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Fußball regional SVN klettert ans rettende Ufer – TuS FC rutscht in Abstiegszone
Sport Fußball regional SVN klettert ans rettende Ufer – TuS FC rutscht in Abstiegszone
13:11 13.06.2010
Fußball-Bezirksoberliga, SV Nienhagen (gelb)– FC Basbeck-Osten; Tim Petersen gewinnt Zweikampf.
Fußball-Bezirksoberliga, SV Nienhagen (gelb)– FC Basbeck-Osten; Tim Petersen gewinnt Zweikampf. Quelle: Peter Müller
Nienhagen

Volles Nest auf der einen Seite, lange Gesichter auf der anderen Seite: Viel unterschiedlicher hätte das Osterwochenende für die beiden Fußball-Bezirksoberligisten SV Nienhagen und TuS Celle FC nicht verlaufen können. Der SVN holte alle möglichen sechs Punkte aus seinen beiden Spielen und kletterte am TuS FC, der gänzlich ohne Zähler blieb, vorbei.

TuS Bodenteich –

SV Nienhagen

0:1 (0:1)

SV Nienhagen –

FC Basbeck-Osten

1:0 (1:0)

Der SV Nienhagen hat in dieser Saison schon viele Gesichter gezeigt. Eine Konstante war immer dabei: die fehlende Effizienz. Zu oft standen Aufwand und Ertrag in einem ziemlich ungesunden Verhältnis. Doch nach der 1:5-Pleite gegen den VfL Maschen scheint Wundersames passiert zu sein beim SVN. Mit zwei Toren holte die Mannschaft von Trainer Rolf Klindtworth aus den Spielen beim TuS Bodenteich und daheim gegen den FC Basbeck-Osten die optimale Ausbeute von sechs Punkten. „Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir mal zweimal in Folge jeweils 1:0 gewonnen haben“, erklärt Klindtworth, immerhin schon seit fast einer Dekade Coach beim SVN.

Das beide Partien bei Fußball-Ästheten durchaus noch Wünsche offen ließen, störte ihn da nicht weiter. „Es ist mir ehrlich gesagt ziemlich egal, wie das ausgesehen hat. Wir haben sechs Punkte geholt und die Abstiegsplätze verlassen. Und wir haben in zwei Spielen kein Gegentor bekommen, weil wir gut nach hinten gearbeitet und konsequent verteidigt haben“, so Klindtworth.

Die ziemlich dilettantischen Offensivbemühungen von Bodenteich und Basbeck taten ihr übriges. Beide Begegnungen ähnelten sich in ihrem Verlauf. In Bodenteich erwischte der SVN einen Blitzstart. Nach eineinhalb Minuten erzielte Naser Dullaj nach Vorarbeit von Alexander Tiegs das einzige Tor des Tages. Der Rest war Ergebnisverwaltung mit viel Krampf und einer versäumten frühzeitigen Entscheidung. Die Nienhäger ließen aber auch nur eine Chance zu.

Gegen Basbeck gehörten die Anfangsminuten ebenfalls Nienhagen, hier dauerte es aber bis zur 33. Minute, ehe Oliver Purcha nach einer Ecke von Yalcin Ozan aus spitzem Winkel Richtung Tor köpfte und der Ball unter gütiger Mithilfe des Torwarts irgendwie hinter der Linie landete. Der Rest – siehe Bodenteich. „Wir haben nach dem Desaster gegen Maschen die richtige Reaktion gezeigt. Erreicht haben wir zwar noch gar nichts, aber es ist schön, nach langer Zeit mal wieder über dem Strich zu stehen“, sagt Klindtworth mit Blick auf die Tabelle.

SV Nienhagen (gegen TuS Bodenteich): Lüer – Purcha – M. Gebler, Schmidt – Majer, J. Gebler, Ozan (46. Petersen), Weiss (65. Lutschewitz) – Rogge, N. Dullaj – Tiegs (77. Klus).

Tor: 0:1 N. Dullaj (2.).

SV Nienhagen (gegen FC Basbeck-Osten): Lüer – Purcha – M. Gebler, Schmidt – J. Gebler, Lutschewitz, Ozan (70. Weiss), Majer – Rogge, Petersen (65. Klein / 83. Klus) – Tiegs.

Tor: 1:0 Purcha (33.).

Rotenburger SV –

TuS Celle FC

3:0 (2:0)

TuS Celle FC –

SV Eintracht Lüneburg

1:3 (1:2)

Die Sorgenfalten im Gesicht von Rüdiger Halbe sind seit dem Osterwochenende deutlich tiefer geworden. „Die Situation ist gefährlich“, sagte der Trainer von Bezirksoberligist TuS Celle FC kurz nach dem 1:3 gegen Eintracht Lüneburg mit Blick auf die Tabelle. Denn da liegen die Herzogstädter nun auf einem Abstiegsplatz, weil auch zwei Tage zuvor beim peinlichen 0:3 in Rotenburg keine Punkte eingefahren wurden. „Wir werden das so schnell wie möglich nachholen müssen“, so Halbe.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase fanden die Gäste vor 258 Zuschauern immer besser in die Partie. Eine Möglichkeit, die eigentlich keine war, nutzte Christoph Knöfel zur Führung – 0:1 (18.). Abwehrspieler Pascal Peschke, der unbeweglich und in der Spieleröffnung überfordert wirkte, war der Ball versprungen. Wenige Augenblicke später erhöhte Lüneburg durch Sascha Post (21.). Verteidiger Tekin Ekinci war nicht da, wo sein Gegenspieler war.

Die Gäste beschieden sich anschließend darauf, nicht mehr zu tun als nötig. Sonderlich viel war das nicht, aber es reichte gegen die biederen Versuche der Gastgeber. Denn die entschieden sich immer wieder für lange Bälle, Einzelaktionen oder andere zweitbeste Möglichkeiten.

Gefährlich wurde es nur, wenn Angreifer Mathias Winkler an den Ball kam. Kurz vor der Pause nutzte er die beste Gelegenheit zum Anschlusstreffer (39.). Spätestens als wiederum Sascha Post den dritten Lüneburger Treffer markierte (69.), war das letzte kleine bisschen Hoffnung auf eine Überraschung erloschen.

„Wir haben am Ende sehr viel versucht, sind aber leider nicht belohnt worden“, sagte Halbe, der vor dem Heimspiel am kommenden Freitag gegen Osterholz-Schrambeck II nur eine Richtung kennt. „Das ist ein Spiel, das wir unbedingt gewinnen müssen.“

TuS Celle FC (gegen Rotenburger SV): E. Mach – Amling, Peschke, T. Zeising, Ekinci, Thies (80. Karak), Feldmann, Stieler, Speckmann, Adekunle (62. Mühter), B. Zeising.

Tore: 1:0 Thiel (17.), 2:0 Pröhl (37.), 3:0 Saatci (89.).

TuS Celle FC (gegen SV Eintracht Lüneburg): E. Mach – Amling, Peschke, T. Zeising, Thies, Ekinci, Feldmann (81. Karak), Stieler, B. Zeising, Speckmann, Winkler (64., Adekunle).

Tore: 0:1 Knöfel (18.), 0:2 Post (21.), 1:2 Winkler (39.), 1:3 Post (69.).

Von Oliver Schreiber und Christoph Zimmer