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Lokalsport „Kaputt gedeckt“: MPE verliert beim VfL Hameln 22:29 (10:12)
Sport Sport regional Lokalsport „Kaputt gedeckt“: MPE verliert beim VfL Hameln 22:29 (10:12)
15:05 13.06.2010
Celle Stadt

Mit 29:22 (12:10) fiel der Hamelner Heimsieg am Sonnabend zwar um ein Tor geringer als in der Hinrunde aus – an der Stärke des in der Liga zweitplatzierten VfL blieben dennoch keine Zweifel.

„Hameln hat uns kaputt gedeckt“, lautete eine Erkenntnis von MPE-Trainer Alexander Grah: Zu viel Aufwand hatte sein Team gegen die effektiv verteidigen Hamelner betreiben müssen, um zum Torerfolg zu gelangen und ließ folglich ab der 40. Minute kräftemäßig nach. Eine höhere Trefferzahl verhinderte zudem VfL-Torwart Frank Rosenthal, der die mit inzwischen 908 Toren weiterhin erfolgreichste Offensive aus Celle ein ums andere Mal verzweifeln ließ.

Dabei hatte das Unternehmen Favoritenschreck für MPE aussichtsreich begonnen: Celle ging in fremder Halle schnell 2:0 in Führung und stand sicher in der Abwehr. Aggressiv im Zweikampf und früh störend bereitete MPE Gastgeber Hameln einen unangenehmen Spielbeginn.

Bis zur 25. Minute (9:9) schien diese Taktik auch wunderbar aufzugehen. Dann zeichnete sich allerdings allmählich ab, dass MPE Opfer seiner aufwendigen Spielweise werden würde. Während MPE schlichtweg „schlecht“ – so Grah – aus der Halbzeitpause kam, brannte Hameln weiter darauf, vor seinem Publikum Wiedergutmachung für die unerwartet Auswärtsniederlage bei der SG Zweidorf zu leisten. Mit drei Treffern (17:14) war Hameln in Vorsprung gegangen, als Grah seine Auszeit nahm (36.). Mit einer offensiveren Abwehr, die mehr Ballgewinne ermöglichen sollte, trat MPE den Hamelner Angriffswellen entgegen – allein die Kräfte reichten dafür nicht mehr. So musste etwa Sascha Niebuhr in der 40. Minute ausgebrannt das Feld verlassen. Er sah mit an, wie seine Mannschaftskollegen allmählich den Anschluss verloren (20:14). „Uns fehlten am Ende einfach die Ideen“, sagt Grah, der die Niederlage schnell „abhaken“ will. „Man muss das einfach akzeptieren, wir waren nicht gut genug.“ Das soll sich in den kommenden Spielen ändern: „Wir haben es weiterhin in der Hand, unser Ziel zu erreichen“, so Grah. Und das lautet Platz drei der Tabelle zu erreichen.

Tore für MPE: Müller (3), Baris (2), Rodehorst, Lüer, Dehning (je 1), Kahler (2), Niebuhr (4), Kothe (8/5).

Von Eike Frenzel