Verbandsliga Männer

Trotz Heimrecht nur Außenseiter

TuS Bergen muss schon am Freitag ran - SV Altencelle erst am Samstag. Beide Teams sind in ihren Heimspielen der Handball-Verbandsliga Außenseiter.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 10. Feb. 2022 | 15:57 Uhr
  • 12. Juni 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 10. Feb. 2022 | 15:57 Uhr
  • 12. Juni 2022
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Celle.

Beide Celler Männer-Verbandsligisten gehen nicht gerade als Favoriten in ihre Handballspiele. Bereits am Freitag muss TuS Bergen in der Nordseestaffel ran. Und als Gast kommt niemand geringerer an den Heisterkamp als das nach Minuspunkte beste Team der Liga, der TV Oyten. Aber auch der Gegner des SV Altencelle hat es in sich. Denn am Samstag gastiert der Tabellenfünfte, die U23 von Eintracht Hildesheim, in der HBG-Halle. Aber mit einer enthusiastischen Unterstützung von der Tribüne sind vielleicht zwei Überraschungen drin.

TuS Bergen – TV Oyten (Freitag, 20.30 Uhr)

Neuer Gegner – gleiche Ausgangssituation wie zuletzt gegen Bremervörde: Die Oytener spielen um die Meisterschaft, Bergen gegen den Abstieg. Die Gäste aus dem Landkreis Verden, die direkt vor den Toren Bremens beheimatet sind, bilden das einzig noch ungeschlagenes Team. Der TVO schlug auch den derzeitigen Tabellenführer aus Bremervörde 28:24 und ist nur aufgrund der weniger gespielten Partien Tabellenzweiter.

„Oyten ist allerdings als stärkste Mannschaft der Verbandsliga einzustufen“, glaubt TuS-Trainer Jörg „Jimmy“ Matthe. Als deren absolute Stärke sieht er das konsequente Tempospiel über 60 Minuten. Die Pässe der Keeper, die erste Welle, aber auch zweite und sogar die dritte Welle überzeugen ohne Ende. „Wenn wir mithalten wollen, dann bedeutet das viel Laufbereitschaft“, so der Coach. Im Hinspiel misslang das: Beim 24:34 war Bergen chancenlos und hielt nur zehn Minuten mit.

Aber auch der Positionsangriff des TVO stimmt, das Team befördert den Ball schnell und sicher durch die Reihen. Und dann ist da noch Rückraumspieler Noah Dreyer, Haupttorschütze der Liga (81 Tore in acht Spielen), der Bergen im Hinspiel 15 Mal „einschenkte“.

Im Training haben die Berger speziell am Überzahlspiel gearbeitet, sowohl im Angriff als auch in der Abwehr. „Das letzte gute Spiel mit der knappen 27:28-Niederlage gegen Bremervörde haben wir uns nochmal angesehen und dabei feststellen müssen, dass wir das Spiel in der Abwehr in eigener Überzahl verloren haben. Mal abwarten, ob wir das besser hinbekommen“, so Matthe.

Insgesamt hat sich das Defensivverhalten des Teams deutlich verbessert, gegen Oyten braucht es zudem wieder gute Torhüterleistungen. Leider fehlt Andreas Bothe wegen seines Kreuzbandrisses außerdem stehen wegen Krankheit mehrere Fragezeichen im Kader. Wer spielen kann, entscheidet sich kurzfristig.

Die Stimmung im Team ist optimistisch, auch, wenn Bergen einige Mannschaften in Sachen Cleverness noch voraus sind. „Trotzdem sind wir auch am Freitag nicht ohne Chance“, glaubt Matthe.

SV Altencelle – Eintracht Hildesheim II (Samstag, 19.15 Uhr)

Gegen den Ligafünften wird es nicht leicht für die Altenceller. Und das gilt, obwohl die Eintracht nach einer kleinen Siegesserie zuletzt gegen Braunschweig in eigener Halle klar unterlag.

Mit Coach Thomas Brandes sitzt ein erfahrener Ex-Bundesliga-Profi auf der Bank, auf dem Feld stehen mit den U23-Spieler Keanu Brandes (10 Tore gegen Braunschweig / , insgesamt 88), Jonas Rost (7 / 81) sowie im Tor mit dem Ex-Westerceller Christoph Laukart starke Nachwuchstalente.

Die beiden Haupttorschützen muss der SVA natürlich in den Griff bekommen. Das weiß auch SVA-Coach Lars Lehnhoff, der beim Spiel anwesend ist, denn „sein“ Burgwedel-Spiel fällt aus: „Keanu Brandes kann vieles, ob 1:1, selber Schießen oder Anspiele an den Kreis, Rost hat Varianten drauf und ist ein guter Siebenmeterschütze.“

Fakt ist aber auch, dass die junge Hildesheimer Truppe weniger Konstanz zeigt als eine erfahrende Mannschaft. Vor der englischen Woche mit dem wichtigen Dienstag-Spiel gegen Münden hat der SVA keine Angst – im Gegenteil. In der zweiwöchigen Wettkampfpause lief das Training ein bisschen härter ab. „Wegen des freien Wochenendes konnten wir ein bisschen mehr laufen“, grinst Lehnhoff. Das Hauptaugenmerk lag auf erster und zweier Welle und ein paar „anderen, geheimen“ Sachen. Die Altenceller gehen somit gut gerüstet in die Partie. Das findet auch Lehnhoff: „Ich glaube, die Jungs ziehen sich gut aus der Affäre.“

Von Stefan Mehmke

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