Verbandsliga Männer

Hohe Hürde für Bergen an niederländischer Grenze

Während SV Altencelle in der Handball-Verbandsliga eine Zwangspause einlegen muss, hat TuS Bergen die weiteste Auswärtsfahrt vor der Brust

  • Von Cellesche Zeitung
  • 18. März 2022 | 11:30 Uhr
  • 12. Juni 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 18. März 2022 | 11:30 Uhr
  • 12. Juni 2022
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Bergen.

Die Handballer vom TuS Bergen haben eine lange Reise vor sich: Die Grün-Weißen setzen den Klassenkampf in der Verbandsliga Nordsee bei der SG Neuenhaus/Uelsen fort – an der niederländischen Grenze in der Grafschaft Bad Bentheim. Los geht es am Samstag um 19.30 Uhr in der Sporthalle Boussy-Saint-Antoine zu Neuenhaus.

In der Niedersachsen-Staffel bleibt der SV Altencelle spielfrei. In der Halle des Gastgebers MTV Groß-Lafferde sind ukrainische Flüchtlinge untergebracht.

Etwa 300 Kilometer liegen zwischen der Nordheide und dem Ort der Begegnung in Neuenhaus. Fast bis ins Königreich Niederlande geht die TuS-Fahrt – und mit Holländern kommen die Berger ja gut aus, wie sie Jahr um Jahr im Karneval beweisen.

Rekordtorschütze bereitet Trainer Matthe Sorge

Nur: Bei der SG wartet mit Jörn Wolterink alles andere als ein Karnevals-Prinz. Der Beachhandball-Nationalspieler und ehemalige Zweitligaspieler ist mit 132 (11 im Schnitt) Treffern der Schützenkönig der Liga und Dreh- und Angelpunkt der Gastgeber. Aber auch das Duo Lambers/Wißmann setzt er gut in Szene. Dazu kommt mit Linkshänder Timo Schüring ein überdurchschnittlich guter Rechtsaußen, der zuletzt neun Treffer erzielte. Außerdem hat sich Neuenhaus während der Saison mit Hauke van der Veen-Liege und im Rückraum Cedric van der Kamp deutlich verstärkt.

Das Hinspiel ging für Bergen deutlich mit 27:32 verloren. Auch die personelle Situation spricht nicht für die Heidjer. Denn ausfallen werden Felix Becker, Wilken Rodehorst, Finn Witthoeft, Andres Bothe sowie die beiden Torhüter Andr Libera und Andr Lühmann. Dazu kommen eventuell auch noch Maxi Kirchhoff und Benedikt Heins. Steffen Sieve ist auch noch nicht wieder fit. Eventuell wird Routinier Jan Fischer im Tor aushelfen.

„Die vielen Fehlenden schränken unsere Möglichkeiten extrem ein. Ob wir bei den Voraussetzungen mithalten können, hängt natürlich wieder von unserer Defensive ab“, so der gebeutelte Coach Jörg „Jimmy“ Matthe.

Bergen mit sicherer Abwehr und Geduld

Neuenhaus wirft zwar im Schnitt 30 Tore, verteidigt anscheinend dafür nicht so gern. Bergen will versuchen, den Gegner mit Tempo zu beschäftigen und wenn möglich einige „leichte“ Treffer zu erzielen. Und im Positionsangriff gilt es, geduldig zu sein – was den Grün-Weißen manchmal schwerfällt. „Durch den letzten Sieg ist das Selbstvertrauen etwas gestiegen. Zudem ist Neuenhaus sicherlich eine Mannschaft, die nicht unschlagbar ist. Aufgrund unserer personellen Situation wird es aber äußerst schwer“, so Matthe, der aber auch weiß, dass der Wolterink zuletzt nicht dabei war und die SG völlig überraschend zu Hause gegen Schlusslicht Hunte-Aue Löwen mit 26:27 den Kürzeren zog.

Von Stefan Mehmke

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