Oberliga Niedersachsen

„Wir haben immer noch Ziele“

Der Klassenerhalt ist eingetütet, doch die Fußballer des MTV Eintracht Celle wollen in den letzten beiden Spielen trotzdem weiter Vollgas geben.

  • Von Oliver Schreiber
  • 13. Mai 2022 | 18:30 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Oliver Schreiber
  • 13. Mai 2022 | 18:30 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Celle.

Den vorzeitigen Klassenerhalt haben die Oberliga-Fußballer des MTV Eintracht Celle gebührend gefeiert. Bis nach Mitternacht war nach dem 4:1-Sieg gegen den MTV Wolfenbüttel am vergangenen Wochenende Party auf dem Gelände der Wilharm-Arena angesagt, anschließend ging‘s weiter zur Sause in Celles Kneipen und Diskotheken. „Das haben wir uns alle verdient und diesen außergewöhnlichen Erfolg genossen. Der ganze Druck ist abgefallen. Das war ein sehr schöner Abend. Oder besser gesagt: eine lange Nacht“, berichtet Trainer Hilger Wirtz schmunzelnd.

Die Kater haben sie unter anderem durch intensives Training verscheucht. Denn anders als zum Beispiel gewisse Profi-Mannschaften in der Bundesliga will sich Eintracht nun keinesfalls hängen lassen. „Wir haben immer noch Ziele, die Saison ist noch nicht zu Ende. Wir wollen weiter ungeschlagen bleiben und die Abstiegsrunde als Erster beenden“, erklärt Wirtz vor der Partie am Samstag um 17 Uhr beim bereits abgestiegenen HSC Blau-Weiß Schwalbe Tündern.

MTVE trainiert weiter intensiv

Daher wird sich der MTVE auf die letzten beiden Spiele im Hamelner Vorort sowie gegen den MTV Gifhorn am darauf folgenden Samstag entsprechend vorbereiten. „Wir werden weiter dreimal die Woche trainieren. Gerade für unsere jungen Spieler ist jede Einheit wichtig. Zudem werden andere Mannschaften von uns im Spiel gegen Gifhorn erwarten, dass wir da Vollgas geben“, erläutert Wirtz.

Die Rotationsmaschine, um Spielern aus der zweiten Reihe noch einmal mehr Einsatzzeiten zu geben, kann der A-Lizenz-Coach ohnehin nicht anschmeißen. Denn im Vergleich zum Wolfenbüttel-Spiel fehlen vier Akteure. Gerbi Kaplan ist nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt, Ioannis Gkegkprifti hat sich eine Zerrung zugezogen, bei Michael Trautmann hat sich die Wunde am Schienbein entzündet, Lars Borchert weilt auf der Hochzeit seines Bruders. Amadou Sesay und Alexander Laube sind krankheitsbedingt geschwächt, werden aber zumindest im Kader stehen. Zudem ist die Saison für Kapitän Tim Struwe wegen anhaltender Probleme im Adduktorenbereich vorzeitig beendet. Angesichts der vielen Ausfälle ist es fast ein Segen, dass der Ligaverbleib schon in trockenen Tüchern ist.

Unangenehmer Gegner

Zumal die Aufgabe bei den Hamelnern auch ohne den ganz großen Druck schwierig genug wird. Bereits beim knappen 2:1-Sieg im Hinspiel taten sich die Celler schwer. Es spricht aber auch für sie, dass sie diese Partie trotz der wohl schwächsten Leistung in diesem Jahr dennoch für sich entschieden. „Wir treffen auf einen Gegner, der sehr schwer zu bespielen ist. Da sind richtig abgezockte Jungs drin, die es uns schwer machen werden, unser Spiel durchzuziehen. Das haben wir ja im Hinspiel gesehen. Zudem werden sie sich im letzten Oberliga-Heimspiel vernünftig von ihren Zuschauern verabschieden wollen“, gibt Wirtz zu bedenken.

Serie ausbauen und Erster bleiben

Trotz der Personalnöte will Eintracht seine Serie ausbauen und in diesem Jahr weiter ungeschlagen bleiben. Um im Fernduell um Platz eins mit dem punktgleichen Rotenburger SV weiter die Nase vorn zu haben, müssen wohl drei Punkte her. „Das wollen wir auch schaffen. Wir werden eine schlagkräftige Truppe auf den Platz schicken“, meint Wirtz. Schließlich hat man ja noch Ziele.