Kreisliga Celle

Hermannsburg siegt dank Langlinger Chancenwucher

In der Kreisliga-Aufstiegsrunde setzt sich TuS Hermannsburg ab. In der Abstiegsrunde verschafft sich Wietzenbruch gegen SV Dicle Celle Luft zum Keller.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 15. Mai 2022 | 20:35 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 15. Mai 2022 | 20:35 Uhr
  • 14. Juni 2022
Anzeige
Celle.

In der Fußball-Kreisliga gab es richtungsweisende Ergebnisse sowohl in der Ab- als auch Aufstiegsrunde. Wietzenbruch hat das wichtige Duell um den Klassenerhalt bei Dicle Celle mit 4:2 gewonnen und jetzt drei Punkte Vorsprung. Oldau kassierte die erste Niederlage mit 3:4 in Wienhausen, bleibt aber Spitzenreiter. In der Aufstiegsrunde lief alles für Tabellenführer Hermannsburg, der jetzt drei Punkte Vorsprung hat.

Aufstiegsrunde

TuS Hermannsburg - MTV Langlingen 3:1 (3:0)

Das Spitzenspiel der Aufstiegsrunde in der Fußball-Kreisliga zwischen Tabellenführer TuS Hermannsburg und Verfolger MTV Langlingen wurden von den Gastgebern zwar mit 3:1 (3:0) gewonnen, zwischenzeitlich hatten die Gäste aber gute Chancen, um das Ergebnis auch positiver zu gestalten.

Auswärts zu Hause

Wegen des Südheide-Volkslaufs auf dem Waldsportplatz in Hermannsburg wurde das Duell in das Biermann Stadion nach Unterlüß verlegt. „Das ist auch für uns wie ein Auswärtsspiel“, äußerte sich Hermannsburgs Coach Sievert Asmussen vorher unzufrieden mit der Verlegung. Dafür durfte er überraschenderweise auf seinen angeschlagenen Torwart Robby Boldt zurückgreifen.

Nach der Niederlage in Eschede präsentierten sich die TuSler sehr präsent und hatten auch das Glück eines frühen Treffers. Eine Coproduktion der Müller-Brüder brachte den Ligaprimus in Front, nach Flanke von Torben netzte Tobias zum 1:0 (4.) ein. Langlingen war davon aber wenig beeindruckt und war gewillt, sich nicht kampflos zu ergeben. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld griff Keeper Boldt daneben und zwang seinen Kapitän Marcel Look zu einer Rettungstat auf der Linie (25.). Nur zwei Minuten später die nächste Möglichkeit zum Ausgleich, nach einer Ecke flipperte die Kugel durch den Fünf-Meter-Raum, fand aber nicht den Weg hinter die Linie.

Elfer aufgrund fehlender Spielpraxis

Auf der Gegenseite foulte Johann Hoppe Stürmer Tristan Apelt im Strafraum, den Elfmeter verwandelte Julian Lenz sicher zum 2:0 (31.). „Das ist der fehlenden Spielpraxis geschuldet, Johann hatte sechs Monate nicht gespielt“, wollte MTV-Trainer Ruschitzka seinen Verteidiger nicht kritisieren. Der nächste Fauxpas der Langlinger Defensive sorgte dann schon zu einer Vorentscheidung. Hannes Bock unterlief ein Abspielfehler im Spielaufbau, Lenz schaltete sofort und vollstreckte zum zweiten Mal zur 3:0-Halbzeitführung (45.+1).

Auch im zweiten Durchgang gab sich Langlingen. Aber entweder war es die gut organisierte Defensive der Hermannburger oder das Unvermögen im Abschluss, das den eigenen Treffer verhinderte. „Wenn wir entschlossener im Abschluss sind, können wir nochmals für Spannung sorgen“, meinte Ruschitzka. Auf der Gegenseite ließ Veysi Yavsan eine Elfmeterchance liegen (67.), womit das Spiel frühzeitig entschieden gewesen wäre.

Anschlusstreffer kommt zu spät

In der Schlussviertelstunde kam Langlingen doch noch zu einem Treffer. Nach einem Foul von Torwart Boldt an Thorge Smid verwandelte Timo Sonemann den Elfmeter zum 1:3 (77.). Zu mehr reichte es dann aber nicht mehr. „Für mich ein absoluter verdienter Sieg“, meinte Asmussen. Beide Kontrahenten sehen sich schon am Freitagabend im Pokalhalbfinale in Hermannsburg wieder.

FC Firat Bergen – TuS Eschede 1:5 (0:1)

Eschede zeigte sich gut erholt von der Niederlage am Freitagabend in Sülze und besiegte Firat Bergen klar. Johannes Schröder eröffnete den Torreigen zum 0:1 (36.). Als Ebrima Saldy nach Wiederanpfiff zum 1:1 (53.) ausglich, währte die Freude bei den Hausherren nur kurz, denn Colin Sarnowski traf postwendend zum 1:2 (57.). Danach war von Firat beim Debüt des neuen Trainers Ronnie Wolff nicht mehr viel zu sehen. „Trotz der erneut dünnen Personaldecke haben wir vieles besser gemacht als noch am Freitag“, freute sich Eschedes Coach Sören Soltendieck.

