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Lokalsport Favorit HSG Lachte-Lutter gewinnt Dorado-Cup
Sport Sport regional Lokalsport Favorit HSG Lachte-Lutter gewinnt Dorado-Cup
13:23 13.06.2010
Bad Nenndorf

„Durch die Absage von gleich zwei Teams mussten wir auf die Schnelle noch den kompletten Spielplan ändern,“ sagte Carola Natzel von der HSG Schaumburg Nord. „Jeder hat deswegen zweimal je 20 Minuten gegen jeden gespielt. Damit ergaben sich sechs Spiele und insgesamt 120 Minuten Spielzeit für jedes Team. Überraschender Weise hat das toll geklappt.“

Das galt besonders für das HSG-Team von Trainer Oliver Colditz, das sich plötzlich in der Favoritenrolle wieder fand. Einer Rolle, der Lachte-Lutter vollauf gerecht wurde. Jedes der Spiele entschied die Mannschaft für sich und stand am Ende mit 12:0 Punkten zweitplatzierten Regionsoberligisten TuS Wettbergen an der Spitze. „Für uns kam das Turnier zum richtigen Zeitpunkt. Unsere Kondition ist zwar auch nach drei Wochen Pause noch gut, aber das Zusammenspiel hat noch nicht wieder so richtig geklappt,“ so Colditz.

Das machte sich besonders in den ersten Spielen bemerkbar. Zwar setzte sich die HSG jeweils mit 11:8 gegen die HSG Schaumburg Nord, den TuS Wettbergen und die HSG Barsinghausen durch, „mit der Leistung wären wir aber in der Landesliga nicht weit gekommen.“ Spätestens nach den drei Spielen wurde der Klassenunterschied dann aber doch immer deutlicher. Nachdem der Landesligist einmal warm geworden war, konnte sich der veranstaltende Verein freuen, dass das Spiel schon nach 20 Minuten zu Ende war (13:9).

Einen guten Job machte Petra Colditz, die ihre langjährige Position als Kreisläuferin aufgegeben hat und ihr Team nun im Tor unterstützt. „Mir tat nach jedem Spiel alles weh. Ohne Handball geht es aber nicht. Und nur auf der Tribüne sitzen wollte ich auch nicht“, erzählt sie. „Da hat sich Oliver erinnert, dass ich früher ab und zu im Tor gestanden habe. Und wie sich zeigte, kann ich es noch ganz gut.“

Im letzten Spiel wurde dann auch der HSG die Beine schwer. Trotzdem reichte es gegen Barsinghausen zum 8:7. „Es fiel durch die ganzen Pausen zum Schluss immer schwerer, noch einmal in Gang zu kommen,“ erklärte Oliver Colditz. Mit der Gesamtleistung war er zufrieden. „Ich habe auf allen Positionen gewechselt, um mehr Beweglichkeit ins Spiel zu bekommen. Die Teilnahme war gut für uns. Mit jedem Turnier lernt man besser, physisch und psychisch an seine Grenzen zu gehen.“

HSG Lachte-Lutter: Bührke, P. Colditz, A. Colditz (4), Ann. Colditz (12), G. Colditz (8), Sa. Gadau (4), Si. Gadau (8), Kerstan (11), Marwede (1), Oppermann (11), Reißberg (6), Wallukat (3).

Von Meike Grieger