Landesliga Frauen

Mit drei Toren in 51 Sekunden zum Sieg

Nach einem Schlussspurt, der es in sich hatte, bleibt TuS Bergen in der Handball-Landesliga der Frauen auf Kurs Meisterschaft.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 23. Mai 2022 | 14:45 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 23. Mai 2022 | 14:45 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Celle.

Nach einer fast schon unglaublichen Aufholjagd und einer dramatischen Schlussphase mit drei Toren in der letzte Minute zum 22:21-Sieg beim MTV Eyendorf stehen TuS Bergens Handball-Frauen in der Landesliga Staffel Nord Ost kurz vor dem Gewinn der Meisterschaft. Die könnte am Samstag mit einem Heimsieg gegen den abstiegsbedrohten MTV Morsum eingetütet werden.

Mit dem gleichen Resultat setzte sich der SV Garßen in der Ost-Staffel knapp im Kreisderby bei TuS Oldau-Ovelgönne durch. Die HSG Lachte-Lutter kam zu einem erfreulichen 32:27-Erfolg gegen den Tabellenzweiten SG VfL Wittingen/Stöcken.

MTV Eyendorf – TuS Bergen 21:22 (13:7)

Nach dem Sieg in Eyendorf sind die Grün-Weißen nun heißer Anwärter auf den Meistertitel. Doch was war das für ein verrückter Spielverlauf? Und vor allem, was war das für eine unfassbare Aufholjagd? „Wir haben die erste Halbzeit total verschlafen. Der MTV war die klar bessere Mannschaft. Wir lagen bis eine Viertelstunde vor Schluss ständig mit sechs bis sieben Toren im Hintertreffen und hatten das Spiel schon fast verloren“, berichtete TuS-Coach Daniel van Frayenhove, dessen Umstellung auf eine 4:2-Deckung der Schlüssel für die kaum zu erwartende Kehrtwende war.

Auf einmal kämpfte sein Team bis zum Umfallen und holte Tor für Tor auf. Als die Gastgeberinnen das 21:19 (59.) erzielten, schien ein Berger Erfolg in weiter Ferne. Doch das Unglaubliche geschah: Nach einer Gästeauszeit genau eine Minute vor Schluss erzielte Bergen binnen 51 Sekunden noch drei Tore zum Sieg und der Jubel kannte keine Grenzen. „Ein Sieg des Willens, aber ausgesprochen glücklich. Jetzt können wir am Samstag die Meisterschaft klarmachen. Das wäre auch für mich persönlich nach dieser schwierigen Saison eine Riesensache“, so van Frayenhove.

TuS Bergen: Döhler – Becker (5), Brüning (1), Hohls, Janine Bremer (1), Wellmann (8/2), Gossel, Janice Bremer, Sandvoß, van der Borst, Borges (5), Glasewald (2/1), Jasmin Bremer

TuS Oldau-Ovelgönne – SV Garßen 21:22 (13:10)

In der gut gefüllten Oldauer Sporthalle sah es zwischenzeitlich für die Gastgeberinnen schon recht vielversprechend aus. Nach lange ausgeglichener erster Hälfte hatte Oldau, das gut und strukturiert spielte, seine Drei-Tore-Halbzeitführung sogar auf 14:10 (31.) ausgebaut.

Doch dann riss der TuS-Spielfaden. Die routinierten Gäste schlugen zurück und drehten das Spiel auf 16:20 (50.). „Wir waren dann leider nicht mehr konzentriert im Angriff, haben den Kopf und die Kontrolle über das Spiel verloren. Am Ende wurde es nochmal spannend, aber es war zu spät“, berichtete TuS-Trainer Christoph Hahnraths, dessen Team von 18:22 (57.) nur noch auf 21:22 (60.) verkürzen konnte.

Froh über den knappen Erfolg war SVG-Trainer Florian Laubenstein. „Derbys muss man gewinnen, egal wie. Oldau war ein gut eingestellter Gegner. Mit unserer Abwehrleistung bin ich zufrieden. Leider haben wir zu viele freie Chancen vergeben, der Erfolg hätte deutlicher ausfallen können“, so SVG-Coach.

TuS Oldau-Ovelgönne: Adam, Wolter – Sevenich, Neumann (3), Ivanova, Pöplow (3/1), Schmidt (1), Dümeland (3/1), Engel (2), Herzig (2), Weinmann (2), Lauber, Maya (5).

SV Garßen: Sobansky, Kammer - Baumgart, Krenz, Schulz (2), Mrakuzic, Wagner (2), Zywicki (1/1), Danz (2), Ringert (5/3), Baumgart, Minskowski (5), Siebers (3), Bartlau (2).

HSG Lachte-Lutter – SG VfL Wittingen/Stöcken 32:27 (17:12)

Mit einer eindrucksvollen Teamleistung und einem sicheren Sieg gegen den Tabellenzweiten verabschiedete sich das Team von Trainer Philip Grüne von seinen Fans und kletterte mit 16:16 Punkten auf den siebten Tabellenplatz.

Bei noch zwei ausstehenden Spielen kann die HSG jetzt sogar noch den Kreisrivalen TuS Oldau-Ovelgönne in der Tabelle überholen. „Ich bin mit dem Spiel sehr zufrieden. Die Mannschaft hat nochmal gezeigt, welches Potenzial in ihr steckt“, meinte Grüne.

HSG Lachte-Lutter: Grüne – Ernst (5), Wiczorek (2), A. Colditz (11/6), Rose (1), Friedhoff (3), von Steuber (3), Liechtenstein (1), Hemme (2), J. Colditz (4).

Von Jochen Strehlau

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