Landesliga Frauen

TuS Bergen festigt Tabellenführung

Viele Fehler, aber trotzdem gewonnen: Der TuS Bergen bleibt an der Spitze. Auch SV Garßen und HSG Lachte-Lutter feierten auswärts Erfolge.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 21. März 2022 | 16:30 Uhr
  • 12. Juni 2022
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  • 21. März 2022 | 16:30 Uhr
  • 12. Juni 2022
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Celle.

Vier Auswärtsspiele – drei Siege: Die Bilanz der Celler Handball-Landesligisten kann sich sehen lassen. Mit einem 24:22-Erfolg bei der HSG Seevetal-Ashausen festigte der TuS Bergen seine Spitzenposition in der Nord-Ost-Staffel. Der SV Garßen und die HSG Lachte-Lutter feierten in der Ost-Staffel ebenfalls jeweils zwei Punkte auf fremdem Parkett. Der TuS Oldau-Ovelgönne musste sich hingegen beim MTV Braunschweig geschlagen geben.

HSG Seevetal/Ashausen – TuS Bergen 22:24 (11:16)

Trotz des Auswärtssieges war TuS-Trainer Daniel van Frayenhove mit der Leistung seines Teams nicht wirklich zufrieden. „Wir haben zwar verdient gewonnen, aber nicht gut gespielt“, befand der TuS-Coach und meinte damit vor allem den Auftritt seines Teams in der zweiten Halbzeit, in welcher der sichere Pausenvorsprung bedenklich zusammenschmolz. Bis auf 17:18 (44.) kamen die Gastgeberinnen noch einmal heran. „Wir haben zu viele Abspielfehler im Tempospiel gemacht und so mit Sicherheit sieben oder acht Bälle einfach weggeworfen. Das hat die Partie unnötig spannend gemacht“, kritisierte van Frayenhove. Zum Glück behielt sein Team die Nerven und baute danach die Führung wieder auf bis zu fünf Tore (18:23/53.) aus. Wirklich um den Sieg zittern musste der alte und neue Tabellenführer nicht mehr.

TuS Bergen: Döhler, Wernert – Becker (4), Brüning (2), Sprake, Wellmann (7/1), Gossel (1), Janice Bremer, Sandvoß (2), Borges (4), Glasewald (3/2), Dzionsko, Jasmin Bremer (1).

SG VfL Wittingen/Stöcken – SV Garßen 20:25 (13:13)

Der Kader war klein, dafür aber der Siegeswille groß. Mit nur neun Spielerinnen inklusive Torfrau zeigte sich der SVG äußerst schlagkräftig. „Ich bin sehr stolz auf meine Mädels, die sehr gut und diszipliniert gespielt haben“, so der gut gelaunte Trainer Florian Laubenstein, der sich vor allem auf seine starken Routiniers Jeanine Müller und Daniela Wagner verlassen konnte. Er lobte die konsequente Abwehrarbeit mit daraus resultierenden leichten Toren über die zweite Welle. Zum Erfolg kam der SVG zudem mit seinem einstudierten Außenspiel über die linke Seite. „Es war lange sehr eng, aber wir sind geduldig geblieben und haben Wittingen in der Schlussviertelstunde den Zahn gezogen“, freute sich Laubenstein nach der fairen Partie.

SV Garßen: Kammer – Schulz, Jeanine Müller (8/3), Wagner (9/2), Zywicki (3), Danz (1), Zymmek, Siebers (1), Bartlau (3).

MTV Braunschweig – TuS Oldau-Ovelgönne 25:20 (12:7)

Nur knappe 20 Minuten konnten die Oldauer Gäste das Spiel beim Tabellenzweiten offenhalten. Danach häuften sich die Fehler ebenso wie die schwachen Abschlüsse – und der MTV zog auf und davon. Der Fünf-Tore-Rückstand zur Pause war dann schon die Vorentscheidung, denn wirklich heran kamen die Oldauerinnen, bei denen neben Meike Weyeneth auch Antonia Dümeland aushalf, nicht mehr.

„Ich habe meinem Team zwar verdeutlicht, dass der Gegner keinesfalls spielerisch besser ist und einfach nur unsere Fehler bestraft. Aber wir haben unsere hohe Fehlerquote beibehalten und waren somit chancenlos“, erklärte TuS-Trainer Heiko Schoppmann. Zudem fanden fünf von zehn Siebenmetern nicht den Weg ins Braunschweiger Tor.

TuS Oldau-Ovelgönne: Adam – A. Dümeland, Ivanova (1/1), Pöplow (2), L. Dümeland (2/2), Engel (1), Herzig (3/2), Schulz, Weinmann (5), Weyeneth (2), Maya (4).

TuS Altwarmbüchen – HSG Lachte-Lutter 21:23 (9:9)

Zu einer engen und spannenden Kiste gestaltete sich das Spiel in Altwarmbüchen. Die Gastgeberinnen erwischten den besseren Start und führten mit bis zu drei Toren (7:4/12.). Doch die ersatzgeschwächte HSG kämpfte sich immer wieder heran und übernahm beim 15:16 (45.) erstmals die Führung.

Die Schlussphase wurde dann zum Krimi, in der die Gäste die Nerven behielten und die wichtigen Punkte mit nach Lachendorf nahmen. „Wir waren das klar bessere Team, haben uns aber das Leben selbst schwer gemacht, weil wir bestimmt 20 technische Fehler produziert haben“, berichtete HSG-Trainer Grüne. Er lobte ansonsten die kämpferische Einstellung seines Teams und hob insbesondere die gute Abwehrarbeit von Laura Wiczorek und Marie von Steuber hervor. „Wir haben uns auf das Wesentliche konzentriert und recht strukturiert gespielt. Auf dieser Leistung können wir im Abstiegskampf aufbauen“, so der zufriedene Grüne.

HSG Lachte-Lutter: Grüne, Hahlbohm – Winkelmann (2), Ernst (2), Wiczorek (3), A. Colditz (9/3), Rose, Lüchau, von Steuber (4), Weber (2), J. Colditz (1).

Von Jochen Strehlau

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