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Lokalsport Niederlage schmerzt doppelt gegen Ex-Club
Sport Sport regional Lokalsport Niederlage schmerzt doppelt gegen Ex-Club
15:28 13.06.2010
Von Christopher Menge
Celle Stadt

Im Jahr 2004 und 2005 feierten sie gemeinsam den Gewinn der deutschen Meisterschaft in der A-Jugend: Josephine Techert, Susanne Büttner und Luisa Grimm. Und das im Dress des Frankfurter HC. Am Sonnabend ging es für drei SVG-Spielerinnen erstmals gegen ihren alten Club, in dem sie in der Jugend so erfolgreich gespielt hatten.

„Das ist schon etwas besonderes“, erzählt Luisa Grimm, „auch wenn ich nicht gespielt habe.“ „Sonst wäre die Aufregung wahrscheinlich noch größer gewesen“, vermutet die Torfrau. Ihre Mannschaftskameradin, damals wie heute, Susanne Büttner, pflichtet ihr bei. „Natürlich ist das ein besonderes Spiel gegen den alten Verein“, so Büttner, „daher schmerzt die Niederlage doppelt.“ Besonders enttäuscht schien Techert, mit sechs Treffern beste Werferin beim SVG, zu sein, die nach dem 25:26 gegen ihren Ex-Verein schnell in der Kabine verschwand.

„Außer den ganz neuen Spielerinnen kenne ich alle“, erzählt Grimm, „und es ist schon etwas komisch, wenn man sonst immer zusammen gespielt hat und nun gegeneinander antreten muss.“ Insgesamt gebe es aber nicht mehr so viel Kontakt nach Frankfurt. „Man tauscht sich nur selten aus, aber vor dem Spiel haben ich mit einigen Spielerinnen geschrieben“, verrät Grimm. Büttner hat dagegen noch viele Freunde in Frankfurt (Oder), daher war sie nach der Niederlage besonders enttäuscht. „Wir hatten es selbst in der Hand“, analysiert die Rechtsaußen-Spielerin, „aber wir haben zu unkonzentriert gespielt und die Cleverniss hat uns heute gefehlt.“ Eine besondere Vorbereitung auf die alten Kameraden hätte es unterdessen nicht gegeben. „Wir bereiten uns auf jeden Gegner gleich vor“, sagt Büttner, „und wir haben uns auch auf Frankfurt genauso intensiv wie sonst vorbereitet.“

Im Abstiegskampf hört die Freundschaft dann auch auf. „Wir müssen erst einmal an uns selber denken“, betont Büttner nach der unglücklichen 25:26-Niederlage gegen den Frankfurter HC. „Unser Ziel ist genauso der Klassenerhalt und da können wir nicht auf andere gucken“, ergänzt Büttner. Für Grimm gehört ihre Liebe zum Frankfurter HC auch der Vergangenheit an. „Ich war in Frankfurt im Internat und hatte dort eine schöne Zeit“, erinnert sie sich. „Aber ich bin auch froh jetzt in Celle zu sein“, blickt die 23-Jährige nach vorne.

Zu gerne hätten die drei SVG-Spielerinnen gegen ihren alten Verein einen wichtigen Heimsieg für den Klassenerhalt gefeiert. Doch dieses Mal gingen die Punkte an die Konkurrenz. Am 13. März steht das Rückspiel auf dem Programm. Spätestens dann wollen Büttner, Techert und Grimm wieder in Frankfurt feiern. Dieses Mal allerdings keine deutsche Meisterschaft mit dem FHC, sondern wichtige Punkte für den Klassenverbleib mit dem SVG Celle.