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Lokalsport Berlin ist keine Reise wert für TuS Celle 92
Sport Sport regional Lokalsport Berlin ist keine Reise wert für TuS Celle 92
20:44 14.12.2015
Von Heiko Hartung
Celle Stadt

Das Heimspiel gegen den TTC Düppel hatte der TuS Celle 92 aufgrund der WM-Teilnahme von Tobias Hippler verlegt, um mit der stärksten Mannschaft in Berlin antreten zu können. Doch die zusätzlichen Fahrt- und Übernachtungskosten haben sich für den Dritligisten nicht gelohnt. Mit 1:6 verlor Celle bei dem Zehlendorfer Klub. Doppelt bitter: Auch die Heimpartie am nächsten Tag gegen den SV Siek ging mit 1:6 verloren.

„Ich hatte mir in Berlin schon einen Punktgewinn erhofft. Wie das Ergebnis zeigt, waren wir weit davon entfernt. Aber trotzdem war es besonders für unsere beiden Jugendnationalspieler notwendig, weitere Spielpraxis gegen diese hochrangigen Gegner zu erhalten. Gegen Spielertypen wie Lietzau und den Ex-Celler Stürzebecher haben sie im Jugendbereich noch nie gespielt“, so Trainer Frank Schönemeier.

Dabei begann das Gastspiel gegen Düppel sehr positiv. Während Nils Hohmeier und Hippler gegen das Berliner Spitzendoppel nur knapp verloren (Knackpunkt war der dritte Satz, den Celle zu 19:17 verlor), gaben Yannick Dohrmann und Alexandru Mircea gegen ihre Gegner nur 15 Bälle ab und siegten klar mit 3:0. Es war der deutlichste Sieg des Tages.

Doch der Punkt aus dem Doppel zwei sollte für Celle der einzige des Tages bleiben. Im oberen Paarkreuz hielt Hippler drei Sätze gut mit und verlor davon zwei mit nur zwei Punkten Unterschied. Hohmeier konnte die einzige Celler Dreisatzniederlage nicht verhindern.

Patrick Strahl ließ den erfolgreichsten Celler Spieler Yannick Dohrmann überhaupt nicht ins Spiel kommen und besiegte ihn sicher. Alexandru Mircea machte zu viele Fehler beim Rückschlag der Aufschläge des Polen Radoslaw Zabski und die Celler lagen 1:5 zurück. Obwohl es nur noch um ein besseres Ergebnis ging, folgte das beste Spiel des Tages zwischen den beiden Spitzenspielern Markus Lietzau und Hohmeier. Der Celler Youngster Hohmeier führte mit 2:1 Sätzen. Doch Lietzau wehrte im vierten Satz mehrere Spielbälle ab, gewann 13:11 und holte sich auch den entscheidenden fünften Durchgang.

Kurz vor ein Uhr nachts kam die Celler Mannschaft nach dem Match enttäuscht in Celle an. Morgens um 10 Uhr kam der Tabellenzweite SV Siek zum letzten Spiel der Hinrunde in die Altstädter Schule.

Siek hat an den Positionen eins bis drei die besten Bilanzen aller Mannschaften und noch Chancen auf die Meisterschaft. Erneut weckten die Doppel Hoffnung bei Celle. Besonders von Hohmeier/Hippler waren die Zuschauer begeistert. Es gelang ihnen eines der Spitzendoppel der Liga (Wang/Trommer) im entscheidenden fünften Satz mit 14:12 zu besiegen. Im zweiten Doppel brachen Dohrmann/Mircea nach zwei gewonnenen Sätzen ein.

Im oberen Paarkreuz verloren Hohmeier und Hippler knapp, dann folgte die positive Überraschung: Alexandru Mircea machte gegen den Sieker Daniel Cords sein bisher bestes Spiel für Celle. Im Entscheidungssatz hatte er mehrere Matchbälle, um dann doch mit 14:16 zu verlieren. „Es ist offensichtlich, dass Alexandru spielerisch gut mithalten kann, falls er nicht zu viele Fehler im Rückschlagbereich macht“, lobte Coach Björn Ungruhe.