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Fußball regional VfL Westercelle verliert unglücklich
Sport Fußball regional VfL Westercelle verliert unglücklich
07:47 07.12.2015
Westercelle

In einem über nahezu die gesamte Spielzeit ausgeglichenen Bezirksliga-Match gelang es dem gastgebenden VfL Westercelle nicht, den Lauf der Gäste aus Ashausen zu unterbrechen. Der Tabellendritte konnte in wenig überzeugender Manier den zehnten Sieg in Folge einfahren.

„Wir befinden uns derzeit auf einer Erfolgs-Welle nach verkorkstem Start und haben aktuell den positiven Lauf, bei dem fast alles geht“, bekannte dann auch der Ashausener Coach Steffen Harms nach Spielende, „und Westercelle hat den negativen.“ Dem stimmte Trainer Holger Kaiser direkt zu und ergänzte: „Uns war klar, dass derjenige, der den ersten Fehler macht, das Spiel verlieren wird.“

Die erste Hälfte bestimmten zwei sichere Defensivreihen, die Großchancen zu verhindern wussten. War dann doch mal ein Fernschuss Richtung Gehäuse durchgekommen, waren die Torhüter auf beiden Seiten zur Stelle und parierten sicher. Echte, hochkarätige Gelegenheiten ergaben sich nicht. Die Gäste operierten zumeist mit langen Bällen, die für die Westerceller Innenverteidiger Louis Wilke und Lars Preißner leicht auszurechnen und zu klären waren. Zudem stand auch das defensive Mittelfeld, besetzt mit Pascal Peschke und Kapitän Torben Vogel, sehr sicher.

So musste ein individueller Fehler von Torhüter Jannick Heuer herhalten, um den Gästen die Führung zu ermöglichen. Der Keeper konnte in der 56. Minute einen Rückpass nicht klären. Nutznießer war die einzige Sturmspitze der Gäste, Niklas Witte, der Heuer umkurvte und zum 0:1 einschob. Ein „geschenktes Tor“, wie Harms es nannte, nachdem er zuvor „die fehlende Überzeugung im letzten Drittel“ bei seinem Team vermisst hatte.

Westercelle mobilisierte alle Kräfte, attackierte früher, gewann auch einige Bälle, blieb vor des Gegners Tor allerdings zu wenig zielstrebig und kam lediglich zu Fernschusschancen durch Aaron Meier, Marcel Sefczyk und Peter Meisner. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, die Jungs haben toll gekämpft. Jetzt müssen wir uns allerdings mit dem Thema Abstiegskampf befassen. Das neue Ziel sind 38 Punkte. Die sollten reichen,“ so Kaiser, der aufgrund der vielen Verletzten und der unbefriedigenden, wetterbedingten Trainingssituation die Winterpause herbeisehnt.

Zu allem Überfluss muss der VfL den nächsten Verletzten in sein Lazarett aufnehmen: Bei einem unglücklichen Zusammenprall verdrehte sich Rechtsverteidiger Julian Zaton das Knie und droht für längere Zeit auszufallen.

Von Marc Tetens