Verbandsliga Männer

SV Altencelle dicht vorm großen Ziel

Kampf um den Klassenerhalt in der Verbandsliga: Der SV Altencelle braucht noch einen Sieg, TuS Bergen ein kleines Wunder.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 21. Mai 2022 | 08:30 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 21. Mai 2022 | 08:30 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Celle.

Die Männer vom SV Altencelle bereiten die Feierlichkeiten zum Klassenerhalt in der Handball-Verbandsliga Niedersachsen vor. Mit einem Sieg gegen HSV Warberg/Lelm wäre alles klar. Es könnte aber auch ein schlechteres Ergebnis reichen. TuS Bergen feilt derweil am Wunder, spielt beim Favoriten TSV Daverden um die aller-aller-allerletzte Chance auf den Nicht-Abstieg in der Nordsee-Staffel.

SV Altencelle – HSV Warberg/Lelm (Samstag, 19.15 Uhr)

Groß war der Jubel nach dem erhofften, aber in der souveränen Art und Weise von den wenigsten erwartete Sieg gegen Anderten. „Da wollen wir natürlich weiter machen“, hofft SVA-Trainer Lars Lehnhoff. Problem: Mit der Mannschaft vom HSV kommt ein richtig starker Kontrahent in die HBG-Halle, der noch Aufstiegsambitionen hat. Wenn es gelingen soll, den Favoriten zu überraschen, muss die Deckungsarbeit stimmen, vor allem die wurffreudigen Felix Liebing (140 Tore) und Tim, dem jüngsten Spross der Warberger Handballdynastie Gronde (109 Buden) müssen die Altenceller gnadenlos zustellen, sonst schlägt es von allen Seiten im SVA-Gehäuse ein.

Beim SVA gibt es keine größeren Verletzungsprobleme, so dass die Rot-Gelben erneut eine 60-minütige Topleistung abrufen könnten. Und die würde dann eine Mega-Party mit den positiv-verrückten Altenceller Fans nach sich ziehen, von der Celle noch lange sprechen würde. Was ja auch schöner ist, als den Klassenerhalt auf einer Raststätte auf der A7 zu feiern, denn eine Woche später geht es in Richtung Hessen zur TG Münden. Aber wer weiß – vielleicht reicht ja auch eine Niederlage, wenn gleichzeitig die anderen Ergebnisse, zum Beispiel von der HG Elm, entsprechend ausfallen.

TSV Daverden – TuS Bergen (Samstag, 17.30 Uhr)

Grundsätzlich sind es für Bergen schwere Voraussetzungen, da das Team mit dem Haftmittelverbot schon in Heidmark absolut nicht klar kam. Daverden hat sich aus der Abstiegszone inzwischen ins gesicherte Mittelfeld abgesetzt – und das auch der eigenen Heimstärke zu verdanken. Selbst Spitzenteams wie Bremervörde und Fredenbeck kamen zum Beispiel nur zu sehr glücklichen Siegen. Allerdings hat sich das Gesicht der Mannschaft zu großen Teilen geändert – dank vieler Verstärkungen.

Neben den etatmäßigen Torschützen Klimach, Wilkens (beide Rückraum Mitte), Wünsche und Fastenau tragen sich nun auch die Herren Fromm, Emigholz und Kuchenbäcker emsig in die Torschützenliste ein. Es kommt von allen Positionen Torgefahr, die Mannschaft ist sehr schwer auszurechnen. Dass dann noch eine stabile 6:0-Abwehr dazu kommt, macht die Aufgabe nicht leichter.

Das Hinspiel hat Bergen 20:23 verloren, nachdem es kurz vor Ende noch 20:20 stand. „Diese Niederlage war für den weiteren Verlauf der Saison sehr bitter, denn das Spiel wollten wir unbedingt gewinnen“, erinnert sich Trainer Jörg Matthe. „Wenn wir dieses Mal mithalten und das Spiel ausgeglichen gestalten können, haben wir schon viel erreicht“.

Allerdings sieht es personell nicht gut aus Die Torhüter Stephan Brandl und Andr Lühmann fallen definitiv aus, Tobias Schack oder Jan Fischer können diesmal auch nicht aushelfen. „Insgesamt haben wir einen sehr großen Kader, aber die Anzahl unserer Ausfälle in den letzten Spielen nimmt schon unerklärbare Ausmaße an. Egal, wir machen das Beste daraus, außerdem kann der Gegner auch Schwierigkeiten haben“, meint Matthe, der wieder auf Felix Becker und eventuell auf Finn Witthoeft zurückgreifen kann.

Von Stefan Mehmke

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