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Fußball regional Westercelle weist Verfolger in Schranken
Sport Fußball regional Westercelle weist Verfolger in Schranken
21:31 21.10.2018
Foto: Die Westerceller Faisal Gazali Soma (Zweiter von links) und Tom Schaper (Mitte) versuchen sich gegen Kaspar-Ernst Balke, Philip Köhler (verdeckt) und Marvon Onyechi (von links) von Eintracht Leinetal durchzusetzen.
Die Westerceller Faisal Gazali Soma (Zweiter von links) und Tom Schaper (Mitte) versuchen sich gegen Kaspar-Ernst Balke, Philip Köhler (verdeckt) und Marvon Onyechi (von links) von Eintracht Leinetal durchzusetzen. Quelle: Oliver Knoblich
Westercelle

Das klare Resultat von 3:0 täuscht etwas über den wahren Spielverlauf hinweg. Die ein hohes Tempo gehenden Gäste hatten in der ersten Halbzeit diverse ausgezeichnete Chancen, die Partie in ihrem Sinne zu gestalten. Doch dem stand der mehrfach blendend reagierende VfL-Torwart Patrick Schlothauer entgegen.

Vor gut 150 Zuschauern avancierte der erst 18-Jährige zusammen mit dem zweifachen Torschützen Tom Schaper zu einem der beiden Westerceller Matchwinner.

„Das war ein großer Kampf, dem wir den sehr spielstarken Gästen geboten haben. Wir haben immer dagegengehalten und Leinetal mit zunehmender Spieldauer den Zahn gezogen“, freute sich VfL-Trainer Axel Güllert.

Nach munterem Beginn hatte gleich die erste echte Torchance des VfL die 1:0-Führung (11.) gebracht. Zuerst konnte Leinetals Schlussmann Pascal Locker noch mit Fußabwehr gegen Faisal Gazali Soma retten, doch den Abpraller zirkelte Tom Schaper hoch und mit viel Gefühl in die Maschen. Doch dieser Rückstand stachelte die nun immer mehr aufdrehenden Gäste erst richtig an. Jetzt folgte die große Zeit von VfL-Keeper Schlothauer. Einmal tauchte der Ex-Wietzer Hendrik Ziemke (14.) frei vor Schlothauer auf, zweimal (21./27.) lief Justin Onyechi alleine aufs Westerceller Gehäuse zu. Doch Schlothauer blieb durch schlaues Verkürzen des Winkels und starke Reflexe dreimal Sieger.

So hatte der VfL gegen in der ersten Halbzeit dominierende und oft gedankenschnellere Gäste diesmal auch das Glück auf seiner Seite. In der zweiten Spielhälfte kam Alexander Laube für Timo Papendieck aufs Feld, was dem jetzt präsenter wirkenden VfL mehr Stabilität im Zentrum brachte. Als ein von Tom Schaper getretener Freistoß hoch in Leinetals Fünfmeterraum segelte, war Soma, der erstmals von Beginn an in der Westerceller Startelf stand, zur Stelle und stocherte das Leder zum ganz wichtigen 2:0 (57.) über die Linie.

Von diesem Treffer erholten sich die nun nachlassenden Gäste nicht mehr. Westercelle kontrollierte jetzt das Spiel, blieb konzentriert und zeigte sich im Zweikampfverhalten überaus konsequent. So war die große Spannung frühzeitig aus der Begegnung heraus. „Letztlich hatten wir nach hinten raus die bessere Kondition. Das hat man auch daran gesehen, dass wir immer mehr zweite Bälle gewonnen haben. Ebenso haben wir in den letzten 25 Minuten die besseren Angriffe gezeigt. Von Leinetal war nicht mehr viel zu sehen“, analysierte Güllert.

Zusammen mit VfL-Trainerkollege Heiko Vollmer konnte er in der 87. Minute noch das schönste Tor des Tages bestaunen. Nach Zuspiel von Laube zog Schaper von außen wieder in die Mitte, umkurvte am und im Strafraum drei, vier Gegenspieler und schloss unhaltbar zum umjubelten 3:0-Endstand ab.

Von Jochen Strehlau