Deutsche Meisterschaften

Kampf gegen Sonne, Wind und Regen

Bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften in Leinefelde zeigten Celles Leichtathleten eine gute Form. Drei Medaillen gab es als Belohnung.

  • Von Uwe Meier
  • 17. Juli 2019 | 05:58 Uhr
  • 12. Juni 2022
Annett Kramer vom SV Nienhagen lief sich bei Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Senioren zur Bronzemedaille.
  • Von Uwe Meier
  • 17. Juli 2019 | 05:58 Uhr
  • 12. Juni 2022
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Celle.

Die äußeren Bedingungen luden nun nicht gerade zu Höchstleistungen ein. Doch letztlich ließen sich die Leichtathleten bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften vom Wechselspiel zwischen Sonne, Regen und Wind nicht aufhalten. Auch fünf Athleten vom SV Nienhagen und LAZ Celle stellten sich den Herausforderungen. Und das durchaus erfolgreich. Immerhin nahmen Gustav Peters (LAZ Celle) und Annett Kramer (SV Nienhagen) insgesamt drei Bronzemedaillen mit auf die Heimreise.

Kampf gegen schlechtes Wetter und Konkurrenz

„Das Wetter war wirklich schlecht“, meinte Annett Kramer vom SV Nienhagen. „Es hat teilweise geschüttet wie aus Eimern.“ Wirklich etwas ausgemacht zu haben, schien es der Nienhägerin aber nicht. Bei strömendem Regen lief sie über die 80 Meter Hürden in der Altersklasse W50 in 14,35 Sekunden auf den fünften Platz. Den Fokus hatte sie vor den Titelkämpfen allerdings auf die 300-Meter-Hürden gelegt. Die neue Titelträgerin wurde dabei in Leinefelde in zwei Zeitläufen ausgelaufen. „Mit war klar, dass ich meinen Lauf gewinnen musste, um die Chance auf eine Medaille zu wahren“, so Kramer. In neuer Bestzeit von 55,67 Sekunden gelang der Nienhägerin das auch – und es reichte am Ende zur Bronzemedaille. „Dem schnellen Start musste ich auf den letzten 100 Metern Tribut zollen“, sagte sie, „sonst wäre sogar Silber möglich gewesen.“ Das sicherte sich ihre Dauerkonkurrentin Grit Kirchner-Fengkohl (Fortuna Wirdum) in 55,55 Sekunden.

Zweimal Bronze für Gustav Peters

Noch erfolgreich absolvierte Gustav Peters (M65) vom LAZ Celle seine Auftritte in Leinefelde. In zwei Disziplinen am Start schaffte er es beide Mal auf das Podium. Dabei bewies er zugleich seine Vielfältigkeit. Am ersten Wettkampftag holte er sich mit übersprungenen 1,40 Meter im Hochsprung die erste Bronzemedaille. Seine Bilanz krönte er am zweiten Wettkampftag mit einem gelungenen Lauf über 300-Meter-Hürden (58,56 Sekunden). Chancen auf den Sieg hatte er allerdings nicht. Über die 300 Meter war Heinz Baseda (Harburg) gleich fast fünf Sekunden schneller.

Keine Medaillen trotz guter Leistungen

Sein Klubkamerad Carsten Tolle (M50) erreichte den Endkampf im Weitsprung. Dort lag er im letzten Versuch mit gesprungenen 5,22 Meter noch auf dem fünften Platz. Doch dann wurde er von Gimmy Stefan (Oldenburg) noch überflügelt. „Ich bin dennoch vollauf zufrieden“, sagte er zu seinem sechsten Platz.

Aufgrund ihrer Achillessehnenprobleme waren die Voraussetzungen für Wiebke Woehlert (SV Nienhagen/W40) für die Titelkämpfe nicht unbedingt optimal. Bei kühlen 13 Grad lief sie 400 Meter (67,85 Sekunden) und 200 Meter (29,27) jeweils auf den siebten Platz.

Ewald Richter (M70) landete mit einem starken Lauf über die 400 Meter mit neuer persönlicher Bestzeit (73,87) auf dem undankbaren vierten Platz und verpasste damit die Bronzemedaille knapp.

Dank des guten Trainings von Trainers Ingo Heinze, der selbst aufgrund von Knieproblemen nicht starten konnte, waren die Athleten des SV Nienhagen mit ihren Leistungen zufrieden.