Oberliga Frauen

SV Altencelle setzt sich die Krone auf

Der Jubel war groß, die Feier ging lang: Die Handballerinnen des SV Altencelle schaffen den Aufstieg in die 3. Liga. So lief das entscheidende Spiel. (+Galerie)

  • Von Lisa Brautmeier
  • 22. Mai 2022 | 17:22 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Lisa Brautmeier
  • 22. Mai 2022 | 17:22 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Celle.

„Meistertrainer, Meistertrainer“, schallte es durch den Kabinengang, ein Konfettiregen wirbelte herunter. Die Spielerinnen ließen ihr Trainerteam hochleben, zuvor hatten sie sich in der HBG-Halle bereits selbst gefeiert. Die Handballerinnen des SV Altencelle spielen nächste Saison in der 3. Liga. Mit 35:22 (15:9) besiegten sie den Oberliga-Siebten MTV Rosdorf und machten damit den Aufstieg perfekt.

Zum Meister gekrönt

Während der zweiten Halbzeit wurden die Fans immer lauter. Es war früh klar, dass der SVA sich diesen Sieg nicht mehr nehmen lassen würden. Nach dem Abpfiff gab es kein Halten mehr, die Spielerinnen stürmten von der Bank auf ihre Teamkolleginnen zu und tanzten gemeinsam auf der Fläche. „T-Shirts mit der Aufschrift „Meister“ wurden herumgereicht, die erste goldene Pappkrone bekam niemand geringeres als Trainer Martin Kahle aufgesetzt, der richtig stolz auf sein Team ist. „Das war eine richtig starke Mannschaftsleistung, trotz dieser langen Saison. Alle sind müde, haben aber noch einmal alles gegeben“, freut sich Kahle.

Schnelle 7:1-Führung

Dass die Spielerinnen nach der verpassten Chance in Peine endlich den Aufstieg perfekt machen wollten, war bereits zu Beginn der Partie zu spüren. Der SVA kam sehr gut ins Spiel, die Abwehr und Torhüterin Julia Garbe ließen wenig zu. Nach sechs Minuten stand es schon 4:1, die Gäste nahmen die erste Auszeit – allerdings ohne die erhoffte Wirkung. Bereits den nächsten Angriff wehrte Garbe erneut ab und leitete sofort mit einem Pass auf Trisha-May Adam den Tempogegenstoß ein, den sie auch zum Torerfolg nutzte. Der SVA baute die Führung auf 7:1 aus (11.). „Wir sind richtig gut reingekommen, das hat uns die nötige Sicherheit gegeben“, sagt Kahle.

Bahls nicht aufzuhalten

Mitte der ersten Hälfte wechselte der Trainer das erste Mal durch. Er brachte Lara Niemann und Kira Makenthun, die beide sofort präsent waren und zu Treffern kamen. Dann folgte jedoch ein kurzer Schockmoment: Fabienne Bahls kam durch einen Kontakt mit einer Gegnerin beim Tempogegenstoß zu Fall und blieb für mehrere Sekunden liegen. Sie fasste sich an den schmerzenden Kopf, konnte aber weitermachen. Zum Glück, denn sie ragte mit ihren zwölf Toren aus der Mannschaft heraus.

Kurz vor der Pause kam Rosdorf dann noch ein wenig heran, sodass Kahle beim Stand von 13:9 (29.) seine erste und einzige Auszeit im gesamten Spiel nahm. „Ziel war es, selbst noch ein Tor zu werfen und dann keins mehr zu kassieren. Das ist super aufgegangen“, so Kahle. Denn zuerst traf Niemann und dann wehrten sie den Rosdorfer Angriff so ab, dass Bahls noch einen Tempogegenstoß verwerten konnte. So ging es mit einem komfortablen Vorsprung in die Pause.

Party in der HBG-Halle

In der zweiten Hälfte ließ der SVA den Gegner nicht noch einmal herankommen. Über 19:9 (34.) und 26:14 (41.) bauten sie ihren Vorsprung zwischenzeitlich auf 33:17 (52.) aus. „Wir haben phasenweise richtig gute Sachen gemacht“, lobte Kahle sein Team. Die Fans feierten bereits vorm Ende durchgängig. Und wie feiert das Team? „Ganz spontan“, so der Trainer. Die ersten Bierflaschen wurden kurz nach dem Abpfiff gereicht, die Party auf dem Parkplatz der HBG-Halle ging noch lang.

Mit dem Sieg blieb der SVA zu Hause damit in allen Spielen ungeschlagen. Nur einmal gab es ein Unentschieden. Die Aufstiegsfeier war der perfekte Abschluss für das letzte Heimspiel der Saison.

SV Altencelle: Garbe – Adam (4/1), Gerberding (3), Kinder, Gadau (2), Makenthun (3), Skorek (4), Bahls (12), Niemann (2), Voltmer (2), Wottschel (3).