Landesliga Frauen

Bergen will Spitzenreiter auf den Fersen bleiben

Alle vier Vertreter aus dem Kreis Celle bestreiten in der Handball-Landesliga Frauen Heimspiele. Alle wollen den Vorteil möglichst für Siege nutzen.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 11. März 2022 | 16:30 Uhr
  • 12. Juni 2022
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  • 11. März 2022 | 16:30 Uhr
  • 12. Juni 2022
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Celle.

Die Handball-Landesliga der Frauen nimmt Fahrt auf. Alle vier Celler Teams sind am Wochenende im Einsatz. Bereits am Samstag empfängt die HSG Lachte-Lutter das Team vom MTV Braunschweig. Der SV Garßen (gegen SG Zweidorf/Bortfeld) und TuS Oldau-Ovelgönne (gegen SG Südkreis Clenze) wollen ebenfalls ihren Heimvorteil nutzen.

In der Staffel Nord-Ost kommt es zum Verfolgerduell zwischen TuS Bergen und TuS Jahn Hollenstedt II.

HSG Lachte-Lutter – MTV Braunschweig (Samstag, 15 Uhr)

Mit gemischten Gefühlen sieht HSG-Trainer Philip Grüne der Aufgabe gegen den MTV Braunschweig entgegen. „Die Aufgabe ist schwierig, aber machbar. Dazu müssen wir aber unsere Fehler minimieren und vor allem schnell zu unseren Spielrhythmus finden. Gelingt uns das nicht, haben wir ein Problem“, sagt Grüne mit Blick auf die Tabelle, denn bei einer Niederlage würde seine HSG erst einmal auf einem Abstiegsplatz festsitzen.

Er fordert mannschaftliche Geschlossenheit und eine klare Steigerung im Vergleich zum vorangegangenen Spiel gegen Oldau. Personell ist die Lage nur mittelprächtig. Außenspielerin Birte Hemme fällt aus und die Einsätze von Torfrau Ann-Christin Grüne sowie von Jennifer Colditz stehen auf der Kippe.

TuS Oldau-Ovelgönne – SG Südkreis Clenze (Sonntag, 18 Uhr)

Der letzte überraschend deutliche Auswärtssieg im Kreisderby bei der HSG Lachte-Lutter hat den Blau-Gelben mächtig Auftrieb verliehen. Und auch im Heimspiel gegen den punktlosen Tabellenletzten aus Clenze stehen die Zeichen auf Sieg. „Wenn wir das gewinnen, ist Clenze der erste Absteiger. Wenn nicht, kann sich die ganze Abstiegslage noch drehen. Ich warne davor, den Gegner zu unterschätzen. Das ist ein schweres Spiel“, betont TuS-Trainer Heiko Schoppmann.

Die Stimmung im Oldauer Team ist gut, aber nicht ganz ungetrübt, denn wie überall gibt es auch hier Corona-Fälle. Torfrau Inja Adam fällt deshalb definitiv aus, sodass Claudia Wolter und Jennifer Isensee in die Bresche springen müssen. „Ich hoffe, dass nicht noch mehr Fälle hinzukommen und das Spiel stattfindet“, so Schoppmann.

SV Garßen – SG Zweidorf Bortfeld (Sonntag, 15 Uhr)

Der Spitzenreiter kommt in die HBG-Halle und da möchte der SVG, der über die Woche gut trainiert hat, gerne an die gute Leistung vom Vorsonntag anknüpfen. „Wir bekommen ein dickes Brett zu bohren, doch wir können da mithalten, wenn die Einstellung stimmt. Natürlich müssen wir dazu unsere freien Würfe und Siebenmeter reinmachen und in der Abwehr wieder eine gesunde Aggressivität an den Tag legen“, sagt Trainer Laubenstein.

Doch selbst, wenn alles klappt, ist das noch kein Garant für einen Sieg. Die Gäste, die einen gepflegten Ball aus der Abwehr heraus spielen und am gegnerischen Kreis die Lücken suchen und finden, stehen nach Laubensteins Meinung zu Recht an der Tabellenspitze.

Die verletzungsbedingten Ausfälle der Außenspielerinnen Jana Kahle, Maren Minskowski und Fiona Meier sowie von Rückraumspielerin Louise Ringert machen Garßens Aufgabe nicht leichter. Auch Torfrau Claudia Körner wird nicht dabei sein.

TuS Bergen – TuS Jahn Hollenstedt II (Sonntag, 16.30 Uhr)

In der Berger Heisterkamp-Halle kommt es zu einem Verfolgerduell. Und wenn das Team von Trainer Daniel van Frayenhove auf Schlagdistanz zu Spitzenreiter VfL Horneburg bleiben will, müssen die Punkte in Bergen bleiben.

„Mit Hollenstedt haben wir noch eine Rechnung offen, denn da haben wir nach einer schwachen Leistung unsere einzige Niederlage kassiert. Das wollen wir am Sonntag wiedergutmachen“, sagt Bergens Coach.

Da er weiß, dass die Gäste im gebundenen Angriff eine starke Abwehr stellen, sind schnelle Angriffe mit einfachen Toren über die erste und zweite Welle das Mittel zum Erfolg. „Wir werden alles geben, um oben dranzubleiben“, verspricht van Frayenhove.

Von Jochen Strehlau

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