Verbandsliga Männer

Jörg Matthe zurück zum TuS Bergen

Verbandsligist TuS Bergen hat seinen Trainerstuhl neu besetzt. Der neue Coach ist in Handballkreisen kein Unbekannter.

  • Von Uwe Meier
  • 14. Jan. 2022 | 16:00 Uhr
  • 12. Juni 2022
  • Von Uwe Meier
  • 14. Jan. 2022 | 16:00 Uhr
  • 12. Juni 2022
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Bergen.

Zuletzt war Jörg „Jimmy“ Matthe vereinzelt als Zuschauer bei dem einen oder anderen Spiel zu sehen. Die aktive Handballkarriere hatte er 2016 als Trainer und zwei Jahre später nach einem Kreuzbandriss auch als Spieler an den Nagel gehängt – zumindest vorerst. Denn gänzlich ausgeschlossen hatte er es nie, noch einmal als Trainer an die Seitenlinie zurückzukehren. „Vielleicht engagiere ich mich irgendwann im Kinder- und Jugendbereich“, hatte Matthe vor wenigen Monaten gesagt.

Dieses Vorhaben ist Schnee von gestern. Seine Trainerkarriere setzt sich dort fort, wo sie zwischenzeitlich geendet hatte. Der 51-Jährige ist Nachfolger von Daniel van Frayenhove, von dem sich der Verbandsligist TuS Bergen kurz vor dem Jahreswechsel getrennt hatte.

Die Entscheidung, den vakanten Trainerstuhl bei den Grün-Weißen einzunehmen, ist Matthe nicht schwergefallen. „Das ist eine reizvolle Aufgabe“, sagt Matthe, der die Berger ab 2011 schon einmal fünf Jahre lang trainiert hatte, „ich habe Lust dazu. Nachdem ich gecheckt hatte, ob sich Familie, Beruf und Trainer zeitlich unter einen Hut bringen lassen, habe ich zugesagt.“ Die Mannschaft stehe derzeit zwar auf einem Abstiegsplatz. „Aber ich denke, dass wir gemeinsam den Klassenerhalt schaffen können“, sagt er zuversichtlich.

Erfahrungen als Coach hat er einige gesammelt. Vor 2011 hatte er Teams der HSG Adelheidsdorf-Wathlingen, SV Garßen und MTV Post Eintracht (MPE) trainiert. In erfolgreichen Zeiten des MPE sogar in der Oberliga Männer.

Seine neue Aufgabe ist er mit vollem Elan und festen Zielen angegangen. „Da wir keine Zeit für eine Vorbereitungsphase haben, werde ich auf einige Dinge des Vorgängers aufbauen, der sich seine Verdienste erworben hat“, so Matthe. Dennoch sei man dabei, neue Konzeptionen einzustudieren, „auch wenn man sieht, dass dies etwas länger dauert.“ Das größte Berger Manko wird sofort angegangen: „Grundsätzlich kassieren wir mit durchschnittlich 32 Gegentreffern viel zu viel Tore. Wenn die Klasse gehalten werden soll, müssen wir diese Anzahl stark reduzieren.“

Die Attraktivität des Handballs läge zwar im Angriff, „aber gewonnen werden die Spiele in der Abwehr. Dies versuche ich aktuell zu vermitteln – deshalb gibt es viel Abwehrtraining.” Seine ersten Eindrücke sind durchweg positiv. „Ich habe gemerkt, dass die Mannschaft motiviert bei der Sache ist.“

In Bergen ist man mit der Trainerwahl zufrieden. „Jimmy hat seine Zusage vorerst bis zum Ende der Saison gegeben. Wir sind froh, dass die Suche schnell abgeschlossen werden konnte. Wir sind überzeugt, dass er uns schon kurzfristig helfen kann“, sagt Dominik Blancbois, der keine Probleme hinsichtlich der Eingewöhnung sieht. „Viele von uns haben mit ihm bereits bei seinem letzten Engagement in Bergen zusammengearbeitet.“ Mit den Gegner hat sich Matthe inzwischen per Videostudium vertraut gemacht.

Sein erster offizieller Einsatz an der Seitenlinie wird sich allerdings verschieben. Das für Samstag geplante Heimspiel gegen TSV Daverden wurde abgesagt.