Landesliga Frauen

TuS Bergen grüßt von Tabellenspitze

Die Handballerinnen des TuS Bergen sind überraschend Spitzenreiter in der Landesliga. Bittere Heimpleiten gab es hingegen für SV Garßen und HSG Lachte-Lutter.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 14. März 2022 | 17:30 Uhr
  • 12. Juni 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 14. März 2022 | 17:30 Uhr
  • 12. Juni 2022
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Celle.

Der eigene Heimsieg gegen TuS Jahn Hollenstedt II und die überraschende 19:27-Niederlage des VfL Horneburg bei der HG Winsen/Luhe machten es möglich: TuS Bergens Handball-Frauen stehen an der Tabellenspitze der Landesliga Staffel Nord-Ost. In der Ost-Staffel kam TuS Oldau-Ovelgönne beim 28:19-Heimsieg gegen Schlusslicht SG Südkreis-Clenze zu wichtigen zwei Punkten. Bittere Heimniederlagen gab es dagegen für den SV Garßen und die HSG Lachte-Lutter.

TuS Bergen – TuS Jahn Hollenstedt II 25:20 (14:12)

Auch ohne ihren in Quarantäne sitzenden Trainer Daniel van Frayhove kamen Bergens Handballerinnen gut zurecht und grüßen nach dem Ausrutscher des VfL Horneburg jetzt sogar von der Tabellenspitze. Doch bis die zwei Punkte gegen den hartnäckigen Gegner unter Dach und Fach waren, gab es für Bergens starke Defensive viel Arbeit zu verrichten.

Die Gäste kamen nach Rückständen immer wieder heran und hielten die Partie bis eine Viertelstunde vor Schluss offen. Gegen Bergens starken Endspurt waren sie dann aber machtlos. Angeführt von der überragenden Kathrin Becker zogen die Grün-Weißen von 17:17 (44.) auf 24:18 (59.) davon und entschieden das Spiel für sich.

TuS Bergen: Döhler, Wernert – Becker (9), Brüning (3), Müller (2), Wellmann (3), Gossel, Janice Bremer (3/1), Sandvoß, Borges (3), Glasewald (1), Dzionsko, Jasmin Bremer (1).

TuS Oldau-Ovelgönne – SG Südkreis Clenze 28:19 (14:8)

Gegen den schwachen Tabellenletzten war Oldaus Sieg zu keiner Phase in Gefahr. Komplett zufrieden konnte das Team darüber jedoch nicht sein. Es reichte eine Durchschnittsleistung, um die Punkte in eigener Halle zu behalten. „Trotz des klaren Sieges haben wir uns schwergetan. Wir hätten deutlich höher gewinnen müssen, haben dazu aber einfach zu viele Fehler gemacht“, berichtete TuS-Trainer Heiko Schoppmann. Dazu gehörten zahlreiche Unkonzentriertheiten, die zu Fehlpässen oder Fangfehlern führten.

Heran kamen die Gäste aber trotzdem nicht, denn Oldaus Ersatz-Torfrau Claudia Wolter machte ihre Sache sehr gut. „Das war eine Pflichtaufgabe, die wir ordentlich erfüllt haben. Unserem Selbstbewusstsein tut das gut“, fügte Schoppmann an.

Tus Oldau-Ovelgönne: Wolter, Isensee – Neumann (6), Pöplow (5), Dümeland (5/4), Engel (2), Herzig (3/1), Schulz, Weinmann (4), Lauber, Maya (3).

SV Garßen – SG Zweidorf/Bortfeld 29:30 (12:15)

Enttäuscht über die knappe Niederlage war Garßens Trainer Florian Laubenstein. „Von uns war das eine klare Leistungssteigerung. Einstellung und Wille waren da. Leider haben wir gegen die beste Mannschaft der Liga gespielt. Ich kann dem Team keinen Vorwurf machen“, so Laubenstein. Sein Team blieb zwar immer am Gegner dran, lief aber permanent einem Rückstand hinterher.

„Unser Angriff war ja gut, aber unsere Abwehr hat den Gäste-Rückraum nicht in den Griff bekommen und so ein paar Tore zu viel kassiert“, analysierte der SVG-Coach. Nach einer roten Karte auf Seiten des Gegners wurde es nochmals eng, doch zum Remis reichte es nicht mehr.

SV Garßen: Kammer – Baumgart, Schulz (3), Müller (3), Wagner (10/6), Zywicki (5), Danz (5), Zymmek (2), Sobansky, Siebers (1), Bartlau, Schnöge.

HSG Lachte-Lutter – MTV Braunschweig 25:33 (14:15)

In akuter Abstiegsgefahr befindet sich die HSG Lachte-Lutter nach der deutlichen Heimschlappe gegen den MTV Braunschweig. Eine Niederlage, die in dieser Höhe allerdings erst in den Schlussminuten zustande kam. Bis zum 22:24 (49.) blieben die Lachendorferinnen auf Schlagdistanz, brachen dann aber konditionell völlig ein. Nach zerfahrenem Beginn war die HSG eigentlich wieder gut ins Spiel zurückgekommen.

„Es war lange relativ eng, doch zum Schluss ist unsere Gegenwehr völlig erlahmt. Jetzt ist die Situation kritisch, wir müssen dringend wieder punkten“, so Trainer Philip Grüne, der allerdings auch einen Lichtblick zu vermelden hatte. Die junge Julia Rose machte nämlich ein richtig starkes Spiel.

HSG Lachte-Lutter: Hahlbohm – Winkelmann (2), Eschborn (2), Wiczorek (1), A. Colditz (11/3), Rose (2), Lüchau, von Steuber (1), Liechtenstein, Weber (2), Ernst (2), J. Colditz (2).

Von Jochen Strehlau

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