TuS Eversen-Sülze – MTV Eintracht Celle II 1:1 (1:0)

Der Ausgleichstreffer der Gäste fiel erst in der Nachspielzeit durch einen zweifelhaften Elfmeter durch Oury Diallo Keita (90.+1). Insgesamt sah Eversens Coach Sven Ewert aber eine verdiente Punkteteilung. „Joschi hat uns nach der Führung mehrmals im Spiel gehalten, von daher ist das Remis in Ordnung“, lobte Ewert seinen Torwart Joshua Lepke. Die Führung der Gastgeber war clever herausgespielt, als sie einen Freistoß schnell ausführten und Jannik Erdt frei aufs Tor zulaufen durfte und die Chance zum 1:0 (3.) nutzte. Durch diesen Punktverlust muss Eversen die Hermannsburger wieder ein bisschen ziehen lassen.

TuS Celle FC – SSV Südwinsen 2:1 (1:1)

„Endlich haben sich unsere Jungs einmal belohnt“, freute sich TuS-Coach Eike Mach über den ersten Sieg in der Aufstiegsrunde. In Langlingen war die Leistung schon ansprechend und jetzt hatten sich die Celler noch einmal gesteigert. Wieder war es aber ein leichter Fehler, der zum Rückstand durch Marvin Sendzik (4.) führte. Im weiteren Verlauf war von Südwinsen aber wenig Konstruktives zu sehen, besser machten es die Hausherren und siegten verdient durch die Treffer von Onur Ekinci (13.) und Gibril Badji (76.).

Abstiegsrunde

VfL Westercelle II – SG Lachendorf-Beedenbostel 1:3 (1:2)

Von einem gebrauchten Tag sprach Westercelles Coach Tobias Mikolaczick, besonders die ersten 20 Minuten hatte seine Elf komplett verschlafen und auch gleich zwei Treffer kassiert. Aaron Buhrow (4.) und Adrian Schramm (20.) brachten die Gäste in Führung, bevor die Hausherren überhaupt richtig auf dem Feld standen. „Es hat nichts funktioniert, wir haben die Anfangsphase komplett verschlafen“, motzte Mikolaczick. Gegen Ende der Halbzeit wurde der VfL stärker und schaffte den Anschluss zum 1:2 (33.) durch Cihad Kizilhan. Nach dem Wechsel war es aber zu wenig, um etwas Zählbares mitzunehmen. Buhrow machte mit seinem zweiten Tor den Deckel drauf und netzte zum 1:3 (56.) ein.

TS Wienhausen – TuS Oldau-Ovelgönne 4:3 (1:1)

Wienhausen schwimmt weiter auf der Erfolgswelle und hat Oldau die erste Niederlage in der Abstiegsrunde beigebracht. Wie es das Ergebnis schon aussagt, war es ein ausgeglichenes Duell, welches über weite Strecken auch von Oldau bestimmt wurde. Wienhausen kämpfte sich nach einem 1:3-Rückstand aber zurück in die Partie und feierte in der Schlussminute mit dem Treffer von Nils Luca Neumann einen glücklichen Sieg. „Nach dem Rückstand haben wir umgestellt und alles reingeworfen“, freute sich TS-Trainer Christian Hilse.

SV Dicle – SC Wietzenbruch 2:4 (1:3)

Die spielentscheidende Situation war schon in der 26. Spielminute, als Tagier Gasanaliev im Strafraum der Ball an die Hand geschossen wurde. Folge war die Rote Karte für den Pechvogel und Elfmeter für Wietzenbruch, den Routinier Kais Manais zum 1:0 (27.) verwandelte. Die Hausherren erzielten zwar schnell den Ausgleich durch Andre Marques (32.), allerdings war es bei den Temperaturen und in Unterzahl für Dicle schwierig über die gesamte Distanz dagegenhalten zu können. Maik Miller brachte Wietzenbruch mit einem Doppelschlag dann wieder mit 3:1 (36. und 38.) in Front, ehe Sergej Kraus per Elfmeter wieder den Anschluss schaffte (72.). Mit einem direkten Freistoß an die Latte war danach sogar der Ausgleich möglich, allerdings sollte es nicht sein und Manai verwandelte den dritten Strafstoß des Spiels zum 2:4 (81.). „Da war auf jeden Fall mehr drin“, meinte SVD-Coach Edip Ekinci.

SV Garßen – VfL Wathlingen 3:1 (0:1)

Große Erleichterung war bei Garßens Coach Fabian Hoffmann zu hören. „Damit bleibt unsere Hoffnung auf den Nichtabstieg erhalten, der Sieg war wichtig für die Moral“, meinte er. Im ersten Durchgang führte der einzige Schuss von Wathlingen aufs Tor durch Philip Krüger zum 0:1 (14.). Zur zweiten Halbzeit stellte Hoffmann offensiver um, brachte zusätzliche Stürmer und es lief deutlich besser. Allerdings musste sich der Coach noch gedulden, ehe Jonas Heine (61.) und Fabian Stradtmann (69.) auf 2:1 stellten. Benedikt Weidner machte dann alles klar mit seinem 3:1 (84.), was die Chancen auf die Kreisliga leben lässt.

Von Jens Tjaden

Von