Oberliga Frauen

SVA steht vorm ersten Spiel des Jahres

Nach langer Pause steht der SV Altencelle wieder auf der Platte. Leicht wird es nicht: Gegner Lüneburg hat 2022 bereits reichlich Spielpraxis gesammelt.

  • Von Lisa Brautmeier
  • 04. Feb. 2022 | 16:30 Uhr
  • 12. Juni 2022
  • Von Lisa Brautmeier
  • 04. Feb. 2022 | 16:30 Uhr
  • 12. Juni 2022
Anzeige
Celle.

Lange hatten sie warten müssen. Nach über zwei Monaten Spielpause und kurzfristig verlegten Partien setzen die Handballerinnen des SV Altencelle ihre Oberliga-Saison am Sonntag fort. Um 14.45 Uhr sind sie beim HV Lüneburg zu Gast. Der Gegner hat im Gegensatz zum SVA schon drei Spiele in diesem Jahr absolviert.

Vorteil für Gegner

„Ich denke, dass das ein Vorteil für Lüneburg ist. Uns fehlt nicht nur die Spielpraxis, sondern auch die Wettkampfhärte“, sagt Altencelles Trainer Martin Kahle. Eigentlich hätte auch der SVA bereits im Januar wieder spielen sollen. Von Woche zu Woche stellte sich das Team gezielt auf ihre Gegner ein, nur um kurz vor den Spieltagen zu erfahren, dass die Spiele doch nicht ausgetragen werden. Dadurch lief die Vorbereitung alles andere als optimal. „Es ist keine einfache Situation, wenn du ständig in den Startlöchern stehst, aber dann doch nicht spielen kannst“, sagt Kahle. Das letzte Spiel absolvierte der SVA Ende November beim 25:25 gegen Eintracht Hildesheim.

Verzerrtes Tabellenbild

Lüneburg ist derzeitiger Spitzenreiter, allerdings gibt die Tabelle ein sehr verzerrtes Bild her. Altencelle steht auf Platz vier, hat aber auch vier Spiele weniger absolviert. Zuletzt hatte Lüneburg die Tabellenführung ausbauen können, indem der Aufstiegskandidat HSG Heidmark auswärts besiegt wurde. „Sie spielen diese Saison eine gute Runde und gehören zu Recht zu den Topteams“, sagt Kahle. Aber auch der SVA war vor der Pause stets oben mit dabei. Und das Hinspiel gegen Lüneburg hatte der SVA knapp mit 26:25 für sich entschieden.

Ungewöhnliches Angriffsspiel

Der kommende Gegner setzt vor allem auf Angriffe über die Außenspielerinnen – mit bisher großem Erfolg. „Mehr als die Hälfte ihrer Tore erzielen sie über Außenpositionen. Das ist für das Angriffsspiel eher ungewöhnlich“, so Kahle. Zudem steht Lüneburg in der 6:0-Abwehr sehr sicher. Aber da liegt auch die Stärke des SVA, der in der Hinrunde oftmals von der starken Deckung profitierte. „Wir haben auf jeden Fall genug Ehrgeiz, diese schwierige Hürde zu nehmen. Aber wir müssen schauen, wie viel Zeit wir brauchen, um ins Spiel zu kommen“, sagt Kahle, dem für Sonntag der komplette Kader zur Verfügung steht.