Triathlon

Britta Dressler siegt an einem genialen Tag

Nach 5:15 Stunden war alles vorbei. Doch die Anstrengungen in dieser Zeit hatte Triathletin Britta Dressler schnell vergessen.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 14. Jun 2022 | 17:15 Uhr
  • 15. Jun 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 14. Jun 2022 | 17:15 Uhr
  • 15. Jun 2022
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Celle.

Am Tag nach dem Wettkampf war Britta Dressler vom SV Altencelle noch ziemlich kaputt. Doch was bedeuten schon Müdigkeit und schmerzende Muskeln, wenn man kurz zuvor Norddeutsche Triathlon-Meisterin über die Mitteldistanz geworden ist? „Ich bin einfach nur superhappy über diesen Titel und über dieses für mich perfekte Rennen“, jubelte die ambitionierte Cellerin, die gewöhnlich mehr auf der doppelt so langen Ironman-Distanz zu finden ist.

Auf der Schwimmstrecke läuft alles nach Plan

Doch auch die in Hannover zu bewältigende Streckenlänge war mit 1,9 Kilometern Schwimmen, 90 Kilometern Radfahren und 21,1 Kilometern Laufen wahrlich kein Sprint. Schon beim Schwimmen im Lindener Hafen kommt Dressler trotz großer Startgruppe und dementsprechend ziemlich voller Strecke hervorragend zurecht. „Der gute Schwimmsplit von 35 Minuten war genau die Zeit, die ich mir nach meinen Verbesserungen im Wintertraining ausgerechnet hatte“, berichtete die 53-jährige.

Offensive Fahrweise mit neuer Rennmaschine

Nach schnellem Wechsel ging es auf die leicht wellige Radstrecke durchs Ahlemer Umland. Hier entscheidet sich die SVA-Triathletin, die ihre neue Rennmaschine erstmals unter Wettkampfbedingungen testen konnte, für eine offensive Fahrweise. Eine Taktik, die voll aufgeht. „Ich habe mich genau nach Plan verpflegt und mein Tempo trotz des starken Windes bis zum Schluss gleichmäßig durchgezogen“, erzählt Dressler. So war ihre Fahrzeit von 2:41 Stunden und der daraus resultierende 33er Schnitt schon eine echte Ansage an die Konkurrenz. Als erfahrene Triathletin wusste Dressler, dass sie auch mit müden „Radbeinen“ ausreichend gut laufen kann, wenn Energie und Flüssigkeitsaufnahme stimmen.

Alle drei Disziplinen auf den Punkt gebracht

Der abschließende Halbmarathon um die Wasserstadt Limmer wurde bei mittlerweile 25 Grad zwar erwartungsgemäß hart, doch Dresslers Plan ging auf. Mit 1:51 Stunden lief sie eine gute Zeit. „Mein Finish in persönlicher Bestzeit von 5:15 Stunden war der Abschluss eines genialen Tages. Diesmal habe ich tatsächlich alle drei Disziplinen zusammen auf den Punkt gebracht“, freute sich die 53-jährige, die nicht nur die AK 50 souverän gewann, sondern als Neunte der Gesamtwertung nebenbei auch alle Frauen der Altersklassen 40 und 45 hinter sich ließ.

Britta Dresslers zweiter großer Titel

Der damit verbundene Gewinn des Norddeutschen Meistertitels war nach der Deutschen Meisterschaft 2018 auf der Langdistanz Dresslers zweiter großer Titel. Ausruhen auf diesen Lorbeeren ist für die SVA-Athletin allerdings nicht angesagt. War die Mitteldistanz in Hannover doch nur der Testlauf für den Ironman Kärnten–Klagenfurt, der am 3. Juli über die Bühne gehen wird. Dort wird es für die triathlonverrückte Cellerin bereits die zwölfte Teilnahme an einem Ironman sein.

Von Jochen Strehlau

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