Oberliga Niedersachsen

MTV Eintracht Celle setzt auf Kontinuität

MTV Eintracht Celle treibt die Personalplanungen für die neue Saison voran. 16 Spieler bleiben auf jeden Fall, zwei Abgänge und ein Neuer stehen fest.

  • Von Oliver Schreiber
  • 17. Mai 2022 | 19:00 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Oliver Schreiber
  • 17. Mai 2022 | 19:00 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Celle.

16 Zusagen, zwölf Fragezeichen, zwei Abgänge und ein Neuer: Die Planungen beim MTV Eintracht Celle für die insgesamt fünfte Saison in der Fußball-Oberliga nehmen Konturen an. Nach dem Husarenritt durch die Abstiegsrunde und dem vorzeitigen Klassenerhalt ist eine Euphorie entstanden, die die Blau-Weißen mit in die nächste Spielzeit nehmen wollen – möglichst in kaum veränderter Formation. „Wir möchten da möglichst wenig Veränderungen vornehmen. Die Vorzeichen stehen gut, dass wir unsere zuletzt so erfolgreiche Truppe im Gros zusammenhalten werden“, erklärt Abteilungsleiter Stefan Cohrs.

Auch Trainer Hilger Wirtz, der bereits zu Anfang des Jahres sein Ja-Wort für ein weiteres Jahr gegeben hatte, freut sich über die positiven Signale. „Ich würde am liebsten mit allen weiterarbeiten. Die Jungs haben sich toll entwickelt, aber da ist sicherlich bei dem ein oder anderen noch mehr drin“, meint Wirtz, der sich einen neuen Co-Trainer suchen muss. Frank Steinkuhl hört aus beruflichen und damit auch zeitlichen Gründen auf.

Ein Neuzugang steht bereits fest. Abwehrspieler Maximilian Wede (21) kommt von Landesligist VfL Westercelle an die Nienburger Straße. „Dieser Transfer passt zu unserer Philosophie, möglichst junge Spieler aus der Region mit viel Entwicklungspotenzial in den Kader zu integrieren“, erläutert Cohrs.

Allerdings muss der MTVE auch zwei Abgänge verkraften. „Allzweckwaffe“ Gerbi Kaplan (30) zieht es beruflich und familiär zurück in seine Heimat Göttingen. Rechtsverteidiger Daniel Ruchatz (26), der sich mit Bandscheibenproblemen herumplagt, legt eine Pause ein. „Wir hätten beide Spieler sehr gerne behalten“, bedauert Cohrs.

Dafür gibt es aber bereits 16 Zusagen für die Saison 2022/23. Torwart Christof Rienass (29) bleibt ebenso wie Laurin Bonk (21, Rechtsverteidiger), Yannik Ehlers (25, Links- beziehungsweise Innenverteidiger), Michael Trautmann (22, Allrounder), Hilger von Elmendorff (25, zentrales Mittelfeld), Alexander Laube (25, Außenbahn), Adrian Zöfelt (28/Offensiv-Allrounder), Faisal Soma (23/Außenbahn und Angriff) und Fatih Yavsan (30/Angriff). Auch die Perspektivspieler Gero Busatis (19/Abwehr), Toufik Cheriet (19/Abwehr), Amadou Sesay (19/defensives Mittelfeld), Robert Busch (21/Mittelfeld) und Oury Keita (19/Angriff) haben ihr Okay gegeben.

Praktisch ein Neuzugang ist Tom Schaper (22/zentrales Mittelfeld), der nach seinem Auslandssemester in Spanien ab dem 1. Juli wieder zur Verfügung steht. Auch Torjäger Felix Krüger (28) wird weiterhin im Kader stehen, der Zeitpunkt seines Comebacks steht wegen seiner hartnäckigen Schambeinentzündung aber noch in den Sternen.

Von Verletzungen können auch Torwart Tjark Klindworth (29), Marc Matthesius (30/offensives Mittelfeld) und Rodi Hezo (23/offensives Mittelfeld) ein Liedchen singen. Für alle war die aktuelle Saison vorzeitig beendet. Hier stehen noch Gespräche aus, inwiefern sie demnächst wieder zur Verfügung stehen. „Erst einmal müssen alle wieder vollständig fit sein. Das ist das Allerwichtigste. Natürlich würden wir uns freuen, wenn sie wieder voll angreifen würden“, betont Cohrs.

Ebenfalls noch offen ist die Zukunft der beiden Keeper Justin Griep (20) und Marc Perrei (30). Dies gilt auch für die beiden Innenverteidiger Lars Borchert (31) und Fabian Weigel (24), die nach der Winterpause zusammen dafür gesorgt haben, dass die Celler Schießbude geschlossen wurde und die Gegentorflut abgeebbt ist. Borchert erwägt erneut, aus familiären Gründen kürzer zu treten. Weigel, der im Winter für ein halbes Jahr vom Regionalligisten HSC Hannover ausgeliehen wurde, wollte ursprünglich wieder zurück zu seinem Heimatverein, doch dort herrscht nach dem Abstieg viel Ungewissheit, wie es weitergeht. Zudem hat Weigel Gefallen am MTVE gefunden. „Wir geben bei beiden die Hoffnung nicht auf, dass sie weiter für uns kicken“, sagt Cohrs.

Fragezeichen stehen auch noch hinter Philip Köhler (27/Linksverteidiger), Denis Janu (26/zentrales Mittelfeld) und Ioannis Gkegkprifti (21/Außenbahn und Angriff). Kapitän Tim Struwe (28/defensives Mittelfeld) hat sich ebenfalls noch Bedenkzeit erbeten, weil es für ihn auf Grund der beruflichen Belastung zunehmend schwieriger wird, dem hohen Trainingsaufwand, der für die Oberliga erforderlich ist, gerecht zu werden.

Heiß begehrt ist Torjäger Luca van Eupen (22), der in dieser Saison noch einmal einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht hat. Mit seinen 18 Toren hat er sich in den Fokus von höherklassigen Clubs geschossen. „Wir hoffen natürlich, möglichst alle Spieler halten zu können. Das hat Priorität. Aber natürlich schauen wir uns auch nach potenziellen Neuzugängen um“, sagt Cohrs.