Verbandsliga Männer

TuS Bergen verschläft erste Halbzeit

Letztlich nichts zu gewinnen gab es für TuS Bergen und SV Altencelle in der Handball-Verbandsliga Männer. Das sind die Gründe dafür.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 18. Okt. 2021 | 15:30 Uhr
  • 12. Juni 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 18. Okt. 2021 | 15:30 Uhr
  • 12. Juni 2022
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Bergen.

Unerwartet deutliche Pleite für TuS Bergen: Am 4. Spieltag der Handball-Verbandsliga Nordsee verlor TuS in der Heisterkamp-Halle gegen den VfL Horneburg 23:32. Damit belegt Bergen mit 4:4 Punkten den neunten Platz. Viel besser als erwartet schlug sich der SV Altencelle in der Niedersachsen-Staffel beim MTV Braunschweig II. Der SVA träumte sogar lange von einem Sieg, aber am Ende hieß es 32:35 aus Altenceller Sicht. Bedeutet: Die Rot-Gelben sind Zwölfter.

TuS Bergen – VfL Horneburg 23:32 (6:15)

Der Grund für die Niederlage der Gastgeber war schnell gefunden. TuS Bergen spielte eine desolate erste Halbzeit. Das befand auch TuS-Trainer Daniel Van Frayenhove: „Wir haben die erste Hälfte verschlafen und verlieren daher verdient das Spiel. Horneburg war einfach die stärkere Mannschaft.“

Das lag zum einen am überragenden VfL-Keeper Dennis Klingebiel (ehemals HSG Adelheidsdorf-Wathlingen) und am zwölffachen Torschützen Ole Hagedorn. Zudem kaufte der Gast Bergen mit einem starken Deckung vollkommen den Schneid ab. TuS fand zu keiner Zeit Lösungen gegen die gegnerische Defensive.

In der zweiten Hälfte bewiesen die Gastgeber, verstärkt mit den reaktivierten Jan-Peter Hohls und Felix Becker, immerhin Moral und spielten wesentlich besser. Doch das reichte den Lokalmatadoren nicht, um den verdienten Horneburger Sieg in Gefahr zu bringen.

Trotz der herben Enttäuschung bleibt der Coach optimistisch: „Jetzt heißt es ,Mund abwischen‘ und nächste Woche in Oyten wieder alles rein hauen – und versuchen die nächsten Punkte zu sammeln“, so van Frayenhove.

TuS Bergen: Lühmann, Brandl im Tor: Glasewald, Brodde (1), Herbst (7/3), Blancbois (3/1), Heins (1), Witte (7), Hohls (1), Ebel, Withoeft, S. Sieve, Becker (2), J. Sieve (1).

MTV Braunschweig II – SV Altencelle 35:32 (20:21)

Der krasse Außenseiter bot dem klaren Favoriten 60 Minuten Paroli, führte zur Pause mit einem Ergebnis, das so nicht selten auch ein Spielstand nach voller Spielzeit hätte sein können. „Wirklich schade – ich muss sagen, dass wir uns trotz der Niederlage wirklich gut verkauft haben“, zeigte sich SVA-Trainer Malte Petersen zufrieden mit der Leistung seines Teams.

Denn die Gäste waren von Anfang im Spiel. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Wie das Halbzeit Ergebnis eindrucksvoll dokumentiert, dominierten vor dem Seitenwechsel auf beiden Seiten die Offensivreihen. Ein Grund, weshalb sich das Pendel in Richtung Braunschweig bewegte: Altencelle bekam über das ganze Spiel hinweg zu viele Gegentore über das Zentrum. SVA-Keeper Klemens Nowak hielt zwar, was zu halten war, wurde aber immer häufiger von der SVA-Defensivformation allein gelassen. „Wobei man sagen muss, dass die Wurfqualität des Braunschweiger Rückraums schon deutlich besser als Verbandsligadurchschnitt war“, fand Petersen.

Und dennoch: Altencelle hielt sich sehr gut an die Vorgaben, spielte diszipliniert und mit Geduld und fuhr den ein oder anderen Gegenstoß. Endlich einmal konnten die Verantwortlichen auch von der Effektivität sprechen, die es in den Spielen zuvor benötigt hätte.

Die ersten zehn Minuten nach der Pause waren der Genickbrecher für den SVA. Braunschweig setzte sich in der kurzen Altenceller Schwächephase auf 26:22 ab. Danach verlief die Partie zwar wieder ausgeglichen, doch die Altenceller liefen bis zum Schluss diesem Rückstand hinterher.

Hoffnung kam auf, als Justus Krumwiede auf 27:29 (46.)verkürzte. Und wer weiß, was passiert wäre, wenn Benjamin Moritz den folgenden Siebenmeter zum Anschlusstreffer in der 48. Minute verwandelt hätte. „Wenn wir verlieren, kannman nie ganz zufrieden sein. Aber ich habe vor allem im Angriff sehr viele gute Szenen gesehen. Die kleine Pause bis zum nächsten Spiel kommt uns nun ganz gelegen“, so Petersen. „Dann geht es aber wieder mit vollem Fokus ans Heimspiel gegen OHA.

SV Altencelle: M. Premper, K. Nowak – Kisser, J. Premper, J. Lackinger (1), Weinmann (7), Wietfeld (1), Krumwiede (8), Hahnraths (2/2), P. Roselieb, Ahrenbeck (3), Moritz (4), Behr (6).

Von Stefan Mehmke

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