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Fußball regional Tumult im Strafraum führt vor das Sportgericht
Sport Fußball regional Tumult im Strafraum führt vor das Sportgericht
14:45 13.06.2010
Von Uwe Meier
Celle Stadt

Ausschlaggebend dafür war eine Spielszene, die sich kurz vor dem Abpfiff zugetragen hatte. Begonnen hatte alles mit einem Eckball für die Gastgeber, der, nachdem er vor das Beckedorfer Tor geflankt worden war, für Tumulte gesorgt hatte. Darüber, was sich im Anschluss genau abspielte, streiten sich die Geister. Fest steht, dass es zwei Platzverweise gab, ein Spieler mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht wurde und die Polizei wegen Körperverletzung ermittelt. „Das ist alles noch sehr undurchsichtig“, sagte der Pressesprecher der Celler Polizei Christian Riebandt gestern.

Offenbar waren in der 89. Minute im Beckedorfer Strafraum zwei gegnerische Spieler zusammengeprallt und anschließend aneinander geraten. Eine Aktion, die eine „Rudelbildung“ von Mitgliedern beider Mannschaften mit heftigen Wortgefechten nach sich zog. Von Beckedorfer Seite wird darüber hinaus von einem „Schwitzkasten“ sowie Schlägen und Tritten berichtet, die ihren Spieler Björn Solbrig getroffen hätten.

Eine Bestätigung von anderer Seite gibt es dafür vorerst nicht. Auch nicht von Schiedsrichter Bernward Kleiner. Der berichtete gegenüber der CZ von einer Partie, in der beide Teams von Beginn an nicht zimperlich miteinander umgegangen seien und in der es viele Nickeligkeit gegeben habe. Er habe zwar versucht, dass in den Griff zu bekommen und zu unterdrücken. Doch ganz offenbar ist die gesamte Situation in der Schlussminute dann doch eskaliert. Was allerdings genau geschehen war, konnte Kleiner nicht sagen. „Da war ein große Spielertraube. Was in dem Moment passiert ist, konnte ich nicht sehen“, berichtete er.

Wenig später war der Unparteiische allerdings dann wieder genau im Bilde. Nachdem sich Vorwerks Armend Morina und Beckedorfs Frank Janisch, der seinem am Boden liegenden Mannschaftskameraden offenbar zur Hilfe kommen wollte, heftig „an den Hals gegangen“ waren, zeigte Schiedsrichter Kleiner den Spielern die Rote Karte. Beide Hitzköpfe dürfen sich auf eine Sperre wegen grob unsportlichen Verhaltens freuen.

Die beiden Trainer Andree Hilmer (Beckedorf) und Vorwerks Holger Leiendecker werden froh gewesen sein, dass die Partie kurz nach dem Vorfall ohne jede weitere Eskalation abgepfiffen worden war. Weniger froh dürfte Björn Solbrig sein. Er klagte am Boden liegend über starke Schmerzen und wurde ins Krankenhaus gebracht, das er erst am Montag wieder verlassen konnte. Bei genauen Untersuchungen wurden nach Angaben seines Trainers eine Gehirnerschütterung sowie starken Prellungen von drei Wirbeln diagnostiziert.