Verbandsliga Männer

SV Altencelle in ungewohnter Favoritenrolle

Die Handballer des SV Altencelle schwimmen auf der Erfolgswelle. Das soll auch gegen HSG Oha so weitergehen. Aber die Personalsorgen sind weiter groß.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 11. März 2022 | 12:00 Uhr
  • 12. Juni 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 11. März 2022 | 12:00 Uhr
  • 12. Juni 2022
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Celle.

Die Mannschaft der Stunde in der Handball-Verbandsliga der Männer Niedersachsen ist zweifelsohne der SV Altencelle. Die Erfolgsserie wollen die Rot-Gelben auch in fremder Halle fortsetzen. Am Samstag um 17 Uhr wartet in der Herzberger Mahnte-Sporthalle die HSG Oha auf die Lehnhoff-Schützlinge.

Spiel des TuS Bergen abgesagt

Das Spiel des TuS Bergen in der Nordseestaffel fällt aus. Der Gastgeber vom VfL Horneburg hat das Spiel wegen Corona abgesagt. Auch die Berger hatten arge Personalprobleme, deswegen kommt ihnen die Verlegung sogar gelegen.

HSG Oha – SV Altencelle (Samstag, 17 Uhr)

Aufgrund der Erfolgsserie muss sich der SVA daran gewöhnen, die ungewohnte Favoritenrolle zu tragen. Inzwischen haben sich die Rot-Gelben mit 17:15 Punkten auf den sechsten Rang vorgeschoben, eine Platzierung in ungeahnten Höhen, an die sich kaum jemand der Beteiligten erinnern können dürfte. Aber von Euphorie oder Überheblichkeit ist vor der Partie beim Zehnten nichts zu spüren, im Gegenteil.

Vor allem Trainer Lars Lehnhoff betätigt sich stets als kühler Mahner und Warner: „Jeder Punkt bedeutet für uns harte Arbeit. Und jedes Spiel muss erst einmal gespielt werden.“ Und er weiß natürlich, dass es bei der heimstarken HSG, einer Spielgemeinschaft aus den vier Stammvereinen TSV Schwiegershausen, TVG Hattorf, MTV Herzberg und MTV Lauterberg, schwer wird. Die Randharzer haben fünf ihrer sechs Siege zu Hause geholt und sind getrost als sehr heimstark zu bezeichnen.

SV Altencelle keine Auswärtsmacht

Auf der anderen Seite ist Altencelle nicht gerade als Auswärtsmacht einzuschätzen, allerdings gewann das Team zuletzt das so wichtige Spiel in Rosdorf und will sich daran ein Beispiel nehmen. Das hofft auch der Trainer Lars Lehnhoff: „Wenn wir den Klassenerhalt möglichst frühzeitig sicherstellen möchten – und das bleibt unser Saisonziel – dann müssen wir in Spielen gegen Mannschaften aus der unteren Hälfte auch mal auswärts punkten.“

Der SVA hat aber weiter personelle Sorgen. Angeschlagen sind immer noch Niklas Starke und Justus Krumwiede, Kai-Michael Nowak fehlt weiter und Tobias Geese fällt verletzt etwa für die kommenden vier Wochen aus. Doch für diese Zeit steht Interimskeeper Lars Wagner weiter zur Verfügung. Stefan Schmidt-Kolbergs Gastspiel sollte zwar ein einmaliges sein, doch im Notfall steht auch der Ex-Spielertrainer sicherlich zur Verfügung. Und dann ist da ja immer noch Co-Trainer Felix Michelmann, der seinen Sweater auf Zuruf mit dem rot-gelben Trikot tauschen kann.

Deutlicher Hinspiel-Erfolg

Die gastgebende Mannschaft vom erfahrenen Jens Wilfer, früher TV Jahn Duderstadt, verfügt mit Niklas Berger über einen starken Torhüter, der aber den 24:16-Erfolg Altencelles im Hinspiel nicht verhindern konnte. Zudem sind die Südniedersachsen von Corona geplagt, mussten das Spiel am vergangenen Wochenende verlegen. Aber das alles ficht Lehnhoff nicht an, der von einer Vorentscheidung im Abstiegskampf noch nichts hören will: „Wir müssen auf uns schauen und unsere Arbeit machen. Nur dann können wir etwas holen.“

Von Stefan Mehmke

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