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Lokalsport Absteiger HSG Lachte-Lutter überrascht
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13:41 13.06.2010
Handball-Oberliga Frauen: HSG Lachte-Lutter vs. SV Garßen-Celle II am 03.05.2009
Handball-Oberliga Frauen: HSG Lachte-Lutter vs. SV Garßen-Celle II am 03.05.2009 Quelle: Torsten Volkmer
Lachendorf

Ersatzgeschwächt trat MTV Post Eintracht Celle am vorletzten Spieltag der Handball-Oberliga Frauen die Auswärtsfahrt zur HSG Northeim an und unterlag deutlich. Dagegen konnte die HSG Lachte-Lutter nach langer Zeit wieder einen Sieg feiern. Und den ausgerechnet im Kreisderby gegen den favorisierten SV Garßen-Celle II.

HSG Northeim - MTV Post Eintracht Celle

34:22 (18:12)

Mit der höchsten Saisonniederlage überhaupt musste sich MPE der starken HSG Northeim geschlagen geben. Das Spiel des Teams um Trainer Alexander Grah fand unter denkbar ungünstigen Voraussetzungen statt. „Wir mussten auf unsere beiden Torfrauen Sonja Stanke und Claudia Wolter verzichten. Adriane Zywicki ist auch ausgefallen. Das hat die Mannschaft aus dem Konzept gebracht.“ Im Gegensatz zu MPE hatte Northeim viele Wechselmöglichkeiten und hielt das Tempo über die gesamte Partie hoch.

Mitte der ersten Halbzeit hatten sich die HSG auf 12:4 abgesetzt. MPE kam auf 12:8 ran und hielt den Abstand bis zum Stand von 15:11. „Bis dahin sah es so aus, als wenn wir noch was reißen könnten. Dann sind wir immer weiter zurückgefallen.“

Zu Beginn der zweiten Hälfte mobilisierte MPE alle Kräfte und verkürzte erneut auf 18:14. Spätestens beim Stand von 23:15 ging dem Team dann jedoch die Luft aus. „Wir waren heute fast ohne Wechselmöglichkeiten. Northeim war einfach die bessere Mannschaft.“

MTV Post Eintracht Celle: Hoffmann, Deutsch (2), Tetens (5), Grah (1), Niebuhr (5), Windisch (4), Skorek (3), Hoffmann (2), Frost.

HSG Lachte-Lutter - SV Garßen-Celle II 28:27 (15:11)

Dieses Spiel hat wieder einmal bewiesen, dass die Gesetze im Derby andere sind. „Es war eine katastrophale Leistung, die wir da abgeliefert haben,“ resümiert Inga Kahle vom SVG II die Partie. Die ersten Minuten des Spiels verliefen so, wie es eigentlich zu erwarten gewesen war. Garßen ging schnell mit 3:1 in Führung. Wenig später lief Maren Thieme für den SVG II einen Gegenstoß, schaute dabei nach hinten und prallte mit der Torhüterin von Lachte-Lutter, Ann-Christin Bührke, zusammen. „Das sah wirklich schlimm aus. Für Sekunden dachten wir, dass beide nicht mehr aufstehen.“

Als Konsequenz aus diesem Unfall wurde die Torfrau mit einer roten Karte vom Platz geschickt. Als Ersatz musste die Feldspielerin Petra Colditz ins Tor. Diese meisterte ihre Aufgabe mit Erfolg. Von dem Moment an kam Lachte-Lutter immer besser ins Spiel und drehte den Spielstand zu einem 10:9. „Meine Mannschaft muss irgendwie der Ansicht gewesen sein, dass wir die Partie mit einer Feldspielerin im Tor in der Tasche haben,“ so Kahle. „Wir hatten von dem Moment der Auswechslung an nur noch Fehlpässe und technische Fehler.“

In der zweiten Hälfte baute Lachte-Lutter den Vorsprung auf 18:12 aus. Ab der 45. Minute kam der SVG bis auf drei Treffer ran (21:18) und hielt diesen Abstand bis zur 52. Minute (24:21). Von da ab wurde es noch einmal richtig spannend. Zunächst setzte sich Lachte-Lutter in Unterzahl auf 26:21 ab. Dann ließ bei den Gastgeberinnen ein wenig die Konzentration nach. Bis zur 58. Minute verringerte Garßen den Rückstand auf 26:25. Im Gegenzug traf die HSG zwei Mal in Folge (28:25). Die letzte Minute des Spiels gehörte dem SVG, der buchstäblich in letzter Sekunde den 28:27-Endstand erzielte. „Diesmal hatten wir genug Spielerinnen und haben von Anfang an versucht das Tempo möglichst hoch zu halten. Wir haben eine gute Mannschaftsleistung gezeigt,“ sagt der gastgebende Trainer Oliver Colditz. „Besonders in den Vordergrund gespielt haben sich heute unsere Youngster und Sarah Dralle mit ihren acht Feldtoren.“

HSG Lachte-Lutter: Bührke, P. Colditz, Kerstan (2), Gadau, Dralle (8), Oppermann (1), And. Colditz (3). Ann. Colditz (8), Reißberg (3), S. Marwede, J. Marwede, Klein, Müller (4), Hodel.

SV Garßen-Celle II: Körner, Sohnemann, Simon (2), Hustedt, Könecke (2), Seturski (3), Schneeberger, Meinert, Raack (8), Thieme (9), Kahle (3).

Von Meike Grieger