Verbandsliga Männer

TuS Bergen braucht fünf Siege aus fünf Spielen

TuS Bergen steht mit dem Rücken zur Wand und hat zwei schwere Heimspiele vor der Brust. Anders sieht die Stimmung beim SV Altencelle aus.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 27. Mai 2022 | 16:00 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 27. Mai 2022 | 16:00 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Celle.

Handball-Verbandsligist TuS Bergen im Stress: In der Nordseestaffel steht für die Matthe-Mannen eine Doppelveranstaltung mit den letzten beiden Heimspielen an. Am Samstag um 19.30 Uhr geht es gegen den Viertletzten Eickener SpVg und am Sonntag gastiert die zweite Vertretung des Wilhelmshavener HV am Heisterkamp.

Die Spiele bilden den für diese Saison den Abschied von den Heimspiel-Zuschauern – und wahrscheinlich auch den endgültigen Abschied von der Verbandsliga. Denn nunmehr steigen vier Teams ab. Bergen hat im Juni noch drei Auswärtsspiele. Selbst fünf Siege in fünf Spiele reichen nur theoretisch.

Ganz anders die Stimmungslage in Altencelle: Der Klassenerhalt in der Niedersachsenstaffel steht fest, die Mannschaft geht mit dem Team und den Fans am Samstag auf eine stimmungsvolle Auswärtsfahrt zur TG Münden.

TuS Bergen – Eickener SpVg (Samstag, 19.30 Uhr)

Die Frage nach der Motivation stellt sich für Bergen nicht. Das eigene Publikum – und das gleich zweimal – ist Anreiz genug. Eicken ist mittlerweile auf einem Abstiegsplatz angekommen, steht also mächtig unter Druck, während die Chancen Bergens eher theoretischer Natur sind.

Hinspiel ging an Eicken

Das Hinspiel verlor TuS 23:26 verloren, nachdem sich Eicken nach einer Berger Aufholjagd gerade noch ins Ziel rettete. Die Gäste spielten damals eine sehr offensive 3-2-1-Verteidigung, die TuS überraschte und anfangs vor erhebliche Probleme stellte. „Wir müssen den Ball laufen lassen und dürfen keine Einzelaktionen probieren“, lautet das Rezept von Trainer Jörg Matthe.

Besonderes Augenmerk muss seine Deckung auf den Rückraumlinken Nils Sundermann (118 Tore in 24 Spielen) legen, den Bergen im Hinspiel nicht in den Griff bekam. Die Achse von Mitterückraum Christian Wetzstein mit Kreisläufer Jonas Visse funktioniert ebenfalls gut.

"Einfach gut spielen"

Obwohl weiter nur ein begrenzter Kader zur Verfügung steht, will TuS das Spiel offen halten und gewinnen, wenn die Kondition reicht. „Das gewonnene Heimspiel gegen Neerstedt hat gezeigt, dass wir Punkte einfahren können, wenn alle an ihr Limit gehen“, so der Coach, „Eicken hat den Druck des Gewinnen müssen, um sich von den Abstiegsplätzen zu befreien. Wir wollen einfach gut spielen.“

TuS Bergen – Wilhelmshavener HV II (Sonntag, 17 Uhr)

In Wilhelmshaven nahm Bergen mit 19:35 die höchste Saisonniederlage hin. Der Gegner besteht aus vielen jungen Talenten, die auf dem Sprung in die erste Mannschaft sind und einigen älteren Spielern mit Zweitligaerfahrung, die die jungen Spieler im Spiel führen und anleiten.

Der WHV liegt mit 27:17 Punkten „nur“ auf Platz sechs, hat aber die Klasse, Platz zwei noch zu erreichen. Möglich macht das auch der riesige Kreisläufer Thorben Hackstein, der kaum zu stoppen ist, wenn er einmal den Ball hat. Paul Neumann ist ein torgefährlicher Regisseur und Justin Herrmann trifft häufig zweistellig, insgesamt 150 Mal in 17 Spielen.

„Wir warten wir einfach mal ab, wer gegen uns aufläuft“, so Jörg Matthe, der hofft, dass an diesem Wochenende wieder mehr Spieler zur Verfügung stehen als zuletzt, zumal die Belastung für Bergen enorm ist.

TG Münden – SV Altencelle (Samstag, 19.30 Uhr)

29:26 hat der SVA das Hinspiel gewonnen, aber auch damals große Mühe mit TG-Altstar Christian Grambow, der zehn Tore erzielte. Der gebürtige Schweriner stammt aus der Handballschule des SC Magdeburg und hat bereits Zweit- und Drittligaerfahrung gesammelt – und ist nach seinem Abschied 2018 wieder da – im dritten Frühling.

Münden extrem heimstark

Für SVA-Trainer Lars Lehnhoff gehört der Gegner sowieso zu den spielerisch stärksten der Liga und ist vor allem in eigener Halle eine Macht. Und Münden beweist das immer wieder, denn sie trotzten zuletzt sogar dem souveränen Staffelsieger Alfeld ein Unentschieden ab. „Wir wollen natürlich unbedingt beide Punkte. Das letzte Spiel willst du immer gewinnen, damit du eine schöne Sommerpause hast“, lautet das klare Ziel des Coaches.

Zudem gebietet die Fairness hundertprozentigen Einsatz, denn Münden kann noch auf den viertletzten Abstiegsplatz landen, wenn die HG Elm seine letzten beiden Spiele gewinnt und Münden gegen Altencelle nicht punktet. Gefeiert wird bei Altencelle erst auf der Rückfahrt, denn die Mannschaft hat einen Riesebus gechartert und alle Helfer rund um den Klub eingeladen – und ein paar Fans fahren ebenfalls mit.

Von Stefan Mehmke

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