Immer mehr Mannschaften

Sportplatz der FG Wohlde platzt aus allen Nähten

Um seinen 21 Fußballmannschaften genügend Spielfläche bieten zu können, hofft die FG Wohlde auf eine Vergrößerung seiner Sportanlage. So konkret sind die Pläne.

  • Von Uwe Meier
  • 16. Jun 2022 | 14:00 Uhr
  • 21. Jun 2022
  • Von Uwe Meier
  • 16. Jun 2022 | 14:00 Uhr
  • 21. Jun 2022
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Wohlde.

Noch sprießen dort kleine Kartoffelpflanzen aus dem Boden. Doch Horst Witte käme es nicht ungelegen, wenn aus dem Acker, der direkt an die Sportanlage der FG Wohlde grenzt, bald ein gepflegtes Rasenfeld mit gekreideten Linien und Fußballtoren werden würde. Denn der Verein hat ein räumliches Problem. Die Anlage platzt aus allen Nähten.

Drittgrößter Fußballverein im Landkreis Celle

„Die FG Wohlde hat mittlerweile 21 spielende Mannschaften und ist damit der drittgrößte Fußballverein im Kreis Celle“, erklärt Witte. Nur VfL Westercelle und ESV Fortuna Celle haben noch mehr Mannschaften am Start. Auf die hohe Anzahl spielender Mannschaften ist Witte schon ein bisschen stolz. Doch ganz ohne Schwierigkeiten ist das für den Verein des kleinen Dorfes in der Nähe von Bergen nicht. „Natürlich möchte man seine Heimspiele auch auf der heimischen Anlage durchführen“, meint Witte. Aber für die Wohlder Teams ist das kleine Areal, das nur aus einem Groß- und einem Kleinfeld besteht, einfach zu klein. An den 90 mal 65 Meter großen Hauptplatz fügt sich nur noch ein Kleinfeld an. Bei rund 30 Trainingseinheiten pro Woche für zwei Herren- und ein Frauenteam sowie E- bis C-Juniorinnenmannschaften und 14 Juniorenteams von U6 bis U19 sowie dem Spielbetrieb mit etwa acht bis zehn Beginn an einem Wochenende wird es richtig eng. Teilweise trainieren drei bis vier Mannschaften gleichzeitig auf den kleinen Wohlder Fußballfeldern. Dass durch die hohe Belastung zudem auch die Beschaffenheit des Platzes leidet, versteht sich nahezu von selbst. „Da haben es die Westerceller oder ESV Fortuna Celle natürlich besser“, meint Witte, „sie haben deutlich mehr Spielfelder zur Verfügung.“

Es muss viel improvisiert werden

In Wohlde muss dagegen viel improvisiert werden. Eine größere Portion Kompromissbereitschaft ist unabdingbar. Weitere Übungseinheiten und Spiele finden auf der rund zehn Kilometer entfernten Anlage des TuS Eversen-Sülze statt. Mit diesem Klub bildet die FG in vier Altersklassen eine Spielgemeinschaft.

Allein in Wohlde treten rund 230 Jugendliche gegen den Ball. „Die kommen allerdings nicht alle aus dem Ort“, sagt der Vorsitzende des Vereins mit knapp 500 Mitgliedern. Das sind ähnlich viele, wie das Dorf Einwohner hat. „Viele unserer Fußballer kommen aus Bergen und den weiteren umliegenden Ortschaften“, so Witte, „im Herrenbereich haben wir zum Beispiel einige Spieler, die aus Becklingen kommen.“ Offenbar hat sich die FG in der Region einen guten Namen erarbeitet.

Aus Kartoffelacker könnte Sportfläche werden

Da überrascht es wenig, dass die Wohlder Verantwortlichen auf ihrer Anlage gern mehr Platz zur Verfügung hätten, für eine Lösung des Problems plädieren und eine Vergrößerung der Anlage in nördliche Richtung favorisieren. Und dabei kommt eben die Fläche des angrenzenden Kartoffelackers ins Spiel. Die umfasst rund 5000 Quadratmeter – nicht unbedingt viel für ein landwirtschaftlich genutztes Feld. Aber für die FG groß genug, um „ein zweites Großfeld errichten zu können“, sagt Witte. Entsprechende Gespräche wurden mit der Stadt Bergen bereits geführt. Dort steht man dem Vorschlag keineswegs negativ gegenüber. „Gespräche mit dem Eigentümer der Fläche sind bereits geführt worden“, erzählt der FG-Vorsitzende, der nun darauf hofft, dass aus den Überlegungen schnellstmöglich Taten werden. „Es wäre doch schön, wenn das schon im Herbst dieses Jahres klappen würde.“

FG Wohlde hat noch weitere Projekte im Köcher

Gleichzeitig hat der Verein noch weitere Projekte im Köcher, die er gerne umsetzen würde. Dabei geht es unter anderem um die Umrüstung der Flutlichtanlage auf LED. Auch eine automatische Beregnungsanlage steht auf dem Wunschzettel der FG. Dazu kommen Erneuerung und Reparatur der Ballfangzäune. „Durch den defekten Zaun kam es in der Vergangenheit bereits zu einigen Schäden durch abirrende Bälle an auf dem Parkplatz stehende Autos“, erklärt Witte.

Bei den entsprechenden Bauvorhaben sei es sicherlich möglich, Zuschüsse von den entsprechenden Institutionen zu erhalten. „Aber dazu brauchen wir auch Planungssicherheit“, sagt der FC-Vorsitzende.