Verbandsliga Männer

SV Altencelle: Vom Co-Trainer zum Chef

Der bisherige Chef-Trainer Lars Lehnhoff hört auf. Einen neuen hat Handball-Verbandsligist SV Altencelle schon gefunden. Ein alter Bekannter übernimmt.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 01. Jun 2022 | 17:30 Uhr
  • 14. Jun 2022
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  • 01. Jun 2022 | 17:30 Uhr
  • 14. Jun 2022
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Celle.

Ein alter Bekannter ist der neue Cheftrainer auf der Bank des Handball-Verbandsligisten SV Altencelle. Felix „Fixel“ Michelmann macht alleine weiter. Der bisherige Chef-Trainer Lars Lehnhoff will sich der eigenen Karriere auf dem Feld widmen. Im Verein hört man nur Positives über den ehemaligen Co-Trainer.

Kurze Auszeit vom Handball

Der 1987 in Lehrte geborene Michelmann hat 2020 dem Handball komplett entsagt, nachdem er zuvor noch die B-Lizenz gemacht hat. Er hatte einfach keine richtige Lust mehr, der Akku war leer. Vorher trainierte er die Landesliga-Damen des SV Garßen nach dem Zusammenbruch in der ersten Liga. Die C-Lizenz hatte Michelmann bereits, seit er als Jugendlicher bei der TSV Burgdorf als Jugendtrainer aktiv war.

Lehnhoff "wird fehlen"

Selber spielte er als sprunggewaltiger Rückraumspieler in der Ober- und Verbandsliga, kam dann auch zum SVA. Als die Muskeln zu oft streikten, hörte er auf dem Feld auf. Als die Altenceller nach dem Aus von Malte Petersen ein Vakuum auf der Bank hatten, war Michelmann bereit, seinem Herzensverein zu helfen. Jetzt also Cheftrainer! Er weiß, das Lehnhoff ein Loch hinterlässt, denn der „hat eine enorme handballerische Klasse und denkt das Spiel sehr cool. Er wird uns natürlich sehr fehlen.“ Aber „Fixel“ wird versuchen, den eingeschlagenen Weg fortzuführen. Denn erstens war die Basis von Malte Petersen, der aus familiären Gründen nicht zur Verfügung steht, gelegt worden, zum anderen hat Michelmann ja auch nicht wenig Spiele von der Bank geführt und weiß wie es geht.

Keine schwere Entscheidung

So kurz nach der Bekanntgabe, stehen natürlich noch keine Ziele für die neue Saison fest, auch über Zu- oder Abgänge will und kann er noch nicht reden. Fest aber steht: „Wir müssen uns in der Breite besser aufstellen und die leichten Fehler im Spiel reduzieren. Aber wer will das nicht“, grinst der passionierte Golfer, dessen Hobby in Zukunft wohl wieder in den Hintergrund rückt. Für den Coach aber kein Problem: „Das sind eben alles Altenceller Jungs und als ehemaliger Spieler war die Entscheidung nicht schwer nach Rücksprache mit Familie und Freundin.“

Die Entscheidung findet auch in der Mannschaft Anklang, wie bei Routinier Henrik Weinmann, der grundsätzlich weitermacht: „Er ist ein junger Trainer, der sich 100-prozentig engagiert und einen guten Plan hat. Und von meinem Gefühl her, kommt er mit allen gut klar“, sagt „Henner“ und grinst so verschmitzt, wie Egon von der Olsen-Bande: „Ob der Plan funktioniert, sieht man in der nächsten Saison!“

Von Stefan Mehmke

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