Landesliga Frauen

Aufbruchstimmung bei HSG Lachte-Lutter

Die HSG Lachte-Lutter geht mit neuen Ambitionen in die neue Landesliga-Saison. Aus dem Abstiegskampf will sich das Team raushalten.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 20. Okt. 2020 | 13:33 Uhr
  • 12. Juni 2022
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  • 20. Okt. 2020 | 13:33 Uhr
  • 12. Juni 2022
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Lachendorf.

Wachablösung beim Frauen-Landesligisten HSG Lachte-Lutter: Anstelle von Holger Heinrich, der bereits im Sommer beschloss, eine Handballpause einzulegen, hat der erst 27-jährige Philip Grüne das Trainerzepter übernommen. Und dieser geht seine neue Aufgabe mit großer Begeisterung und Optimismus an. In der neuen Saison soll in Lachendorf nämlich einiges anders werden. Der Verein möchte sich vom Image der „grauen Maus“ und des ewigen Abstiegskandidaten lösen und in der neu formierten Landesliga Staffel Ost eine gute Rolle spielen.

Grüne, der sich nach einem Kreuzbandriss schon 2013 auf das Trainergeschäft verlegte und erste Erfahrungen beim Coaching der HSG B- und A- Jugend sammelte, gilt als Handballverrückter. In Doppelfunktion trainiert er nämlich auch noch das HSG-Herrenteam, das in der Regionsoberliga spielt. Zuviel wird dem jungen Übungsleiter das aber nicht. Er feilte schon frühzeitig an seinen Trainingskonzepten und ließ schon lange vor dem offiziellen Vorbereitungsstart sein Damenteam eine von Athletiktrainer Timo Ebert entwickelte Fitness-Challenge abarbeiten.

Hartes Training soll sich auszahlen

Was folgte, waren harte Trainingseinheiten auf dem Sportplatz. „Wir haben dreimal die Woche trainiert. Die Mädchen sind ordentlich ins Schwitzen gekommen, aber alle waren motiviert und haben toll mitgezogen“, so Grüne. Seit ein paar Wochen wird nun in der Halle geübt – und auch da hat 27-jährige nur Positives zu berichten. „Wir haben eine ganze Reihe von Vorbereitungsspielen absolviert und diese ausnahmslos deutlich und mit vielen geworfenen Toren gewonnen. Da war schon eine Entwicklung zu erkennen“, berichtet Grüne.

Er ist davon überzeugt, dass es seinem Team gelingt, genügend Punkte zu sammeln und sich so frühzeitig vom Abstiegskampf freizumachen. Das ausgegebene Ziel ist ein Platz im Mittelfeld. „Wir sind vernünftig besetzt, auch wenn der 14 Spielerinnen umfassende Kader nicht allzu üppig ist“, so Grüne. Er arbeitet daran, die Verantwortung auf alle Spielerinnen zu verteilen. „Natürlich ist Kapitänin Annabell Colditz mit ihrer Wurfgewalt und all ihrer Erfahrung immer noch der Dreh- und Angelpunkt im Team. Es wäre aber grundverkehrt, unser Spiel nur alleine auf sie abzustimmen. Wir wollen so variabel wie möglich sein und deshalb dürfen wir uns nicht von einer Person abhängig machen. Schließlich ist Handball ein Mannschaftssport“, erklärt der HSG-Coach.

Grüne konnte zur neuen Saison mit Gesa Ernst, Amelie Lüchau, Marie von Steuber (alle eigene Jugend), Janna Winkelmann, Marie Winkelmann und Skadi Lichtenstein (alle zweite Mannschaft) sowie der variabel einsetzbaren Rückkehrerin Laura Wiczorek (TuS Empelde) gleich sieben ehrgeizige Neuzugänge im Team begrüßen. Schwer wog hingegen der Abgang von Ines Wottschel, die zum Oberligisten SV Altencelle wechselte.

Die zu verspürende Lachendorfer Aufbruchsstimmung trübte das aber nicht. „Wir sind für die Saison breiter aufgestellt und werden mutig auftreten. Es wird spannend, in der neuen Umgebung erwarten uns viele Hochkaräter. Unser Auftaktspiel gegen die SG Zweidorf/Bortfeld wird erste Aufschlüsse darüber geben, in welche Richtung die Reise geht“, meint Grüne.

Kader HSG Lachte-Lutter: Ann-Christin Grüne (Tor), Amelie Lüchau (Tor), Alina Schulz (Außen, Mitte), Jennifer Colditz (Außen, Mitte), Annabell Colditz (Rückraum), Marie von Steuber (Kreis), Helke Weber (Kreis), Janna Winkelmann (Rückraum), Laura Wiczorek (Außen), Sina Klein (Rückraum), Skadi Lichtenstein (Außen), Celina Friedhoff (Rückraum), Gesa Ernst (Außen), Marie Winkelmann (Außen, Mitte).

Von Jochen Strehlau

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