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Lokalsport Mit 317 Ringen zum Landesmeistertitel
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15:30 13.06.2010
Celle Stadt

Die Landesmeisterschaft im Feldbogen wird den Wieckenberger Bogenschützen in Erinnerung bleiben, heimsten sie sich doch in Nienburg-Langendamm zahlreiche Erfolge ein. Beim Feldbogenschießen geht es darum, zwölf Scheiben unterschiedlicher Auflagengrößen in unbekannter Entfernung zu treffen – idealerweise natürlich in die Mitte.

Dazu sind vor den Scheiben Pflöcke in verschiedenen Farben gesetzt. Gelb steht für Schüler, egal welche Bogenart, blau ist für die Blankbogenschützen bestimmt (Bogen ohne Visier), rot richtet sich an die Recurve- und Compoundschützen. Dies ist die weiteste Entfernung

Als leitende Kampfrichterin hatte Irmgard Deeg nicht nur die Verantwortung, sondern auch den Überblick auf das Geschehen im Gelände. Fünf Bogensportler des SV Wieckenberg stellten sich der Aufgabe, davon zwei Neulinge, was das Feldbogenschiessen betrifft. Zu ihnen gehören Renate Pusch mit dem Recurvebogen und Klaus Strunz mit dem Blankbogen. Mit von der Partie waren auch die erfahrenen Schützen Jürgen Batel und Norbert Brill mit dem Recurvebogen. Mit Compoundbogen ausgestattet ging Annegret Prinzler an den Start.

Die Wettkampfstrecke führte durch ein ehemaliges Munitionsdepot mit zahlreichen Bunkern, und bot sich durch seine hügelige Landschaft für die Schützen an. Der Kurs war von dem Vorsitzenden des SV Holtorf, Heinrich Prigge, mit vielen Schwierigkeiten gespickt worden. Das Pfiffigste daran war, dass die Schwierigkeiten nicht sofort erkennbar waren – so zum Beispiel 60er Auflage auf kleine Scheibe oder 80er Auflage auf großer Scheibe. Schnell hat man sich dabei in der Auflagengröße vertan und ging von der falschen Entfernung aus. Hinzu kamen die Lichteinflüsse hell und dunkel. Außerdem hatten die Schützen pro Scheibe nur drei Pfeile zur Verfügung, die innerhalb von drei Minuten geschossen werden mussten.

„In meinen Augen war die Scheibe mit dem ‘walk up’ die Interessanteste“, sagt Deeg. Es gab drei Pflöcke in rot, drei in blau und drei in gelb. Jeder Pflock stand in einer anderen Entfernung, jeder Schütze schoss von der Pflockfarbe, die zu seiner Disziplin gehörte, aber nur einen Pfeil pro Pflock. „War einen Pfeil geschossen und getroffen, war’s gut. Wenn nicht getroffen wurde, ging das Grübeln los“, so Deeg. Die Schützen mussten dann zum zweiten Pflock vorgehen, den zweiten Pfeil schießen und hoffen, dass er passt, bevor es mit dem dritten Pflock genauso weiterging. „An dieser Scheibe wurde am meisten geflucht, aber alle Schützen fanden die Herausforderung toll und möchten so etwas gerne öfter im Kurs haben“, betont Deeg.

lErgebnisse:1. Rang und somit Landesmeister wurde Jürgen Batel mit 317 Ringen von 432 möglichen Ringen. Auf den 4. Platz kam Annegret Prinzler, auf den 5. Norbert Brill, auf den 9. Renate Pusch und den 17. Klaus Strunz.

Deeg ist stolz auf die Leistung der Schützen. „Allen herzlichen Glückwunsch. Nun heißt es nur noch auf die Limitzahlen zur Deutschen Meisterschaft in Neustrelitz warten, die in Mecklenburg Vorpommern stattfinden wird.“

Von Fremdfotos / Texte Eingesandt