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Lokalsport Dabei sein ist alles für die „doppelten Jessicas“
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15:29 17.06.2010
Bergen Stadt

Startschuss für Teil zwei: An diesem Wochenende gehen die Kegler erneut auf die Jagd nach dem Deutschen Meistertitel im VCK-Kegelsport-Centrum an der Albert-Köhler-Straße. Besonderen Augenmerk aus heimischen Sicht gilt es da dem Startfeld der Juniorinnen zu gönnen. Denn mit Jessica Höding (VCK Celle) und Jessica Schomburg (TuS Bergen) wollen zwei junge Damen möglichst gut abschneiden.

Für Höding geht es zunächst einmal um das Erreichen des Finales am Sonntag. „Ich gehe mal davon aus, das ich das schaffen werde. Und danach ist dann auch ein bisschen Glück notwendig, und die Tagesform muss stimmen“, sagt sie vorausschauend.

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In der Vorbereitung hat sie zwei mal in der Woche trainiert, manchmal bis zu 200 Würfe absolviert. Einen Heimvorteil sieht sie allerdings nicht, wenn es heute um 10 Uhr in die Qualifikation geht. „Die Bahn ist eigentlich immer anders, das hängt von der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit ab. Man muss schon hochkonzentriert zur Sache gehen.“

„Ich bin doch etwas aufgeregt“, räumt Schomburg ein. Die 24-jährige nimmt erstmalig an einer Deutschen Meisterschaft teil. Die Angst vor dem Versagen sei halt immer da, sagt sie

Eigentlich braucht sich die junge Frau keine Sorgen zu machen. Sie verfügt über ausreichend Routine und Erfahrung. 1999 hat sie mit dem Kegeln angefangen, „so aus Spaß“, wie sie sagt. Sicher ist Jessica da etwas vorbelastet, denn ihre Eltern sind ebenfalls Sportkegler, Bruder und Schwester schieben gleichermaßen die Kugel. Seit 2000 hat sie den Spielerpass. Kreis- und Bezirksmeisterschaften hat sie inzwischen mehrfach gewonnen, obwohl sie immer nur an ihrem freien Tag in der Woche ernsthaft trainieren kann.

Sie ist von Beruf Restaurantfachfrau, was in ihrem Fall den angenehmen Nebeneffekt hat, dass in dem Restaurant ihres Arbeitgebers eine Kegelbahn vorhanden ist. Gelegentlich kann sie da mal so während ihrer freien Stunden ein paar Trainingseinheiten absolvieren.

Nun also nimmt sie an den Deutschen Meisterschaften teil. Dabei kann sie diesmal noch in der Altersklasse „Juniorinnen“ starten, im nächsten Jahr wird es in der Damen-Klasse dann schon schwieriger. „Da ist mehr Konkurrenz“, weiß sie. Wenn sie aber vielleicht diesmal nicht Meisterin wird, dann bricht für sie nicht die Welt zusammen, sagt Jessica. Sie hat, wie die Kollegin aus Celle, den olympischen Gedanken: „Dabei sein ist alles“.

Von Udo Genth