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Lokalsport Handball-Oberligist MTV Post Eintracht Celle stellt Team vor
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12:53 13.06.2010
Von Uwe Meier
Handball-Oberigist MTV Post Eintracht Celle stellt neue Spieler vor
Handball-Oberigist MTV Post Eintracht Celle stellt neue Spieler vor Quelle: Peter Müller
Celle Stadt

Der Blick zurück fällt Ligamanager Carsten Niebuhr ein bisschen schwer. Ganz davon ab ist die Vergangenheit für ihn abgehakt: „Es war eine Saison mit Höhen und Tiefen“, sagte er bei der Vorstellung der neuen Mannschaft. „Aber das Thema ist durch.“ Vielmehr blickt man beim Handball-Oberligisten MTV Post Eintracht Celle mit aller Energie und Zuversicht in die Zukunft und damit auf die kommende Spielzeit. “Über die Entscheidungen, die wir getroffen haben, sind wir glücklich“, sagt Niebuhr. Dazu zählt dann wohl auch der Wechsel auf der Trainerposition. Alexander Grah, der das Amt von Ingmar Steins übernommen hat, hat die Zügel bereits fest in der Hand. „Wir haben da einen neuen, jungen, dynamischen Trainer“, so Niebuhr. „Er bringt neuen, frischen Wind herein.“

Der gibt das Kompliment sofort zurück. „Die Voraussetzungen sind super“, sagt Grah. „Im Hintergrund der Mannschaft läuft es wie am Schnürchen, da wird sehr professionell gearbeitet. Und auch die Mannschaft passt gut zusammen.“

Insgesamt vier Neuzugänge für die Oberliga wurden von den MPE-Verantwortlichen präsentiert. Mit Dimitri Grad und Sebastian Niebuhr rutschen zwei Akteure aus der zweiten Mannschaft in den Oberliga-Kader. Dazu gesellen sich mit Steffen Müller vom MTV Müden und David Schöne vom TSV Anderten zwei Spieler von auswärtigen Vereinen. Alle vier eint ein gemeinsames Ziel. Sie wollen dazulernen und sie wollen leistungsorientierten Handball spielen. Und es gibt auch eine kleine Kampfansage an die teaminterne Konkurrenz. Alle vier Neuzugänge möchten ein festes Glied der Mannschaft werden und einiges an Spielanteilen bekommen.

Worte aus einem 16-köpfigen Kader, die Trainer Alexander Grah gern hören wird. „Wir haben uns sinnvoll verstärkt“, sagt er. „wir sind genügend Leute aber dennoch nicht zu viele. Ich freue mich auf meine neue Aufgabe.“ Seine Hauptaufgabe sieht er darin, ein „funktionierendes Team zu formen“. Das sei die Grundlage, um erfolgreich zu spielen. „Im menschlichen Bereich muss der Zusammenhalt passen. Da sind wir auf einem guten Weg. Aber da geht noch was.“

Grah hat in seiner Trainerlaufbahn bereits einige Stationen durchlaufen. Nach seiner Tätigkeit als Co.-Trainer beim damals noch in der Regionalliga spielenden TSV Burgdorf, trainiert er den VfL Westercelle. Zuletzt führte der die Frauen des MTV Post Eintracht Celle aus der Landesliga in die Oberliga und schaffte mit dem Team dort den Klassenerhalt. Bei seiner Arbeit mit den MPE-Männern kann er auf einen eingespielten Stamm von Spielern bauen. Denn bis auf Klaus Drewes und Marc Clausing hat uns kein weiterer Spieler zum Saisonende verlassen. „Wir haben den Vorteil, dass wir eingespielt sind. Aber es gibt immer etwas zu verbessern. Da ist noch Luft nach oben“, sagt er. Nicht zuletzt seine Einstellung dürfte den MPE-Verantwortlichen sehr entgegen- kommen: „Ich kann einfach nicht verlieren. Das geht einfach nicht. Ich will einfach jedes Spiel gewinnen. Das ist seit Jahren mein Ziel. Und da ist es egal gegen wen es geht.“

Der Kader des MPE Celle: Jörg Oehus, Rouven Kibellus, David Schöne im Tor - Niels Kahler, Henrik Weinmann, Bastian Lüer, Robin Kothe, Tobias Kakuschke, Sascha Nie-buhr, Sascha Dehning, Hendrik Löbens, Wilken Rodehorst, Sebastian Niebuhr, Steffen Müller und Dimitri Grad.

Handball-Oberligist plant neue Saison

Fünf neue für die neue Saison beim Handball-Oberligisten MTV Post Eintracht Celle: Der neue Trainer Alexander Grah (rechts) präsentiert die Neuzugänge Dimitri Grad, David Schöne, Steffen Müller, Sebastian Niebuhr (von links). Foto: Müller

Berg- und Talfahrt durch eine verrückte Saison 2008/2009

So ganz laut hatte es vor dem Start in die inzwischen abgelaufene Spielzeit der Oberliga Männer niemand beim MTV Post Eintracht Celle gesagt. Doch irgendwie war schon mit einer Topplatzierung geliebäugelt worden. Kein Wunder. Immerhin war die Mannschaft vor dem Start mit insgesamt acht Neuzugängen aufpoliert worden. Ein riesiger Kader stand Trainer Ingmar Steins zur Verfügung. Eine Tatsache, die sich im Verlauf der Saison allerdings als ein großes Problem darstellen sollte.

Doch vorerst war das Team furios gestartet. 17:3 Punkte sammelten die Celler - zum Auftakt hatte es sogar einen Erfolg gegen HF Springe gegeben. Der Meister und damit feststehende Regionalliga-Aufsteiger hatte anschließend kaum noch etwas anbrennen lassen und die Liga nahezu nach Belieben bestimmt. Am Ende war Springe der Konkurrenz sieben Punkte enteilt.

Die Überlegenheit wäre wohl kaum möglich gewesen, wenn die Celler ihre Form hätte kompensieren können? Doch das war nicht so. Vielmehr stürzte MPE Ende Oktober, Anfang November in ein Formtief. Aus den folgenden neun Begegnungen gab es gerade einmal zwei Siege. Damit hatte sich MPE gleichzeitig aus dem Rennen um die Meisterschaft verabschiedet. Zwischenzeitlich drohte das mit viel Vorschusslorbeeren gestartete Team ins Niemandsland der Tabelle durchgereicht zu werden.

Das sorgte für Unzufriedenheit und Unruhe - nicht nur im Umfeld des Teams. Unzufriedenheit entstand auch durch den großen Kader. Erste Spieler verließen bereits zum Jahresende den Verein. Doch letztlich war das auch das Allheilmittel. Denn je kleiner der Kader wurde, je dichter rückten die Spieler zusammen. Die Folge: die Formkurve der Mannschaft zeigte wieder deutlich nach oben. Im Saison-Endspurt sammelte MPE, das zwischenzeitlich bis auf den siebten Tabellenrang abgerutscht war, mit einer beeindruckenden Serie 18:2 Punkte. Nur eine Niederlage am letzten Spieltag in Lehrte verhinderte den Sprung auf Platz drei.