Verbandsliga

Klassenerhalt für SVA fast nicht mehr zu nehmen

Rein rechnerisch sind die Handballer des SV Altencelle noch nicht ganz gerettet. Aber mit eine souveränen Erfolg gegen den Anderten haben sie beste Chancen.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 18. May 2022 | 14:30 Uhr
  • 14. Jun 2022
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  • 18. May 2022 | 14:30 Uhr
  • 14. Jun 2022
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Celle.

Die Handballer des SV Altencelle haben einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt in der Verbandsliga Niedersachsen gemacht. Gegen den Tabellenvierten TSV Anderten II gewann der SVA zu Hause sehr souverän mit 29:22 (14:8) Damit haben sich die Altenceller der größten Abstiegsnöte entledigt und mit 24:24 Punkten sogar ein ausgeglichenes Konto – ein Novum in der Verbandsligahistorie und ein weiteres tolles Kapitel in der Altenceller Handball-Erfolgsgeschichte.

Aber Vorsicht: Gesichert ist der SVA nämlich noch nicht. Es sind vier Absteiger möglich und auf den Viertletzten Elm hat Altencelle “nur” sieben Punkte Vorsprung. Gewinnt die HG Elm ihre vier Spiele allesamt, könnte sie den SVA theoretisch noch überholen – graue Theorie ist das freilich.

Führung früh ausgebaut

Die Altenceller begannen gegen Anderten hochmotiviert und voll konzentriert und zeigten, dass sie auch vor dem Vierten keine Angst hatten. Nach nicht mal acht Minuten erzielte Niklas Starke das 5:1 – ein Vorsprung, den die Gastgeber das gesamte Spiel über nicht mehr abgegeben haben. Es stimmte einfach alles, die Deckung stand wie Stahlbeton und dahinter entschärfte Klemens Nowak vieles von dem, was dennoch auf sein Tor kam. Und im Angriff steuerten Henrik Weinmann und Justin Behr das Spiel wie ein oscarreifer Regisseur. Dazu kam, dass die Altenceller nicht nachließen und von der ersten bis zur letzten Minute hellwach waren.

Nur kurze Schwächephase

Die zweite Hälfte begannen die Schützlinge von Trainer Lars Lehnhoff nicht gerade wie die ansässige Ortsfeuerwehr. So kamen die keineswegs schwachen Anderter auf 17:14 heran, aber der SVA ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Der Alarm wirkte und die Rot-Gelben gaben wieder richtig Gas und als Justus Krumwiede in der 45. Minute auf 21:14 stellte, waren die Sirenen auf der Heimbank verstummt und das Spiel vorzeitig entschieden.

Erstaunlich, in welcher Souveränität der Gastgeber das Spiel fast ohne Schwächephasen nach Hause brachten und damit die beste Verbandsligasaison der noch jungen Geschichte erreicht. Natürlich war auch Trainer Lars Lehnhoff zufrieden. „Das war ein sehr, sehr gutes Spiel und ich kann wirklich nur ein paar Kleinigkeiten finden, die ich kritisieren könnte. Eine starke Leistung aller Beteiligten über 60 Minuten.” Aber Lehnhoff wäre nicht Lehnhoff, wenn er nicht vorsichtig bliebe – auch wenn selbst er inzwischen an den Klassenerhalt glaubt: „Noch ist es theoretisch möglich und zu früh zum Feiern. Aber das war ein enorm wichtiger Sieg und vor allem eine tolle Vorstellung.”

SV Altencelle: Geese, K. Nowak – Schmidt-Kolberg, Premper, Starke (7), Lackinger, Weinmann (2), Wietfeldt, K.-M. Nowak (2), Krumwiede (8), Hahnraths (4/4), Ahrenbeck (2), Behr (4).

Von Stefan Mehmke

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