Speedskaten

Das Beste kommt zum Schluss

Mit insgesamt fünf Medaillen kehrten die Teilnehmer vom Skate Team Celle von den Norddeutschen Meisterschaften zurück.

  • Von Uwe Meier
  • 15. Jun 2022 | 16:34 Uhr
  • 21. Jun 2022
  • Von Uwe Meier
  • 15. Jun 2022 | 16:34 Uhr
  • 21. Jun 2022
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Celle.

Bei den norddeutschen Meisterschaften der Speedskater in Berlin konnten die Sportler des Skate-Team Celle fünf Medaillen erringen. Herausragend war das Staffelgold der Jugendmannschaft. Hinzu kamen noch vier Silbermedaillen und zahlreiche Finalteilnahmen.

Die norddeutschen Meisterschaften sind nach der DM das am besten besetzte nationale Rennen Deutschlands, denn hier gehen nicht nur Sportler aus den klassischen norddeutschen Bundesländern an den Start, sondern auch die aus sämtlichen ostdeutschen Ländern.

Die nicht als Sprintspezialisten bekannten Celler überraschten gleich zum Auftakt, als sich Martin Rumpf mit einem fulminanten Halbfinallauf in 44,1 Sekunden über 500 Meter für das Finale der besten vier Herren qualifizierte. Dort hatte er gegen gleich drei Sportler aus Gera nicht viel auszurichten. Sein Vater Thomas Rumpf hatte über diese Distanz bei den Masters mehr Erfolg. Er holte die erste Silbermedaille für das Celler Skate-Team.

Bei den Entscheidungen über 1000 Meter erreichten sechs Celler die Finals der letzten Acht. Janek Weber musste sich in der Jugendklasse nur um eine zehntel Sekunde im Kampf um Bronze geschlagen geben. Und wieder war es Thomas Rumpf, der für Silber sorgte.

Auf "langen Kanten" gut unterwegs

Am zweiten Tag der Veranstaltung standen die „langen Kanten“ auf dem Programm. Janek Weber zeigte ein starkes Vorstellung im 5000-Meter-Punkte-Rennen. Dabei riss er zusammen mit dem Leipziger Jannes Seyfarth aus der Spitzengruppe aus und fuhr der Konkurrenz auf und davon. Am Ende sicherte sich der Celler im Zielsprint sogar knapp den Sieg. Aber bei einem Punkterennen zählen auch die in den Zwischensprints gewonnenen Punkte und hier war der Leipziger etwas erfolgreicher gewesen, sodass Janek Weber die Silbermedaille gewann. Seine Vereinskameraden Malte Byrne und Maximilian Bonin erreichten die Ränge sieben und acht in diesem Lauf.

In der gleichen Disziplin der Damen dieser Altersklasse belegten Emma Mau und bei den Junioren Felix Byrne ebenfalls achte Plätze. Martin Rumpf zeigte ein wildes Rennen und seine unermüdlichen Attacken brachten ihm sogar einige Punktewertungen, aber noch viel mehr Sympathie beim Publikum ein. Für ihn reichte es zum sechsten Rang. Thomas Rumpf über 3000 Meter der Masters musste sich erst nach einen starken Zielsprint um zwei Zehntelsekunden im Kampf um den Sieg geschlagen geben.

Celler Staffel siegt mit großem Vorsprung

Den Abschluss der Veranstaltung bildeten die Staffelrennen. Mit Janek Weber, Malte Byrne und Maximilian Bonin hatte das Celler Team drei gute Sportler in einer Altersklasse zur Verfügung zu haben. Ärgerlich war nur, dass Malte Byrne das ganze Wochenende unter einer Muskelverspannung litt und ihm Starts und schnelle Antritte schwerfielen. In dieser Situation bewies Trainer Thomas Rumpf ein glückliches Händchen, indem er eine völlig unorthodoxe Wechselfolge für sein Team austüftelte. So war es sogar Malte Byrne, der das Celler Team in der dritten Runde in Führung brachte und auch Maximilian Bonin ließ sich bei seinem ersten großen Rennen nicht nervös machen und hielt den Vorsprung konstant. Somit musste Janek Weber, der die Verantwortung sowohl als Start- wie auch als Zielläufer trug, seine Stärken am Ende gar nicht mehr zeigen. Das Celler Team hatte sich einen satten Vorsprung von gut 50 Metern herausgefahren. Damit war das erste Staffelgold bei einer NDM für das Skate-Team Celle perfekt.

Martin Rumpf und Felix Byrne hatten bei der Staffel der Herren Pech und wurden durch stürzende Gegner behindert, sodass ihnen nur der fünfte Rang blieb.

Das Skate-Team hatte auch zwei Schüler mit am Start, aber Luisa Wolter und Philipp Seffers fehlte nach zweijähriger Corona-Unterbrechung die nötige Wettkampfpraxis, sodass sie es in den stark besetzten Feldern schwer hatten. Immerhin sprangen für Philipp noch zwei vierte Ränge über 1000 Meer und beim Parcours heraus.