Nienhagen

Umbruch beim SV Nienhagen

Fußball-Bezirksoberligist SV Nienhagen setzt weiter auf die Jugend. Mit neuem Gesicht und neuem System will der SVN den Klassenerhalt schaffen. Im Mittelpunkt stehen in dieser schwierigen Saison die Derbys mit Oberliga-Absteiger TuS Celle FC. Es geht um die Vormachtstellung im Celler Fußball. Für Trainer Rolf Klindtworth ist aber der Ligaverbleib das oberste Ziel.

  • Von Oliver Schreiber
  • 15. Juli 2009 | 17:13 Uhr
  • 14. Juni 2022
Rolf Klindtworth, Trainer von Fußball-Bezirksoberligist SV Nienhagen, will mit seiner jungen Truppe den Klassenerhalt schaffen. Neues System und neues Gesicht - Junge Truppe vor „Hammersaison“ - SV Nienhagen baut auf den Nachwuchs und freut sich auf Derbys gegen TuS Celle FC - Fußball-Bezirksoberligist SV Nienhagen setzt weiter auf die Jugend. Mit neuem Gesicht und neuem System will der SVN den Klassenerhalt schaffen. Im Mittelpunkt stehen in dieser schwierigen Saison die Derbys mit Oberliga-Absteiger TuS Celle FC. Es geht um die Vormachtstellung im Celler Fußball. Für Trainer Rolf Klindtworth ist aber der Ligaverbleib das oberste Ziel. - Von Oliver Schreiber - NIENHAGEN. Rolf Klindtworth schnauft tief durch. „Ich musste mich während meines Urlaubs mehr um meine Mannschaft kümmern als während einer Saison“, erklärt der Trainer von Fußball-Bezirksoberligist SV Nienhagen. Seine Kaderplanung für die kommende Spielzeit gestaltete sich wie ein kniffliges Puzzle. Viele Spieler, die ihm bereits eine Zusage gegeben hatten, sprangen kurzfristig ab. Auch seine eigenen Schützlinge hielten ihn mit Abwanderungsgedanken ständig auf Trab. - Unterm Strich steht bei den Gelb-Schwarzen wieder einmal ein Umbruch bevor. Eine komplette Elf hat die Nienhäger während der letzten und vor dieser Saison verlassen. Darunter Hochkatäter wie Sven Teichmann, Tobias Zeising zur Winterpause sowie jetzt mit Maurice Thies eines der Top-Talente, mit neun Treffern in der Spielzeit 2008/09 bester SVN-Schütze. Ausgerechnet zum neuen Ligarivalen TuS Celle FC, dessen Vormachtstellung im lokalen Fußball sie zumindest ins Wanken bringen wollen. Mit Thies wechseln auch Routinier Klaas Mach und der erst zur Winterpause vom VfL Wathlingen verpflichtete Melvin Adekunle an die Nienburger Straße. Auch Naser Dullaj, Jurij Graf (beruflich bedingte Umzüge) und Matthias Lueg (Pause) stehen Klindtworth nicht mehr zur Verfügung, der junge Führungsspieler Jan Lührs studiert ab Oktober i
  • Von Oliver Schreiber
  • 15. Juli 2009 | 17:13 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Nienhagen.

Rolf Klindtworth schnauft tief durch. „Ich musste mich während meines Urlaubs mehr um meine Mannschaft kümmern als während einer Saison“, erklärt der Trainer von Fußball-Bezirksoberligist SV Nienhagen. Seine Kaderplanung für die kommende Spielzeit gestaltete sich wie ein kniffliges Puzzle. Viele Spieler, die ihm bereits eine Zusage gegeben hatten, sprangen kurzfristig ab. Auch seine eigenen Schützlinge hielten ihn mit Abwanderungsgedanken ständig auf Trab.

Unterm Strich steht bei den Gelb-Schwarzen wieder einmal ein Umbruch bevor. Eine komplette Elf hat die Nienhäger während der letzten und vor dieser Saison verlassen. Darunter Hochkatäter wie Sven Teichmann, Tobias Zeising zur Winterpause sowie jetzt mit Maurice Thies eines der Top-Talente, mit neun Treffern in der Spielzeit 2008/09 bester SVN-Schütze. Ausgerechnet zum neuen Ligarivalen TuS Celle FC, dessen Vormachtstellung im lokalen Fußball sie zumindest ins Wanken bringen wollen. Mit Thies wechseln auch Routinier Klaas Mach und der erst zur Winterpause vom VfL Wathlingen verpflichtete Melvin Adekunle an die Nienburger Straße. Auch Naser Dullaj, Jurij Graf (beruflich bedingte Umzüge) und Matthias Lueg (Pause) stehen Klindtworth nicht mehr zur Verfügung, der junge Führungsspieler Jan Lührs studiert ab Oktober in Köln. Angreifer Jonathan Hagos wurde am Kreuzband operiert und fällt wohl bis zur Rückserie aus. Dafür steigt mit Raphael Strzodka ein langzeitverletzter Stürmer wieder in die Vollen.

Die Nienhäger greifen daher auf ihr breites Reservoir an guten Jugendspielern zurück. Die A-Junioren Lars Lutschewitz, Alessandro Majer, Tahir Örs und Kevin Schöneck, die zum Teil bereits in der vergangenen Saison ihren Mann in der Bezirksoberliga gestanden haben, spielen in Klindtworths Planungen eine große Rolle. Sie sollen als Defensivkräfte das neue System mit Vierer-Abwehrkette statt klassischem Libero mit Leben füllen. Eine taktische Grundordnung, die sie bereits aus der A-Jugend kennen.

Zudem hat der SVN drei Offensivkräfte verpflichtet. Tim Klein (24/SSV Südwinsen), Tim Petersen (20/VfL Westercelle) und Florian Schöning passen ins Jugendkonzept, müssen sich aber mit starker Konkurrenz messen. Im vorderen Bereich ist Nienhagen zumindest quantitativ sehr gut bestückt. Im Defensivbereich ist die Decke dünner, daher soll noch ein Verteidiger verpflichtet werden, der in Sachsen-Anhalt in der Landesliga gekickt hat. Klindtworth: „Wir stehen vor einer Hammersaison. Bei sieben Absteigern und deutlich stärkeren Mannschaften als in der Vorsaison kann unser Ziel nur der Klassenerhalt sein.“

Die Möglichkeit, den TuS Celle FC als Nummer eins im Landkreis abzulösen, spielt beim SVN eine eher untergeordnete Rolle. „Wir freuen uns auf die Derbys gegen TuS und wollen sie natürlich auch gewinnen. Unterm Strich zählt aber nur, dass wir in der darauffolgenden Saison in der neuen Landesliga spielen“, so Klindtworth, der seine Jungs am kommenden Sonntag um 11 Uhr zum ersten Training bittet. Einen großen Wunsch hat er aber noch: Möglichst nicht wieder bis zum letzten Spieltag um den Ligaverbleib zittern zu müssen. Um bereits vorher durchschnaufen zu können …