Verbandsliga Männer

SVA-Coach sieht „nur noch Endspiele“

Die Handballer des SV Altencelle hadern mit den Schiedsrichtern. Nach der knappen Niederlage gegen Groß Lafferde wollen sie nun gegen Rhumetal punkten.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 13. Mai 2022 | 15:30 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 13. Mai 2022 | 15:30 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Celle.

In der Handball-Verbandsliga Niedersachsen geht der Abstiegskampf in die heiße Phase. Der SV Altencelle unterlag am Donnerstag beim MTV Groß Lafferde mit 21:23 (11:10) und muss weiter um den Klassenerhalt kämpfen. Am Sonntag geht die Reise zu einem weiteren Kandidaten für die Abstiegsplätze. Bei der HSG Rhumetal wird es ganz hart.

TuS Bergen hingegen feilt in der Nordsee-Staffel weiter am Wunder Klassenerhalt. Dazu müssen am Samstag dringend zwei Punkte gegen den TV Neerstedt her.

MTV Groß Lafferde – SV Altencelle 23:21 (10:11)

Die Altenceller hatten die große Chance, den Sack in Sachen Klassenerhalt zuzumachen – bekamen aber den Knoten nicht hin. Der angeschlagene Maxi Ahrenbeck nahm einen Platz auf der Bank ein. Dort traf er auch den guten alten Back-up-Goalie Freddy Hövermann, der Tobi Geese vertrat.

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Beide Teams spielten vielleicht nicht den besten Handball, leisteten sich einige Fehler, aber beide Vertretungen kämpften wie die Weltmeister. Bis in die 54. Minute hinein war alles gut, doch dann nahmen sich die Schiedsrichter Marian Hansing und Jan-Niklas Thisius ihren großen Auftritt. Sämtliche Pfiffe gingen gegen Altencelle, ob ungeahndete Fouls gegen Justin Behr, übersehene technische Fehler oder nicht gegebene Zeitstrafen wegen Zeitspiels gegen Lafferde – der Gastgeber bekam jeden Pfiff. „Fehler gehören dazu, aber das war schon sehr einseitig“, bemühte sich SVA-Trainer Lars Lehnhoff um Contenance – was aufgrund seiner wirklich schlechten Laune am Morgen danach nicht wirklich gelang. Verständlich, denn plötzlich stand es 23:20 für die Gastgeber, die so sehr glücklich wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt ergatterten.

Es gab aber Erfreuliches, denn Kreisläufer Kai Nowak trug sich nach seiner langen Verletzungspause mit sechs Treffern wieder tüchtig in die Torschützenliste ein.

SV Altencelle: Hövermann, Kl. Nowak – Premper, Starke (2), Lackinger, Weinmann (2), Wietfeld, K.-M. Nowak (6), Krumwiede (7), Hahnraths (2/2), P. Roselieb, Moritz, Behr (2).

TuS Bergen – TV Neerstedt (Samstag, 19.30 Uhr)

Neerstedt ist eine Mannschaft aus dem gesicherten Mittelfeld und ein unbekannter Gegner; handelt es sich doch um das Hinspiel. Die Gäste sind gut durchmischt mit jungen, talentierten Spielern und älteren, reaktivierten Ex-Oberligaspielern. Spieler wie Marcel Reuter und Thomas Schützmann treffen regelmäßig und häufig ins gegnerische Tor, aber in anderen Spielen sind es dann Spieler wie Stjorven Schröder, Andrej Kunz oder Julian Hoffmann, die für die Tore sorgen. Vorzüge sind auch Nachteile: Mal gewinnt Neerstedt mit seiner robusten 6:0-Abwehr gegen Teams aus der oberen Tabellenregion, verliert aber auch gegen Teams aus dem Tabellenkeller.

Bei Bergen haben sich nun auch einige Verletzungen „eingeschlichen“, so dass sich erst zum Anpfiff wirklich herausstellen wird, wer zur Verfügung steht. Verbessern muss sich Bergen individuell und taktisch. „Das war gegen Heidmark einfach nicht in Ordnung. Aber die deftige Niederlage haben wir abgehakt. Nach zwei Heimniederlagen wollen und müssen wir zu Hause mal wieder eine anständige Partie abliefern“, fordert Trainer Jörg Matthe, der weiß, dass die Leistungen des Teams aktuell sehr schwankend sind. Matthe: „Mal abwarten, was uns die Überraschungstüte diesmal präsentiert.“

HSG Rhumetal – SV Altencelle (Sonntag, 17 Uhr)

Am Sonntag hat der SVA erneut die Chance, den Abstand zum Keller auszubauen. Es geht gegen einen direkten Konkurrenten. Rhumetal liegt zwei Plätze hinter Altencelle, kämpft wie wild um den Klassenerhalt. Dazu reaktivierten die Randharzer mal wieder die Tormaschine Benny Jensch.

„Jetzt haben wir nur noch Endspiele“, sagt Lars Lehnhoff nach der mehr als ärgerlichen Niederlage in Lafferde. Er geht von vier Absteigern aus – und die Südniedersachsen haben jetzt drei Endspiele in Folge. In Katlenburg ist die Stimmung in der Burgberghalle meist hitzig. Da die Partie zudem extrem wichtig für beide Mannschaften ist, könnte es diesmal noch heißer werden. Mit dabei sein werden diesmal wieder Keeper Lars Wagner, Außen Thilo Kisser und Kreisläufer Max Ahrenbeck.

Von Stefan Mehmke

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