verschliefen die Anfangsphase. Das nutzte der MTV gekonnt aus, führte rasch 7:3 (10. Minute). Über eine stabile Abwehr und durch konzentriertes Tempospiel warfen für die Hausherren vor allem Marc Katenz und Jannik Erdt schnelle und leichte Tore.

Die Spieler der HSG Schaumburg-Nord agierten daraufhin mehr und mehr verunsichert, rannten sich oft kopflos in der Müdener Deckung fest. Der MTV zog deshalb bis auf 16:7 (23.) davon. Erst eine kleine Schwächephase der Hausherren nutzte der Gegner, um zur Pause ein wenig zu verkürzen.

Im zweiten Durchgang stellte Gästetrainer Sebastian Reichardt die Deckung um, dadurch taten sich die Hausherren etwas schwerer. Dennoch spielte der MTV das Spiel souverän herunter und gewann schließlich genauso verdient wie deutlich. „Wir haben heute in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht. Noch wichtiger war es, endlich mal wieder zu punkten“, resümierte das diesmal restlos zufriedene MTV-Trainerduo Oliver Bült und Markus Haydl.

MTV Müden: Jablonski, Paepke – S. Müller (10), von Bothmer (6), Kirchhoff, Erdt (je 5), Katenz, Ahrenbeck (je 3), Ehlert, H. Müller, Witte, Tecklenburg, Parpart, D. Hüsken (je 1).

SV Altencelle –HSG Rhumetal21:37 (11:13)

Wie gewohnt begann der SVA in eigener Halle ganz stark. Die ersten zehn Minuten gehörten klar den Hausherren – schnell stand es 5:1. Rhumetal kam kaum zum Durchatmen und war gezwungen, früh eine Auszeit zu nehmen. Lief wirklich alles nach Plan? Mitnichten. Den Gästen gehörten nämlich die anschließenden zehn Minuten: Während Altencelle einmal mehr viel zu hektisch spielte, benutzte Rhumetal jetzt mehr den Kopf: Arne Leuning und Benny Jentsch rissen das Spiel an sich. Logische Folge aus Sicht Altencelles: 7:8.

Doch es schien nichts verloren zu sein, selbst Mitte der zweiten Halbzeit (17:19) war noch alles drin. Doch anstatt sich um die eigenen Angelegenheiten zu kümmern, haderten die Gastgeber mit vielen Schiedsrichter-Entscheidungen und holten sich unnötige Zeitstrafen. Dann ging bei Altencelle gar nichts mehr zusammen: Vor allem der Rückraum verlor jeglichen Fokus, schloss die Angriffe überhastet ab. Hinzu kamen zahlreiche technische Fehler. Was Rhumetal clever nutzte: Über Altencelle brach die perfekte Konterwelle herein.

Die treuen Zuschauer trauten ihren Augen kaum, beim SVA lief nichts mehr zusammen. Der einzige Spieler in Normalform, Malte Herbst, war auf sich allein gestellt. Als auch die Abwehr komplett zusammenbrach, war es endgültig um Weinmann und Co. geschehen: In den letzten 15 Minuten kassierte Altencelle noch unfassbare 18 Gegentreffer ein. „So was wie heute habe ich noch nie erlebt. Ich bin maßlos enttäuscht“, wunderte sich Außen Sebastian Ebel. Auch für Team-Manager Reinhard Roselieb war das Spiel eine einzige Enttäuschung: „Mir tun unsere Zuschauer leid, die sich diese zweite Halbzeit ansehen mussten.“

SV Altencelle: Hövermann, Kibellus – Woitas, Otto (1), Kisser, Wernig, Weinmann (7), Ebel, Bode (3), Kolle (2), Herbst (6), Petersen (1), Dralle (1).

Von Stefan Mehmke