Regionsoberliga Männer

Nur zu Hause läuft‘s bei Lachte-Lutter

Die Saison verlief für die HSG Lachte-Lutter bisher bizarr. Vor eigenem Publikum gab es starke Auftritte, auswärts setzte es hingegen hohe Pleiten.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 09. Jan. 2022 | 14:45 Uhr
  • 12. Juni 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 09. Jan. 2022 | 14:45 Uhr
  • 12. Juni 2022
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Lachendorf.

Die HSG Lachte-Lutter spielt in der Handball-Regionsoberliga der Männer eine gute Rolle. Die Schützlinge von Trainer Philip Grüne belegen mit 6:6 Punkten einen beachtlichen siebten Rang. Und könnten sicherlich noch besser dastehen.

Der Coach, der gerade privat umgezogen ist und den damit verbundenen Stress gut überstanden hat, ist vor allem mit den Spielen in Lachendorf mehr als zufrieden: „Unsere Heimbilanz ist sehr beeindruckend, extrem stark aus meiner Sicht.“ Kein Wunder, Gellersen und Tostedt mussten an der Lachte dran glauben und sogar der hoch eingeschätzte HV Lüneburg hatte keine Chance. Aber: Wo Licht scheint, ist auch Schatten. Und der legt sich wie ein rotes Tuch auf die Handballerseelen der HSG. Denn auswärts klappt wenig bis gar nichts, in Wietzendorf und Winsen kam die HSG mit 21 beziehungsweise 13 Toren Unterschied unter die Räder. Und sogar beim bis dahin punktlosen Letzten aus Heidmark verlor Lachte mit elf Toren Differenz. Warum das so ist, das fragen sich in Lachendorf alle. „Klar, auswärts läuft es nicht. Ich habe keine Ahnung warum“, gibt Grüne unumwunden zu. Und sagt trotzig: „Da müssen wir ran.“

Denn das Ziel ist und bleibt das sichere Mittelfeld, dazu sollen möglichst viele Punkte her. Ferner will die HSG den Heimnimbus manifestieren und dann natürlich auch auswärts den einen oder anderen Punkt entführen. Ein weiteres Ziel ist es, den Kader zusammenzuhalten. Denn das hilft, Abgänge wie den von Thilo Kisser irgendwie zu kompensieren. Dass das jetzt so gut klappt, liegt auch an Leistungsexplosionen wie der von Lennert Maier. Die Rückkehr des routinierten Kristoffer Schwekendiek nach schwerer Knieverletzung oder der erfahrene Marcus Woitas spielen ebenfalls eine gewichtige Rolle.

Teamspirit als Trumpf

Das Wichtigste aber ist und bleibt die mannschaftliche Geschlossenheit. „Wir haben einen tollen Teamspirit“, betont Übungsleiter Grüne, der seinen „Astralkörper“ nur noch in absoluten Ausnahmesituationen über das Feld schleppen muss, dann aber auch bei Kempa-Tricks mitzaubert. Zu begutachten ist das am 15. Januar. Dann steht die nächste schwere Aufgabe an, so es Corona und die dazugehörigen Bestimmungen erlauben. Zum ersten Heimspiel 2022 soll der ungeschlagene Zweite MTV Eyendorf II nach Lachendorf kommen – und auch die Heimstärke der HSG zu spüren bekommen. Nach der kurzen Trainingspause zwischen den Jahren wollen die Lachendorfer dann gut gerüstet ihre Außenseiterrolle wahrnehmen.

Von Stefan Mehmke

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