Bezirksliga Lüneburg

Altenceller schöpfen wieder Hoffnung

Der SC Vorwerk ist aus der Fußball-Bezirksliga abgestiegen. Für SV Altencelle sind die Chancen auf den Klassenerhalt dagegen wieder gestiegen.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 15. Mai 2022 | 20:08 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 15. Mai 2022 | 20:08 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Celle.

Was schon seit Wochen als sehr wahrscheinlich galt, ist für den SC Vorwerk jetzt Gewissheit. Nach der 1:2-Niederlage beim MTV Egestorf steigt das Team von Trainer Marcus Hoffmann aus der Fußball-Bezirksliga ab und tritt in der nächsten Saison wieder in der Kreisliga gegen den Ball.

Das hofft der SV Altencelle im letzten Reißaus noch vermeiden zu können. Der eigene 3:0-Sieg beim TuS Fleestedt und die gleichzeitige völlig überraschende 0:1-Heimniederlage von Eintracht Elbmarsch gegen Eintracht Leinetal haben dem Altenceller Glauben an ein Fußball-Wunder wieder neue Nahrung gegeben. Für allgemeine Verstimmung sorgte das Nichtantreten der SG Eldingen beim Buchholzer FC.

MTV Egestorf – SC Vorwerk 2:1 (1:0)

Aus und vorbei. Nach dreijähriger Bezirksliga-Zugehörigkeit geht es für den SC Vorwerk zurück in die Kreisliga. Trotz großem Kampfes und einer geschlossenen Mannschaftsleistung gingen die Weinroten beim MTV Egestorf leer aus.

Damit platzten auch die letzten theoretischen Hoffnungen auf den Klassenerhalt. „Wir haben uns teuer verkauft und wirklich alles reingeworfen. Aber das hat nicht gereicht. Von dem benötigten Dreier waren wir relativ weit entfernt“, räumte SCV-Trainer Marcus Hoffmann ein.

Sein Plan, die Gastgeber schon früh in der eigenen Hälfte zu stören, ging nicht auf. Vorwerk erlaubte sich zu viele Abspielfehler und fand trotz allen Bemühens gegen den kompakten MTV nicht die richtigen Mittel.

Dieser hatte in der ersten Hälfte Vorteile und ging verdient in Führung. Nach einem Pass durch die Mitte gewann Daniel Macknow das Laufduell und vollstreckte frei vor SCV-Torwart Dominik Lowag zum 1:0 (33.).

In der Halbzeitpause stellte Trainer Hoffmann auf Dreierkette um und sein das Risiko erhöhendes Team machte Druck. Die Gäste arbeiteten sich gleich mehrere Ecken heraus. Nach Eckstoß von Marcel Korte war Max Palett mit dem Kopf zur Stelle und glich zum 1:1 (60.) aus. Das Spiel wogte jetzt hin und her. Vorwerk versuchte es mit langen Bällen, entwickelte aber immer weniger Gefahr.

Und dann traf der MTV: Im Anschluss an einen Freistoß aus kurzer Distanz netzte erneut Macknow aus spitzem Winkel zum 2:1 (67.) ein. „Wir hatten dann nicht mehr die Kraft, das Spiel umzubiegen. Der Tank war leer und der bittere Abstieg Realität. Doch abgestiegen sind wir natürlich nicht heute, sondern schon in der für uns extrem punktearmen Vorrunde“, so der enttäuschte Hoffmann.

Buchholzer FC – SG Eldingen 5:0-Wertung

Wo am Donnerstag personell noch alles im „grünen Bereich“ zu sein schien, prasselten am Samstag die Absagen auf SGE-Trainer Volker Darkow herein. Die an Corona erkrankten Spieler waren noch nicht wieder fit, einige Neuerkrankungen kamen hinzu. „Andere haben sich verletzt abgemeldet und Hilfe aus der 2. Herren und der Ü32 war diesmal nicht zu bekommen. Mit gerade mal zehn Spielern wollten wir nicht losfahren“, erklärte Darkow, dem die Absage mehr als unangenehm war. „Das kotzt mich schon an. Ich weiß, dass wir da ein ganz schlechtes Bild abgeben. Ich haben den ganzen Tag rumtelefoniert, aber es war nichts zu machen“, so der SGE-Coach.

TuS Fleestedt – SV Altencelle 0:3 (0:1)

Der personelle Aderlass war groß, doch der Siegeswille der Altenceller, die nur mit einem Mini-Kader in Fleestedt angetreten waren, war größer. Mit einem couragierten Auftritt kam der SVA völlig verdient zu seinem ersten Dreier in der Abstiegsrunde und schöpft, dank des überraschenden Elbmarsch-Patzers, wieder Hoffnung.

Auf einmal erscheint der Klassenerhalt nicht mehr ganz so unerreichbar. „Die Karten sind neu gemischt. Die Situation ist auf einmal viel freundlicher für uns. Aber natürlich müssen wir die beiden letzten Spiele gegen Elbmarsch und Winsen/Luhe gewinnen“, sagt Netemeyer, der verspricht wirklich alles für den Klassenerhalt zu mobilisieren. „Am Sonntag kommt Elbmarsch zum Föscherberg und muss ebenso gewinnen wie wir. mein Team wird mega-fokussiert und bis in die Haarspitzen motiviert sein. Ich gehe davon aus, dass das kein normales Fußballspiel wird“, blickt der SVA-Coach voraus.

Von Jochen Strehlau

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