Verbandsliga Männer

Bergens Team will „lange und geduldig zocken“

Schwere Aufgaben in der Handball-Verbandsliga Männer: TuS Bergen bekommt es mit dem Spitzenreiter zu tun.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 28. Jan. 2022 | 14:45 Uhr
  • 12. Juni 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 28. Jan. 2022 | 14:45 Uhr
  • 12. Juni 2022
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Bergen.

Krasser Außenseiter in der Handball-Verbandsliga der Männer ist TuS Bergen. Denn es gastiert der Tabellenführer TSV Bremervörde am Heisterkamp. Etwas leichter – aber umso wichtiger – ist das Gastspiel des SV Altencelle beim MTV Rosdorf: ein direktes Duell um den Klassenerhalt, ein Vier-Punkte-Spiel.

TuS Bergen – TSV Bremervörde (Samstag, 19.30 Uhr)

Unterschiedlicher könnte die Ausgangssituation kaum sein: Der abstiegsgefährdete Gastgeber aus Bergen empfängt der aufstiegs-ambitionierten Tabellenführer. Bremervörde hat 16:4 Punkte auf dem Konto und gehört zu den körperlich robustesten Mannschaften der Liga.

So stellt der Gegner aus dem Kreis Rotenburg eine sehr kompakte 6:0-Abwehr mit hochgewachsenem Innenblock. „Einfache Tore sind da kaum möglich, eventuell über die erste Welle. Wir müssen im Angriff lange und geduldig zocken. Vielleicht bekommen wir sie dann müde“, so Trainer Jörg „Jimmy“ Matthe.

Im Training konzentrierte er sich weiterhin auf die Abwehrarbeit – und darauf, die Spielzüge, ohne technische Fehler durchzuspielen. „Aktuell fehlt uns noch die Ruhe und Übersicht, aber es wird schon besser“, so Matthe, der erneut auf den kompletten Kader mit Drittliga-Rückkehrer Maxi Kirchhoff und Leistungsträger Felix Becker zurückgreifen kann.

Dreh- und Angelpunkt der Gäste ist Felix Weber, der Rückraum Links und Mitte spielt. Zusammen mit Kreisläufer Jan Thöde bildet er eine gefährliche Achse. Diesen spielen aber alle TSVer gut an – selbst mit fuchsigen Pässen von den Außen. Grundsätzlich pflegt Bremervörde einen schnellen, sicheren Ball, kommt durch Parallelstoß über Außen zu simplen Toren auf Rechtsaußen.

„Die spielen wirklich clever und abgezockt. Natürlich sind wir klarer Außenseiter, aber wir wollen lange mithalten. Mal sehen, was dann dabei herauskommt. Der TSV ist sicherlich nicht die Mannschaft, an der wir uns messen lassen müssen“, so der Coach.

Allerdings hat TuS das klitzekleine Problem, dass in den kommenden Spielen nach Bremervörde (1.) mit Oyten (2.) und Fredenbeck (4.) sowie in Eyendorf schwere Brocken auf die Grün-Weißen warten.

MTV Rosdorf – SV Altencelle (Samstag, 18 Uhr)

Die weite Reise ohne Fans und Trainer macht Altencelle dennoch keine Angst. Lars Lehnhoff fährt nicht mit, weil er gleichzeitig mit Burgwedel in Braunschweig auf der Platte steht. Aber Co-Trainer Felix Michelmann hat das im Griff und ist auf alles vorbereitet.

Rosdorf lässt „nur“ fünf Gästefans zu. Somit fast auf sich allein gestellt, reist der SVA dennoch selbstbewusst nach Südniedersachsen: „Wir sind gut genug, um das Spiel zu gewinnen. Und das wollen wir auch“, so Lehnhoff. Stärken sieht er bei den Gastgebern vor allem im Zusammenspiel mit den Kreisläufern und in der ersten und zweiten Welle. Einen Top-Shooter haben die Göttinger nicht. Allerdings: Sie stellen eine vernünftige 6:0-Abwehr und haben mit Kapitän Niklas Seebode einen Super-Keeper in ihren Reihen.

So erklärt sich auch die torarme 15:19-Niederlage im Derby gegen Oha. Prominentester Mann der Gastgeber ist Trainer Erik Hogreve. Der 50-Jährige schaffte in den 90ern vier Bundesligaspiele mit der SG Flensburg-Handewitt. Für die Altencelle kein Thema: Ihr Coach hat einige Spiele mehr in Liga 1 absolviert. Sie gucken auf sich und wollen die Punkte mitnehmen. Dazu braucht das SVA-Team mehr Stabilität und Konstanz als im glücklichen, aber insgesamt etwas enttäuschenden Remis gegen Elm.

Wie wichtig das Spiel ist, zeigt der Blick auf die Tabelle. Rosdorf ist Drittletzter mit 7:15, Altencelle Zehnter mit 8:12. Im Falle einer Niederlage könnte der SVA sogar auf den vorletzten Platz zurückfallen. Druck ist also da.

Von Stefan Mehmke

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