2. Bundesliga

Nienhäger Judoka fühlen sich benachteiligt

Der SV Nienhagen verliert knapp beim Braunschweiger Judo Club. Das Team verkauft sich jedoch stark. Ärger gibt es über Entscheidungen zugunsten des Gegners.

  • Von Lisa Brautmeier
  • 23. Mai 2022 | 17:30 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Lisa Brautmeier
  • 23. Mai 2022 | 17:30 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Braunschweig.

Wieder hat es knapp nicht gereicht. Die Judoka des SV Nienhagen bleiben in der 2. Bundesliga Nord-West weiter ohne Punkte, haben sich gegen den Braunschweiger JC aber stark verkauft. Nach der Hinrunde lagen sie noch mit 4:3 vorne, am Ende unterlagen sie jedoch mit 6:8.

Starker Beginn des SVN

Der SVN musste mit einer Rumpftruppe zum einzigen Niedersachsen-Duell anreisen. Während die Braunschweiger nur eingekaufte Athleten, sechs davon aus dem Ausland, auf die Matte schickten, startete Nienhagen - wie immer - mit Eigengewächsen. Trotzdem konnte gleich Jan-Marek Meyer in der Klasse bis 81 Kilogramm auftrumpfen und gegen den Weltmeisterschafts-Starter Fares Badawi mit vollem Punkt gewinnen. "Er ist in dem Kampf über sich hinausgewachsen", freut sich SVN-Trainer Maik Edling. Auch Christian Struck (bis 100 Kilogramm) überraschte und besiegte den tschechischen Meister Radim Knapek nach einer Würgetechnik mit vollem Punkt.

Zudem holten in der Hinrunde Felix Edling (bis 66 Kilogramm) gegen Till Warnke und Sebastian Wendt (über 100 Kilogramm) gegen Volker Klöß Punkte für die Pausenführung. Niederlagen setzte es für Thore Meyer (bis 60 Kilogramm) gegen Artur Belarmino, Manuel Andr Ndombaxi (bis 73 Kilogramm) gegen Nils Bentgerodt und Bengt Schulz (bis 80 Kilogramm) gegen Jäde Frederik.

Edling und Struck gewinnen doppelt

In der Rückrunde gewannen erneut Edling, dieses Mal gegen Felix Thormann, und Wendt erneut gegen Klöß. Weitere Punkte blieben aus, jedoch zeigten die Athleten eine starke Leistung. So stand der eingewechselte Johannes Koschel (bis 73 Kilogramm) gegen Bentgerodt trotz vorheriger Zahnoperation auf der Matte. Hervorzuheben ist auch die Leistung des 18-jährigen Thore Meyer, trotz seiner zweiten Niederlage gegen Belarmino. "Obwohl er kaum das erforderliche Mindestgewicht erreicht, zeigte er starke Kämpfe mit vielen gefährlichen und schönen Ansätzen", ist Edling zufrieden. Weitere Niederlagen gab es für Jan-Marek Meyer im Revanche-Kampf mit Badawi, für Ronan Maier (bis 90 Kilogramm) gegen Jäde Frederik und auch Struck konnte gegen Frederik Knospe keinen zweiten Sieg einfahren.

Trainer legt Beschwerde ein

"Er ist in Rückstand geraten, aber das war kein voller Punkt", ärgert sich Edling über die Schiedsrichter. Insgesamt war er mit den Entscheidungen und dem Ablauf höchst unzufrieden. Er hat Beschwerde eingelegt, da er sich zu oft benachteiligt fühlte. So soll die Braunschweiger Tischbesetzung unter anderem Haltegriffzeiten zu spät gestoppt haben. "Zudem wurden die Regeln von den Kampfschiedsrichtern bei uns teilweise anders ausgelegt", sagt Edling. Trotzdem herrschte am Ende kein böses Blut zwischen den Mannschaften. "Man hat sich abgeklatscht und eine gute Fahrt gewünscht. Alles andere würde nicht zum Sport passen", meint der SVN-Trainer.

Mit der erneuten Niederlage bleibt das Team auf dem letzten Rang. Jetzt folgt zunächst eine längere Pause. Der nächste Wettkampf steht erst am 18. Juni in der Sporthalle am Jahnring an. Um 14 Uhr ist Bayer Leverkusen zu Gast.