Landesliga Frauen

TuS Bergen will „Platz an der Sonne" verteidigen

Alle Landeligateams der Frauen aus dem Landkreis Celle müssen auswärts ran. TuS Bergen möchte Spitzenreiter bleiben, HSG Lachte-Lutter kämpft gegen den Abstieg.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 18. März 2022 | 16:30 Uhr
  • 12. Juni 2022
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  • 18. März 2022 | 16:30 Uhr
  • 12. Juni 2022
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Celle.

In der Handball-Landesliga der Frauen sind diesmal alle vier Celler Vertreter auswärts gefordert. Mit einem Sieg bei der HSG Seevetal/Ashausen will TuS Bergen seine Tabellenführung in der Staffel Nord-Ost festigen. Der SV Garßen (zu Gast bei der SG VfL Wittingen/Stöcken) und TuS Oldau-Ovelgönne (beim MTV Braunschweig) versuchen Zählbares aus fremden Hallen mitzunehmen. Im Kampf um den Klassenerhalt darf sich die HSG Lachte-Lutter bei TuS Altwarmbüchen keine Niederlage leisten.

SG VfL Wittingen/Stöcken – SV Garßen-Celle (Samstag, 16.45 Uhr)

Von einem bisher unglücklichen Saisonverlauf muss man beim SV Garßen sprechen, der als derzeitiger Tabellenfünfter ein wenig hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben ist. Dennoch hat das Team von Trainer Florian Laubenstein das Potenzial und damit alle Chancen in der Tabelle noch ein paar Plätze zu klettern. „Wenn wir an die gute Leistung der Vorwoche anknüpfen, wo wir gegen Spitzenreiter Zweidorf/Bortfeld auf Augenhöhe agiert haben, können wir auch in Wittingen etwas mitnehmen“, sagt SVG-Trainer Florian Laubenstein.

Dorthin werden aber die Garßenerinnen nur mit schmalen Kader reisen, denn Louise Ringert (Corona), Jana Kahle (Meniskusschaden), Maren Minskowski (Hüftverletzung) und Claudia Körner (privat verhindert) fallen aus und die SVG-Reserve hat zeitgleich ebenfalls ein Spiel. „Das Hinspiel vor 14 Tagen haben wir 30:26 gewonnen. Ein Erfolgserlebnis würde uns guttun, aber wir wissen nicht, was uns in Wittingen erwartet. Ich bin gespannt, wie wir uns verkaufen“, so Garßens Coach Laubenstein.

HSG Seevetal/Ashausen – TuS Bergen (Samstag, 18.30 Uhr)

Mit einem Sieg in der Ashausener Sporthalle kann Tabellenführer TuS Bergen auf den spielfreien Verfolger VfL Horneburg weiter Druck ausüben. „Wir spielen eine starke Saison und wollen den Platz an der Sonne so lange wie möglich verteidigen. Aber es wird schwer, weil es uns mit Corona ziemlich erwischt hat und wir einige Ausfälle zu verkraften haben. Dennoch fahren wir da hin, um zu gewinnen“, sagt TuS-Trainer Daniel van Frayenhove.

Verlassen konnte er sich in den vergangenen Partien immer auf seine starke Abwehr und das schnelle Umschaltspiel. „Wenn wir konzentriert sind und alles geben, haben wir gute Chancen auf die nächsten zwei Punkte“, ist van Frayenhove zuversichtlich.

MTV Braunschweig – TuS Oldau-Ovelgönne (Samstag, 19 Uhr)

Mit 9:7-Punkten steht das Team von Heiko Schoppmann besser da als erwartet. Die jüngsten Erfolge und die Rückkehr von Sophie Neumann haben den Blau-Gelben mächtig Auftrieb verliehen. Besagte Neumann steht aber am Wochenende nicht zur Verfügung, was die Aufgabe beim Tabellenzweiten MTV Braunschweig zu punkten noch schwerer macht.

„Corona wirbelt alles durcheinander. Ich weiß gar nicht, wer spielen kann. Auf jeden Fall sind wir knapp besetzt“, sagt TuS-Trainer Heiko Schoppmann, der sich allerdings in Braunschweig keinem großen Erfolgsdruck ausgesetzt sieht. „Wir können da nur überraschen und bleiben deshalb ganz entspannt“, so Schoppmann.

Eine Überraschung gibt es aber schon vor dem Spiel, denn Ex-Führungsspielerin Meike Weyeneth hat sich dazu bereit erklärt, beim Spiel in Braunschweig auszuhelfen.

TuS Altwarmbüchen – HSG Lachte-Lutter (Sonntag, 17 Uhr)

Für den Tabellenvorletzten aus Lachendorf könnte sich die Lage im Abstiegskampf nochmals zuspitzen. Bei einer weiteren Niederlage würde die HSG vorerst den Anschluss ans untere Mittelfeld verlieren. Unter diesen Voraussetzungen ist die HSG in Altwarmbüchen zum Siegen verdammt. Daher hat HSG-Trainer Philip Grüne im Training die Zügel deutlich angezogen.

„Wir brauchen mehr Spritzigkeit und insgesamt ein ganz anderes Auftreten. Ich erwarte eine deutliche Leistungssteigerung. Wir müssen für den Sieg über 60 Minuten Vollgas geben“, unterstreicht der 28-jährige. Auf der Torwartposition steht ihm Ann-Christin Grüne wieder zur Verfügung, dafür fällt Rückraumspielerin Birte Hemme aus.

Von Jochen Strehlau

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