Landesliga Frauen

Lachte-Lutter mit Taktik der kleinen Schritte

Es ist noch nicht als Gold was glänzt, dennoch ist Philip Grüne mit der Leistung der HSG Lachte-Lutter in der Handball-Landesliga Frauen zufrieden.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 06. Jan. 2022 | 16:10 Uhr
  • 12. Juni 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 06. Jan. 2022 | 16:10 Uhr
  • 12. Juni 2022
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Lachendorf.

Sämtliche Hebel hatte Philip Grüne, Cheftrainer des Handball-Landesligisten HSG Lachte-Lutter, schon während der Saisonvorbereitung in Bewegung gesetzt, um dem jahrelangen Abstiegskandidaten neues Leben und neues Selbstbewusstsein einzuhauchen. Relativ hoch waren auch die sportlichen Ansprüche, die der selbstbewusste 27-jährige an sich und sein Team stellte. Von einer komplett anderen taktischen Ausrichtung sowie einem anderen Spielsystem war die Rede. Nun, nachdem mit sechs von achtzehn Spielen genau ein Drittel der Saison absolviert ist, kann man konstatieren, dass sich die HSG mit dem ausgeglichenen 6:6 Punktekonto durchaus im Rahmen der abgesteckten Ziele bewegt.

Gute Leistungen trotz Niederlagen gegen Spitzenteams

Zu berücksichtigen ist auch, dass sich die HSG bei ihren Niederlagen gegen die Spitzenteams SV Garßen (22:24) und SG VfL Wittingen/Stöcken (20:27) gut verkaufte und unter Wert geschlagen wurde.

Von Abstiegsgefahr ist in Lachendorf keine Rede

So deutet bisher nichts darauf hin, dass die Lachendorferinnen noch in akute Abstiegsgefahr geraten könnten. Die anvisierte Endplatzierung im gesicherten Mittelfeld erscheint nach wie vor realistisch. Dennoch ist Grüne nur teilweise mit der Umsetzung der ausgegeben ehrgeizigen Zielsetzungen zufrieden. „Die von mir präferierten offensiven und deutlich aggressiveren Deckungsvarianten mit schnellen Ballgewinnen und Tempogegenstößen konnten wir nicht immer praktizieren. Weil mir im Training und auf der Platte oft zu wenig Spielerinnen zur Verfügung standen, mussten wir auf einfache Systeme zurückgreifen. Ich wäre zwar gerne weiter, aber man muss mit dem jungen Kader auch Geduld haben. Insgesamt ist der jetzige Leistungsstand schon in Ordnung“, findet Grüne, der seine HSG auf einem guten Weg sieht.

Annabell Colditz mit bereits 47 Treffern

Er vermisst die sich in Baby-Pause befindenden erfahrenen Rückraumspielerinnen Alina Schulz und Celina Friedhoff. Doch dafür sprang die schwer zu stoppende Torjägerin Annabell Colditz, die mit 47 erzielten Treffern die Landesliga-Torschützenliste einsam anführt, wieder einmal zuverlässig in die Bresche. Auch die Führungsspielerinnen Jennifer Colditz und Helke Weber überzeugten bisher. Gute Fortschritte machen die jungen Außenspielerinnen Gesa Ernst (19) und Amelie Lüchau (18). Gleiches gilt für Rückraumspielerin Birte Hemme (20) und Kreisläuferin Marie von Steuber (19). „Die Integration unserer jungen Spielerinnen, die viel Einsatzzeit bekommen, ist ganz wichtig. Sie müssen Erfahrungen sammeln und dürfen Fehler machen“, unterstreicht Grüne, der weiter intensiv daran arbeitet, das Spiel breiter aufzubauen und die Verantwortung auf möglichst viel Schultern zu verteilen.

Platz in oberer Tabellenhälfte als Ziel

Weiter geht es für die HSG am Samstag, 15. Januar. Dann steht in der Lachendorfer Realschulsporthalle Südfeld das attraktive Kreisderby gegen TuS Oldau-Ovelgönne auf dem Programm. „Ein Sieg gegen Oldau wäre ein nächster Schritt zu einem frühzeitig gesicherten Klassenerhalt und einem Platz in der oberen Tabellenhälfte“, so der HSG-Coach.

Von Jochen Strehlau

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