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Fußball regional SVN mit viel Hektik und wenig Cleverness
Sport Fußball regional SVN mit viel Hektik und wenig Cleverness
15:32 13.06.2010
Von Jürgen Poestges
Nienhagen

„Aber die Niederlage ist völlig in Ordnung. Der Gegner war uns in allen Belangen überlegen. Bei uns hat keiner seine Normalform gefunden.“

Schon die Hinfahrt ging daneben. Zunächst waren die Trikots nicht da und mussten noch geholt werden. Dann hat das Navigations-Gerät von Klindtworth „ein kleines bisschen gesponnen“ und man war erst 40 Minuten vor Spielbeginn am Platz. Und dann zog sich Jens Gebler beim Aufwärmen eine Zerrung zu und musste durch Kevin Schöneck ersetzt werden. Klindtworth: „Ich wollte keinen Muskelfaserriss riskieren. Dann würde er uns noch länger fehlen.“

Da mit Torhüter Kai John, der sich nicht wohl fühlte und für den Dimitri Tews zwischen den Pfosten stand, der zweite SVN-Spieler mit ein wenig Erfahrung fehlte – Klindtworth: „Wir hatten einen Altersschnitt von rund 20 Jahren in der Mannschaft“ – nahm das Schicksal seinen Lauf.

Der Boden war tief, die Gastgeber gingen rustikal zur Sache, nahmen die Zweikämpfe an und taten das, was man „tun muss, wenn man in diesen Tabellen-Regionen steht“, sagt der SVN-Trainer. Nämlich kämpfen um jeden Ball.

Zu allem Überfluss gab es dann auch noch eine unglückliche Schiedsrichter-Entscheidung kurz vor der Pause. Philip Bähr hatte die Hausherren in der 19. Minute in Front geschossen. Zwei Minuten vor der Pause fiel Alessandro Majer bei einem Zweikampf im eigenen Strafraum auf den Ball, der dann auf die Hand sprang. Der Unparteiische wertete das als Handspiel, den fälligen Elfmeter verwandelte Torben Poppe zum 2:0. „Den Elfer muss man nicht geben, das war kein absichtliches Handspiel. Aber es ist nicht zu ändern“, erklärt Klindtworth die Szene.

Klarer war da die Situation schon in der 51. Minute. Da segelte eine Flanke in den SVN-Strafraum, Nils Rogge wurde geschubst, geriet in Schräglage und traf den Ball mit der Hand, die allerdings über dem Kopf schwebte. Wieder war es Poppe, der zum 3:0 für die Gastgeber verwandelte.

Erst jetzt machten die Nienhäger ein bisschen Druck. Rogge erzielte in der 70. Minute das 1:3, und jetzt gab es auch einige Möglichkeiten, noch mehr heranzukommen. „Aber da fehlte uns dann einfach die Cleverness, um aus den Chancen auch was zu machen.“ Neun Minuten vor dem Ende erzielte Marco Ordenewitz den 4:1-Endstand.

Jetzt hat der SVN ein spielfreies Wochenende. „Da können wir dann mal durchpusten und uns dann auf das Tore- schießen konzentrieren“, sagt Klindtworth.

SV Nienhagen: Tews – Majer, Tiegs, Behrens, Weiss (75. Schöning), Lührs, Schöneck, Lutschewitz, Roggen, Klein (46. Klus), Petersen (58. Pieper). Tore: 1:0 Bähr (19.), 2:0 Poppe (43. / Handelfmeter), 3:0 Poppe (51. / Handelfmeter), 3:1 Rogge (70.), 4:1 Ordenewitz (81.).