TuS Oldau-Ovelgönne

Mehr Kaltschnäuzigkeit für mehr Punkte

Die internen Saisonprognosen waren eher pessimistisch. Inzwischen blickt Handball-Landesligist TuS Oldau-Ovelgönne zuversichtlicher in die Zukunft.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 10. Jan. 2022 | 16:00 Uhr
  • 12. Juni 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 10. Jan. 2022 | 16:00 Uhr
  • 12. Juni 2022
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Oldau.

Nach der langen Corona-Zwangspause und einer suboptimalen Vorbereitungsphase hatte Trainer Heiko Schoppmann dem Saisonstart seiner Landesliga-Handball-Frauen äußerst pessimistisch entgegengesehen. Eine Sichtweise, die der Coach des TuS Oldau-Ovelgönne, nach fünf von 18 Spielen und 5:5 Punkten relativiert hat. „Die ersten Spiele liefen besser als erwartet. Ich bin zufrieden. Mit etwas mehr Glück und Kaltschnäuzigkeit hätte es sogar der eine oder andere Punkt mehr sein können. Wenn wir unser Potenzial abrufen, können wir mit fast allen Gegnern mithalten“, meint Schoppmann.

Seine jetzt positivere Sichtweise der sportlichen Situation ändert aber nichts an der Zielsetzung: Die heißt nach wie vor Klassenerhalt.

Die ersten Punkte gab es am grünen Tisch

Auf dem Weg dahin bekamen die Oldauerinnen die ersten beiden Punkte am grünen Tisch zugesprochen. Wegen des Einsatzes einer nicht spielberechtigten Spielerin wurde die eigentlich mit 17:21 verlorene Partie bei der SG Zweidorf/Bortfeld zugunsten der Gäste gewertet. Es folgte ein 22:19-Heimerfolg gegen die HSG Nord-Edemissen, womit der gute Saisonstart perfekt war. Trotz guter kämpferischer Leistung ging das Spiel gegen den aktuellen Tabellenführer SG VfL Wittingen/Stöcken mit 26:29 verloren. Chancenlos waren Oldaus Frauen hingegen im Derby beim SV Garßen, das klar mit 17:27 verloren ging. Als ärgerlich empfand Schoppmann den Punktverlust beim 22:22 gegen den MTV Braunschweig. „Das war eine gefühlte Niederlage. Wir hatten Chancen ohne Ende. Dieses Spiel hätten wir gewinnen müssen“, erinnert sich Schoppmann. Insbesondere die unzureichende Chancenverwertung ist es, die dem TuS-Coach Sorgen bereitet. „Es wird noch viele knappe Spiele geben. Und die können wir eben nur gewinnen, wenn wir die uns bietenden Möglichkeiten auch nutzen. In dieser Hinsicht müssen wir deutlich cooler werden“, fordert der 53-jährige.

Hoffnungen auf Rückkehr von Sophie Neumann

Für mehr Durchschlagskraft aus dem Rückraum könnte Sophie Neumann (ehemals Schulz) sorgen. Sie kehrt nach ihrer Babypause in den Oldauer Kader zurück, braucht aber nach der Pause noch Eingewöhnungszeit. Doch es gibt auch eine Hiobsbotschaft: Führungsspielerin Alvina Ivanova fällt nach einer Schulter-Operation vermutlich für den Rest der Saison aus. „Das ist ganz bitter für uns. Alvina hat bis hierhin beständig stark gespielt und das Team immer wieder mitgerissen. Vor allem in 1:1-Situationen wird sie uns fehlen“, beklagt Schoppmann.

Trainer Schoppmann fordert mannschaftliche Geschlossenheit

Ansonsten möchte er niemanden aus der Mannschaft herausheben. „Ich würde mir wünschen, dass sich jede einzelne noch mehr in den Dienst der Mannschaft stellt. Wir brauchen noch mehr Zusammenhalt und mannschaftliche Geschlossenheit. Auch das Auftreten als Einheit entscheidet Spiele“, unterstreicht der TuS-Coach.

Mit Derby gegen HSG Lachte-Lutter geht es ins neue Jahr

Es bedauert es, dass durch die Schließung der Sporthallen bis zum 10. Januar die Vorbereitung auf das am 15. Januar stattfindende Derby bei der HSG Lachte-Lutter empfindlich gestört ist. „Wir wollen und dürfen nicht absteigen, denn wir möchten auch weiterhin diese attraktiven Derbys spielen. Deshalb ist das in Lachendorf ein ganz wichtiges und richtungsweisendes Spiel“, so Schoppmann. Aufgrund der unsicheren Corona-Lage richtet er sich auf eine lange Saison ein. „Die letzten Nachholspiele sind für Mitte Mai angesetzt. Aber wie und wie lange es wirklich weitergeht, weiß zum jetzigen Zeitpunkt ja niemand“, so der TuS-Coach.

Von Jochen Strehlau

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