Oberliga Frauen

SV Altencelle löst Pflichtaufgabe seriös

Souverän, aber ohne Glanz siegten die Handballerinnen des SV Altencelle bei Schlusslicht Geismar. Der Gegner hielt überraschend lang gut mit.

  • Von Lisa Brautmeier
  • 29. May 2022 | 16:45 Uhr
  • 14. Jun 2022
  • Von Lisa Brautmeier
  • 29. May 2022 | 16:45 Uhr
  • 14. Jun 2022
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Geismar.

Ein Kantersieg wie im Hinspiel wurde es zwar nicht, letztlich fuhren die Handballerinnen des SV Altencelle beim Oberliga-Schlusslicht MTV Geismar trotzdem einen souveränen Sieg ein. Mit 29:20 (17:12) erfüllten sie ihre Pflichtaufgabe, auch wenn der große Glanz ausblieb.

Andere Voraussetzungen als im Hinspiel

Mit einer Überlegenheit wie beim 35:8-Heimsieg Anfang Mai hatte SVA-Trainer Martin Kahle eh nicht gerechnet. „Die Voraussetzungen waren auch völlig andere und Geismar hatte nichts zu verschenken gehabt“, sagt Kahle. Und das, obwohl der Gegner bereits längst als Absteiger feststand. Ohne einen einzigen Punkt verabschiedet sich der MTV aus der Oberliga. Aber in eigener Halle und ohne Haftmittel traten sie wesentlich stärker auf, als noch vor ein paar Wochen in der Celler HBG-Halle. Vor allem in der ersten Halbzeit machten sie es spannend und blieben lange am SVA dran.

Trotzdem waren es die Gäste, die gleich in Führung gingen und diese auch das gesamte Spiel über behaupteten. Lara Niemann stellte mit zwei Toren auf 2:0, das Heimteam wurde überraschend schon nach viereinhalb Minuten zur ersten Auszeit an die Trainerbank gerufen. Auch Kahle wunderte sich über die frühe Unterbrechung. „Das war ein ganz normaler Start, aber vielleicht gab es noch Redebedarf“, mutmaßt er.

SVA kann sich nicht absetzen

Der MTV schaffte es danach, die SVA-Abwehr gut zu beschäftigen und da die Altencellerinnen einige Fehler im Spiel nach vorne machten, blieb es eng. Zwar hatte sich der SVA zwischenzeitlich mit dem 9:5 (15.) erstmals einen Vier-Tore-Vorsprung erarbeitet, aber Geismar verkürzte wieder. So stand es in der 24. Minute aus Sicht des Heimteams nur 11:13. „Wir hatten einfach zu viele Fehlwürfe aus der Nahwurfzone und auch beide Torhüterinnen von Geismar haben gut gehalten“, so Kahle.

Erfolgreich im 7 gegen 6

Aber die letzten Minuten der ersten Halbzeit gehörten dann doch den Gästen, die sich vor dem Pausenpfiff noch einmal absetzen und mit einem beruhigenden Fünf-Tore-Polster in die zweite Hälfte starten konnten. In der kam Geismar nicht mehr entscheidend wieder heran. Im Gegenteil: Der SVA schaffte es, seinen Vorsprung von 19:15 (38.) auf 23:15 (42.) auszubauen. Dem fest eingeplanten Sieg stand damit nichts mehr im Weg. Daher begann der SVA ab der 40. Minute im Angriffsspiel ein Sieben-gegen-Sechs auszuprobieren. Dabei wurde Torhüterin Julia Garbe durch eine weitere Feldspielerin ersetzt. „Das wollten wir jetzt mal unter Wettkampfbedingungen testen und dafür, dass wir das eigentlich nie spielen, hat es ganz gut funktioniert“, sagt Kahle.

Lara Niemann überzeugt

Mit der Gesamtleistung war der SVA-Coach zwar nicht komplett zufrieden, aber nach dem bereits sicheren Aufstieg fehlten einfach die letzten Prozente für eine Top-Leistung. „Trotzdem haben wir die Partie seriös zu Ende gebracht. Aber das Beste am Spiel war, dass sich keiner verletzt hat“, so Kahle. Besonders hervor stach in der Partie Rückraumspielerin Lara Niemann, die für neun Tore sorgte. Sie setzte mit dem 29:20 auch den Schlusspunkt.

Nächstes Wochenende hat der SVA spielfrei. Dann geht es am Samstag, 11. Juni, zum letzten Saisonspiel zur HSG Plesse-Hardenberg.

SV Altencelle: Garbe – Adam (3), Gerberding (1), Kinder (4), Gadau, Makenthun, Skorek (6/3), Bahls (5), Niemann (9), Voltmer (1), Wottschel.