Celle Stadt

Zeit des Testens ist vorbei

Die Zeit des Testens ist vorbei: Morgen um 19.30 Uhr startet Fußball-Bezirksoberligist TuS Celle FC in die neue Saison. Gegner im Günter-Volker-Stadion ist dann der TuS Bodenteich. Celles Trainer Andr Müller lässt sich indes im Vorfeld nicht in die Karten schauen, was die Aufstellung anbetrifft. Allerdings geht er davon aus, dass sein Team auf einen defensiv eingestellten Gegner treffen wird.

  • Von Jürgen Poestges
  • 05. Aug. 2009 | 16:40 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Jürgen Poestges
  • 05. Aug. 2009 | 16:40 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Celle Stadt.

Von Favoritenrolle will er nichts wissen. „Dass die Absteiger aus der Oberliga hier automatisch die besten Chancen auf den Aufstieg haben, das glaube ich nicht“, meint Andr Müller, Trainer des Fußball-Bezirksoberligisten TuS Celle FC. Morgen um 19.30 Uhr beginnt mit dem Heimspiel gegen TuS Bodenteich im Günther-Volker-Stadion die neue Saison.

Der Auftakt der Vorbereitung ging mit den drei Niederlagen im Porta-Pokal in Ramlingen gründlich daneben, aber die ersten beiden Pflichtspiele im Pokal gegen den Liga-Konkurrenten SV Nienhagen (5:1) und den Kreisligisten SV Altencelle (6:0) waren da schon von einem anderen Kaliber. „Wir haben eine junge Mannschaft, die sich erst einmal an die neue Umgebung und unser neues System gewöhnen musste. Und auch jetzt haben wir noch Luft nach oben, glaube ich“, sagt Müller. Drei bis vier Mal in der Woche bittet er sein Team zu Trainingseinheiten – und das soll auch noch eine Weile so bleiben.

Am 4-4-2-System aus der Vorbereitung will er festhalten, „das hat sich bewährt“. Eine zentrale Rolle spielt darin Marvin Stieler, den Müller als neuen Mannschaftskapitän bestimmt hat. Eine exponierte Position für einen gerade einmal 20-Jährigen. Müller. „Das hat nichts damit zu tun, dass der vorherige Kapitän Eike Mach in seiner Position geschwächt wird, er ist ohnehin der am meisten akzeptierte Spieler in der Mannschaft. Aber ich wollte jemanden haben, der nicht aus 80 Metern ins Feld hinein brüllen muss, um Anweisungen zu geben.“ Stieler sei als Mittelfeldspieler in alle Situationen mit eingebunden. „Und er kann eine Menge lernen, wenn er die Verantwortung übernimmt. Ich traue ihm das durchaus zu.“

Ein weiterer Pluspunkt im TuS-Spiel: Stürmer Benjamin Zeising erzielt wieder Tore. Ein befreites Aufspielen nach dem Weggang von Manuel Brunne? „Das glaube ich nicht“, so Müller. „Bennis hat ja in der vorletzten Saison auch viele Tore gemacht, und mit der vergangenen Spielzeit war er sehr unzufrieden. Ein Spieler mit dem Format wie er bekommt natürlich in der Bezirksoberliga schon einmal den ein oder anderen Freiraum, den er ausnutzen kann.“

Über die Aufstellung lässt sich der TuS-Coach allerdings nichts entlocken. „Wir absolvieren erst einmal das Abschlusstraining, und dann mache ich mir ausführlich Gedanken darüber.“ Nur soviel lässt er sich entlocken: Auf der Torhüter-Position werden sich wohl vorerst Routinier Eike Mach und Neuzugang Torben Stradtmann abwechseln.

Müller geht davon aus, dass gleich der Auftakt gegen Bodenteich zu einem Geduldsprobe werden wird. „Es wird sicherlich viele Teams geben, die sich hier bei uns hinten reinstellen werden. Da heißt es für uns, diszipliniert und geduldig an unserem System festzuhalten. Das wird für die junge Mannschaft zu einem echten Test werden.“

Mit den Gegner beschäftigt er sich indes nicht. „Wir denken von Spiel zu Spiel, wollen möglichst schnell genug Punkte sammeln, um uns mit dem Abstieg nicht beschäftigen zu müssen.“ Ein gesicherter Mittelfeldplatz – was bei sieben Absteigern wegen der Spielklassen-Reform mindestens Platz zehn bedeutet – ist das Ziel.

Als Favoriten sieht er Teutonia Uelzen an, die seit Jahren in der Bezirksoberliga oben mitspielen, dazu auch Eintracht Lüneburg, die sich erheblich verstärkt haben. Die Mitabsteiger hat er dagegen eher nicht auf dem Plan. Der VfL Maschen ist im Pokal beim Bezirksoberliga-Aufsteiger MTV Moisburg ausgeschieden, der Rotenburger SV hat seine Mannschaft komplett umgebaut. Und der TuS FC: „Wir nehmen es, wie es kommt, und würden uns sicherlich auch nicht wehren, wenn wir oben mitspielen können.“